Pressebericht HNA 09.05.2020

Samstag, 9. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Ein kleines Stück Amerika in Hemeln

Kultur- und Naturförderverein pflanzte Baum des Jahres – Wahl der „Robinie“ ist umstritten

Hemeln – Wie in den Vorjahren wurde in Hemeln unter Federführung des Kultur- und Naturfördervereins Hemeln am Tag des Baumes wieder ein Exemplar des Baumes des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr war es eine Robinie. Sie steht wie die Jahresbäume der Vorjahre am Dreisch, direkt am Weserradweg, unterhalb des Campingplatzes, teilte Volker Meng vom Kultur- und Naturförderverein mit. Gespendet habe den Baum Hartwig Nellissen.

Die Robinie mit dem Spender Hartwig Nellissen. Foto: Kultur- und Naturförderverein/nh

Während in den vergangenen Jahren die Baumpflanzaktion unter großer Beteiligung der Hemelner Bürger, insbesondere des Kindergartens, der Grundschule und der Jugendfeuerwehr stattgefunden habe, habe dies diesmal wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ausfallen müssen. Nur wenige Personen hätten unter Wahrung aller Schutzmaßnahmen daran teilgenommen. Sie fand am 25. April statt. Die Pflanzung habe nicht verschoben werden können, da der Baum bereits vor langem bestellt und geliefert worden war.

Der Baum des Jahres, „Robinia pseudoacaia“, so berichtet Meng, wurde Ende Oktober vom „Kuratorium Baum des Jahres“ ausgewählt. Das Kuratorium sei ein Expertengremium in dem unter anderem auch der Deutsche Forstverein, der Nabu, der BUND und die Deutsche Dendrologische Gesellschaft Mitglied seien. Die Wahl der Robinie sei ungewöhnlich, so Meng, der als Technischer Leiter des Forstbotanischen Gartens und des Arboretums der Universität Göttingen selbst ausgewiesener Baumexperte ist.

Erstmalig in der 32-jährigen Geschichte des Kuratoriums sei keine heimische, sondern mit der Robinie eine fremdländische Baumart ausgewählt worden, was zu kontroversen Diskussionen insbesondere bei Naturschützern und Forstleuten gesorgt habe. Wie Meng erläutert, stammt die Robinie aus dem nord- bis südöstlichen Raum der USA. Der Baum kann je nach Standort 15 bis 20 Meter in Ausnahmefällen auch mal 25 Meter hoch werden, und Stammumfänge können bis fünf Meter in Ausnahmefällen bis sieben Meter erreichen. „Das absolute Highlight im Jahresverlauf der Robinie ist ihre gegen Ende Mai stattfindende, mitunter spektakuläre Blüte. Die weißen Blüten hängen in reichblühenden Trauben und haben einen intensiven Duft. Da die Blüte erst nach dem Abblühen unserer letzten Obstbäume erfolgt, stellt sie für Hummeln und Bienen eine ganz wichtige Nektarquelle dar.“ Es ist aber auch Vorsicht geboten. „Die sich später entwickelnden Hülsenfrüchte sind giftig, weshalb der Baum auch nicht in die Nähe von Kindergärten und Spielplätzen gepflanzt werden sollte“, sagt Meng.

Bei der Bewertung aus ökologischer Sicht werde die Baumart sehr kritisch diskutiert. „Eine ökologische Betrachtung sollte aber den gesamten Baum einbeziehen. Das heißt, hier sind nicht nur seine negativen Auswirkungen durch Nährstoffanreicherung und sein potenziell invasives Verhalten vor allem für trockene Naturschutzgebiete zusehen. Daher darf der Baum auch auf keinen Fall in die Nähe derartiger Naturschutzräume gepflanzt werden. Positiv ist aber seine Eignung als Klimabaum, seine späte Blütetracht und die Möglichkeit zumindest teilweise Tropenholz durch Robinienholz zu ersetzen.“  ems

DRK Blutspende-Termin am 20. Mai 2020

Die Blutspendemeisterschaft geht in die zweite Runde…

Mehr unter https://www.blutspendemeister.de/

Blutspendetermin in Hemeln am 20. Mai 2020 zwischen 16:00 und 19:30 Uhr in der Sporthalle.

