Samstag, 27. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Urhahn betont Bedeutung von mobilem Zentrum
Alfred Urhahn Ortsbürgermeister Hemeln (Foto: privat)
Hemelns Ortsbürgermeister Alfred Urhahn hat gegenüber unserer Zeitung die Bedeutung eines mobilen Impfangebots in Hann. Münden auch für die Ortschaft Hemeln betont: „Aufgrund der zeitgleichen Vollsperrung der Gemeindeverbindungsstraße Bursfelde-Löwenhagen und der L560 Hemeln-Ellershausen, ist die Erreichbarkeit des Impfzentrums in Göttingen Thema bei jedem Gespräch mit Hemelner Seniorinnen und Senioren“, schreibt Alfred Urhahn.
Per öffentlichem Personennahverkehr seien die vorgegebenen Stundentermine in Göttingen von vornherein nicht wahrnehmbar, kritisiert er.
Daher werde von vielen Hemelner Senioren die Forderung des Stadtrats und des Bürgermeisters nach einem Impfzentrum in Hann. Münden unterstützt. Als noch bessere Lösung werde von vielen ein Impftermin beim Arzt, besser noch, beim Besuch des Hausarztes vor Ort angesehen, so Urhahn weiter. „Dies wäre für die älteren Menschen in den Dörfern die Ideallösung, damit bei allen die Impfung vorgenommen werden kann“, so Hemelns Ortsbürgermeister Alfred Urhahn weiter. tsz
Montag, 22. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Eine Pastorin für zwei Gemeinden
Friederike Schweizer ist nach ihrem Vikariat in Bursfelde in die Region gezogen
VON PER SCHRÖTER
Altkreis Münden – Friederike Schweizer heißt die neue Pastorin der Kirchengemeinden Hemeln-Bursfelde und Niemetal-Bühren. Auch wenn die 30-Jährige wegen des Corona-Lockdowns noch nicht offiziell in ihr Amt eingeführt werden konnte, trat sie zum 1. Februar die Nachfolge von Philipp Mohnke-Winter an, der bereits vor einem knappen Jahr nach Hildesheim gewechselt war.
Friederike Schweizer ist die neue Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Bühren-Niemetal und Hemeln-Bursfelde. Hier an der Kirche Hemeln. Foto: Per Schröter
„Ich bin von den Menschen hier sehr herzlich aufgenommen worden und das hat sicher dazu beigetragen, dass ich mich nach kurzer Zeit schon unheimlich wohlfühle“, sagt Friederike Schweizer, die im Schwarzwald in der Nähe von Offenburg als Tochter eines katholischen Vaters und einer evangelischen Mutter aufgewachsen ist. „Meine Eltern entschieden, dass ich katholisch getauft werde“, erzählt sie. „Dadurch hatte ich das Glück, die Jugendarbeit in der katholischen Kirche mitmachen zu können, die mich sehr geprägt hat.“ Im Alter von 16 Jahren sei in ihr dann der Wunsch aufgekommen, für die Kirche zu arbeiten. „Ich habe dann aber gemerkt, dass ich mich als Frau in der evangelischen Kirche besser aufgehoben fühle und dort alles machen kann“, sagt Schweizer. Bevor sie dann in Mainz ihr Theologiestudium begonnen habe, sei sie konvertiert. „Allerdings fühle ich mich der katholischen Kirche nach wie vor sehr verbunden“, betont sie.
Nachdem Friederike Schweizer den Mann fürs Leben gefunden hatte, der aus der Nähe von Hannover stammt und mit dem sie inzwischen auch verheiratet ist, entschied sie sich dafür, in seine Nähe zu ziehen und ihr Vikariat in Sehnde zu absolvieren.
„Mit meinem Vikariatskurs war ich 2019 dann im Kloster Bursfelde und habe mich schon damals in die Region verliebt“, erzählt sie. Umso glücklicher sei sie gewesen, als das Angebot kam, die verbundene Pfarrstelle der beiden Kirchengemeinden Hemeln-Bursfelde und Niemetal-Bühren zu übernehmen. Inzwischen hat sie zusammen mit ihrem Ehemann das Pfarrhaus in Varlosen bezogen hat.