Da bereits etliche Termin in anderen Ortschaften wegen ungeeigneten Räumlichkeiten abgesagt werden mussten, freuen wir uns, dass der Blutspendetermin in Hemeln stattfinden kann, da die Durchführung für die Versorgung sehr wichtig ist.

Aktuelle Informationen aufgrund von Covid-19

„Die durch die Behörden erlassenen Ausnahmegenehmigungen zur Durchführung von Blutspendeterminen sind mit strikt einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen verbunden. Die notwendigen Maßnahmen werden umgesetzt:

  • Rückstellung bei Reisen in Risikogebiete sowie Länder außerhalb Deutschlands
  • Möglichkeiten zur Handdesinfektion
  • Fieber messen an der Aufnahme
  • Sicherheitsabstände im Wartebereich und zwischen den Spendeliegen
  • Reduzierter Spenderimbiss
  • Tragen eines Mundschutzes

Bei Betreten des Spendelokals, werden alle Spender dazu angehalten, die Möglichkeiten zurt Handdesinfektion zu nutzen. Generell kommen nur Menschen zur Blutspende, die sich gesund und fit fühlen. Wir bitten ausdrücklich alle, die sich krank fühlen, das Spendelokal erst gar nicht zu betreten. Das Fiebermessen bereits an der Anmeldung gibt zusätzliche Sicherheit.“

Allgemeine Informationen zur Blutspende

Blutspender sind „Lebensretter“. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen.

Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Dazu organisieren die DRK- Blutspendedienste in Deutschland rund 43.000 Blutspendetermine im Jahr. Nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt auf dieser Grundlage mehr als 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst NSTOB bis zu einem Alter von 72 Jahren (bis zum 73. Geburtstag) spenden. Frauen können 4-mal, Männer sogar 6-mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 8 Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender/innen ihren gelben oder digitalen Unfallhilfe- und Blutspenderpass sowie einen amtlichen Lichtbildausweis. 

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Pressebericht HNA 07.05.2020

Donnerstag, 7. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

90 000 Euro für die Bramburg

Förderung aus Denkmalschutzprogramm

Hann. Münden/Hemeln – 90 000 Euro fließen im Rahmen des Denkmalschutzsonderprogramms IX für 2020 in die Instandsetzung des Bergfrieds Bramburg. Die Ruine steht im Oberwesertal und gehört zur Gemarkung von Hemeln sowie zur Stadt Hann. Münden.

Sie stammt wahrscheinlich bereits aus dem 11. Jahrhundert und befindet sich im Naturpark Münden, am rechten Weserufer auf einem Steilhang des Bramwalds. Insgesamt stellt das Programm in diesem Jahr 385 000 Euro für den Denkmalschutz in der Region Göttingen zur Verfügung.

Die Bramburg ist eines von vier Projekten in Südniedersachsen, dem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am gestrigen Mittwochnachmittag einen Zuschlag erteilte, wie die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) mitteilten. Weiterhin gehen 175 000 Euro an die Heldenburg in Einbeck. Bei der im Jahre 1320 erstmals erwähnten Burg können jetzt die wichtigen Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Der Ratskeller in Moringen wird mit 100 000 Euro gefördert, die St. Jacobi Kirche in Osterode ist mit 20 000 Euro dabei.

„Alte Bauwerke und Denkmäler sind Zeitzeugen und spiegeln die Lebensumstände und Gegebenheiten früherer Zeiten wider. Es ist wichtig, diese für weitere Generationen zu erhalten. Daher sind wir froh und glücklich, dass mit dem Geld auch der Denkmalschutz in Südniedersachsen gefördert wird und die Schätze der Geschichte so für die Nachwelt erhalten werden können“, so die Bundestagsabgeordneten.  hbk

Pressebericht HNA 07.05.2020

Donnerstag, 7. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Abstandhalten klappt bei uns gut“

Viertklässler der Grundschule Hemeln lernen wieder im Klassenraum

VON THOMAS SCHLENZ

Hann. Münden – „Das mit dem Abstandhalten klappt bei uns gut“, sagt Daniela Banzhaf, die die Grundschule Hemeln leitet. Seit einigen Tagen dürfen, wie in ganz Niedersachsen, die Viertklässler wieder in die Schule gehen. In Hemeln sind das momentan fünf Kinder. Louis, Maximilian, Leonie, Miriam und Enya freuen sich, dass sie wieder gemeinsam lernen. „Wir haben vor allem unsere Freunde vermisst“, sagen sie.

Auf dem Schulflur sind momentan Abstände mit Markierungen abgesteckt, eine Tafel mit Strichmännchen erläutert die Abstandsregel, und ein Spender mit Desinfektionsmittel steht bereit.

Die Viertklässler dürfen wieder in die Grundschule Hemeln. Auf dem Foto sind zu sehen: Die pädagogische Mitarbeiterin Nadine Korf. Die Kinder 1. Reihe von links nach rechts: Louis, Maximilian, Leonie, 2. Reihe: Miriam, Enya. Foto: Thomas Schlenz

Gerne wäre sie mit der gesamten Kombiklasse 3 und 4 wieder an den Start gegangen, verrät Daniela Banzhaf: „Das wären 14 Schülerinnen und Schüler gewesen, es dürfen aber laut Erlass aktuell nur die Viertklässler in die Schule kommen.“ Die Drittklässler sollen nun nach jetzigem Stand ab dem 18. Mai folgen. Durch die kleine Lerngruppe von derzeit fünf Schülern sei es aber möglich, die Viertklässler zusammen zu unterrichten, während andere Schulen Klassen teilen müssten: „Hier sind wir als kleine Schule vor Ort im Vorteil“, so Banzhaf.

Für die anderen Schüler habe die Schule Lernmappen mit Aufgaben zusammengestellt. Dazu gibt es strukturierte Wochenpläne für die Eltern mit Zeitangaben. „Wir haben zum Beispiel festgelegt, dass die Kinder zuhause an einem Tag 45 Minuten Mathe machen sollen“, erklärt Banzhaf weiter. Die Aufgaben- und Arbeitsblätter würden entweder eingescannt und zum Beispiel per Mail versendet oder die Schüler könnten diese über ein persönliches Fach an der Schule austauschen.

Der Unterricht für die Viertklässler laufe indes etwas anders als sonst: Kooperative Lernformen, wie beispielsweise Gruppenarbeitsphase seien wegen der Abstandsregeln nicht möglich. „Die Kinder sitzen einzeln auf ihren Plätzen“, so Banzhaf. Da auch der Sportunterricht derzeit nicht erlaubt sei, versuche die Schule die ungewohnte Situation mit kreativen Aufgaben und Arbeitsformen am Platz auszugleichen. Dabei sei das soziale Lernen eigentlich sehr wichtig für die Schüler: „Der Kontakt mit Gleichaltrigen ist eigentlich nicht ersetzbar“, betont Banzhaf.

Dass zuerst die älteren Schüler in die Schule zurückkehren hält Daniela Banzhaf grundsätzlich für richtig: „Für die Erstklässler wäre es sicher nicht ganz so leicht, die Abstände einzuhalten“, ist sie überzeugt. Unklar sei noch, in welcher Form genau die Einschulung im nächsten Schuljahr stattfinden könne: „Wir alle erinnern uns noch an unseren ersten Schultag. Das ist doch etwas Besonderes, das normalerweise auch mit den Familienangehörigen groß gefeiert wird“, sagt Banzhaf nachdenklich. Sie hoffe daher, dass sich die Situation bis zur Einstellung im August weiter entspanne, damit auch die neuen Erstklässler später positiv an ihren ersten Tag in ihrer Schule zurückdenken könne. Trotz der Reglen und Einschränkung lobt Banzhaf die ihrer Meinung nach gute Unterstützung des Schuldezernats in Göttingen: „Die waren sogar sonntags erreichbar, darüber war ich sehr erstaunt“, so Banzhaf.

Abstandsregeln einhalten: Diese Tafel im Flur der Grundschule Hemeln zeigt, wie das geht.

Pressebericht HNA 27.04.2020

Montag, 27. April 2020, Mündener Allgemeine / Aus der Region

TSV Jahn Hemeln nach drei Jahren wieder oben

Tischtennisspieler schaffen nach zwei vergeblichen Anläufen den Aufstieg

Das erfolgreiche Team des TSV Jahn Hemeln: Holger Wallbach (von links), Werner Fenner, Thorsten Junker, Siegfried Grünewald und Heinz Ludewig. Foto: privat

Hemeln – Zweimal hatte es für die Tischtennis-Herren des TSV Jahn Hemeln in der 2. Kreisklasse West-Südwest „nur“ zur Vizemeisterschaft gereicht. Diesmal erreichte das Team um Mannschaftsführer Siegfried Grünewald sein Ziel und sicherte sich mit nur einer Niederlage souverän den Staffelsieg.

„Wir hätten schon im vergangenen Jahr an der Aufstiegsrelegation teilnehmen können, haben aber seinerzeit darauf verzichtet“, sagt Grünewald. Grund war eine anstehende Operation von Heinz Ludewig, bei der nicht abzusehen war, wann der TSV-Spitzenspieler wieder ins Geschehen würde eingreifen können. „Hätten wir geahnt, dass Heinz schon ein Vierteljahr später wieder dabei ist, dann hätten wir sicher nicht freiwillig für die 2. Kreisklasse gemeldet“, so Grünewald.

In der Hinrunde noch mit Werner Fenner an Position eins angetreten (Ludewig spielte vorsichtshalber an Nummer zwei), sah es für die Hemelner zunächst so aus, als würden sie wie schon im Vorjahr gegenüber ihrem ärgsten Konkurrenten TSV Speele/Nienhagen II erneut das Nachsehen haben. Ausgerechnet beim direkten Aufeinandertreffen der beiden bis dahin ungeschlagenen Teams musste Werner Fenner krankheitsbedingt passen und die Partie ging klar mit 7:2 an die gastgebenden Obergerichtler. Während sich Hemeln dann aber in der Rückserie (jetzt wieder mit Heinz Ludewig an Position eins) keine Blöße mehr gab und auch das Rückspiel gegen den (diesmal allerdings personell geschwächt angetretenen) TSV Nienhagen/Speele II klar mit 7:12 für sich entschied, leisteten sich die Speeler in der Rückrunde noch zwei Unentschieden und mussten sich so am Ende mit Platz zwei begnügen.

Mit diesem verdienten Meistertitel meldet sich der TSV Jahn Hemeln nun drei Jahre nach dem Abstieg in der 1. Kreisklasse zurück. Obwohl die Spieler nicht mehr die jüngsten sind (der Altersdurchschnitt liegt bei über 60 Jahren), wollen sie dort nicht der neue Punktelieferant sein. „Wir wollen auf jeden Fall mitspielen und die Klasse halten“, sagt Siegfried Grünewald. Und das ist den Hemelnern nach dieser starken Saison auch zuzutrauen.

Die Einzelstatistik: Heinz Ludewig (23:3 Punkte), Werner Fenner (12:8), Siegfried Grünewald (17:4), Holger Wallbach (5:5), Thorsten Junker (12:3).

Doppel: Grünewald/Wallbach 10:4, Ludewig/Junker 6:2, Ludewig/Fenner 7:0, Fenner/Grünewald 1:0.  per

Absage der Feierlichkeiten am 1. Mai 2020 in Hemeln

Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln e.V.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Liebe Vereinsmitglieder,

auf Grund der noch immer angespannten Lage in Bezug auf die aktuell grassierende COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat der Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln e.V. entschieden, das traditionelle „Maibaumaufstellen“ am Hemelner Dreschschuppen in diesem Jahr abzusagen.

Der Vorstand wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinsmitgliedern und deren Familien einen schönen 1. Mai und weiterhin viel Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Pressebericht HNA 18.04.2020

Samstag, 18. April 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Hochgeschätzter Mensch und Freund“

NACHRUF – auf Hemelner Walter Henckel

VON PETRA SIEBERT

Walter Henckel starb am 7. April. Foto: Petra Siebert

Hemeln – Der langjährige Hemelner Ortsheimatpfleger Walter Henckel ist im Alter von 87 Jahren am Dienstag, 7. April, gestorben. Durch seine große Fachkunde und die Liebe zu seinem Dorf hat er maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Dorfbildes beigetragen.

Für den Erhalt und Ausbau des Dreschschuppens sowie vieler Fachwerkhäuser hat sich Henckel engagiert eingesetzt. Seine Fachwerkführungen durch das Dorf werden unvergesslich bleiben.

Er und seine Familie kauften sich 1967 im Heimatdorf seiner Vorfahren ein Grundstück an der Weser und bauten dort ein Wohnhaus. Er war in Iserlohn als Geschäftsführer eines Architekturbüros tätig. Am 4. Februar 1971 bestellte ihn die Gemeinde Hemeln zum Ortsheimatpfleger. Mit dem Renteneintritt 1997 wurde Hemeln zu seinem Lebensmittelpunkt.

Als Vorstandsmitglied des Kultur- und Naturfördervereins Hemeln brachte sich Walter Henckel mit seinem großen Fachwissen, unter anderem als geprüfter Baumschutzexperte, mit Rat und Tat ein. Für den Verein war er Autor der Bücher „Die Marienkirche Hemeln“, das „Historische Fachwerkdorf Hemeln“ und „Am Weserradweg bei Hemeln“.

Seine Beiträge in der Hemelner Chronik 1984 und der Festschrift von 2009 sind von unschätzbarem Wert. Das Dorferneuerungsprogramm und die Wettbewerbe „Unser Dorf soll schöner werden“ (Goldmedaille im Bundeswettbewerb) und „Unser Dorf hat Zukunft“ (1. Platz im Regionalwettbewerb) hat Henckel engagiert begleitet und zum Erfolg geführt.

Seine Ideen und Ratschläge waren für alle Hemelner, die Vereine, den Kulturausschuss und den Ortsrat eine Bereicherung. Beim Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden engagierte sich Henckel 43 Jahre, davon zwölf Jahre als Vorsitzender. Für den Verein schrieb er das Buch „Werkzeuge und Geräte alter Berufe im Oberwesertal“. Ihm wurde die Ehrennadel in Gold sowie die Ehrenmitgliedschaft mit Ehrenvorsitz verliehen.

In Anerkennung seiner Verdienste zeichnete der Ortsrat Hemeln Henckel 2011 mit der höchsten Ehrung des Dorfes, der „Goldenen Ehrennadel der Ortschaft Hemeln“ aus. Als größte Auszeichnung wurde ihm das „Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. „Wir haben mit Walter Henckel einen hochgeschätzten Menschen und Freund verloren“, sagt Ortsbürgermeister Alfred Urhahn.

Nachruf Herr Walter Henckel

Am 07. April 2020 ist

Herr

Walter Henckel

im Alter von 87 Jahren verstorben.

Der Verstorbene war bis zu seiner schwerwiegenden Erkrankung im vergangenen Jahr fast 50 Jahre lang ehrenamtlich als Ortsheimatpfleger der Ortschaft Hemeln tätig.
In dieser Zeit hat er durch seine große Fachkunde und Liebe zu seiner Wahlheimat Hemeln maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Dorfbildes beigetragen und Hemeln zu unvergessenen Erfolgen bis auf Bundesebene beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wesentlich begleitet.

Rat und Verwaltung der Stadt Hann. Münden und der Ortsrat der Ortschaft Hemeln werden dem Verstorbenen in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.

Stadt Hann. Münden
Harald Wegener
Bürgermeister

Ortsbürgermeister
Alfred Urhahn
Ortsrat Hemeln