„Ich werde zunächst einmal zuhören und schauen, was die Menschen hier so brauchen, was Kirche geben kann und was ich geben muss“, sagt sie. „Ich möchte eine Kirche haben, in der jeder seinen Platz hat und niemand vor den Kopf gestoßen wird“, betont die junge Pastorin. „Es ist ja gerade unheimlich schwierig, sich zu begegnen und ich finde es sehr schade, dass ich hier nicht gleich so richtig durchstarten kann“, sagt Schweizer. Eines ihrer vordringlichen Ziele für die Zukunft sei es, mehr Jugendarbeit in ihren Kirchengemeinden zu machen. „Die Jugendarbeit war es ja schließlich auch, die mich so sehr geprägt hat.“
Aktuelle Information vom 18.02.2021: Die Vollsperrung der L560 wird ein weiteres Mal bis zum Freitag, den 26. Februar 2021 verlängert.
Aktuelle Information vom 13.02.2021: Die Vollsperrung der L560 wird bis zum Freitag, den 19. Februar 2021 verlängert, wie die Niedersächsischen Landesforsten bekanntgegeben haben. Aufgrund der akuellen Wetterverhältnisse konnten die geplanten Arbeiten nicht rechtzeitig fertiggestellt werden.
Wie am 21. Januar 2021 in der HNA zu lesen war, wird die Landesstraße 560 zwischen Hemeln und Ellershausen von Montag, 25. Januar 2021 bis Freitag, 12. Februar 2021 für Baumfällarbeiten voll gesperrt. Die Niedersächsischen Landesforsten informierte, dass die Bäume durch Trockenheit bereits abgestorben oder stark beschädigt seien und zur Verkehrssicherung gefällt werden müssen. Aus Sicherheitsgründen soll das Waldgebiet um die Landstraße in den drei Wochen der Arbeiten zudem nicht betreten werden.
Samstag, 13. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Sperrung von L 560 bis Freitag verlängert
Hemeln – Die Landstraße 560 (L 560) zwischen Hemeln und Ellershausen bleibt bis Freitag, 19. Februar, voll gesperrt. Das teilten die Niedersächsischen Landesforsten mit. Die aktuellen Wetterverhältnisse verzögerten die Forstarbeiten zur Verkehrssicherung im Bramwald, heißt es weiter. Dadurch bauche das Forstamt Münden länger, um die geschädigten Bäume zu fällen. Fußgänger werden gebeten, den Bereich der Fällarbeiten nicht zu betreten. jed
Samstag, 13. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Leserfoto: Hunderte Jahre alt
Foto: Ernst Schrader/NH
Die Marienkirche in Hemeln von der Veckerhäger Weserseite aus fotografiert. Die heutige Kirche wurde 1681 errichtet und hat damit schon viele schneereiche Winter erlebt. meb
Freitag, 12. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Bergfried droht zu verfallen
Sanierung der Bramburg soll dieses Jahr beendet werden
VON PER SCHRÖTER
Die Sanierung des Bergfrieds der hoch über der Weser gelegenen Burgruine Bramburg soll in diesem Jahr fortgesetzt und beendet werden. Foto: Per Schröter
Hemeln – Mit großem Aufwand ist im vergangenen Jahr ein Großteil des Bergfrieds der zwischen Hemeln und Glashütte gelegenen Burganlagenruine Bramburg saniert worden. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Das markanteste Gebäude der rechteckigen Bramburg ist heute die für ihr Alter insgesamt erstaunlich gut erhaltene Ruine des Bergfrieds. Obwohl weit oberhalb der Weser im Wald gelegen, ist der Turm mit seiner Höhe von 21,37 Meter, seinem Durchmesser von knapp zehn Metern und seinem bis zu dreieinhalb Meter dicken Mauerwerk schon von weither gut sichtbar. Nachdem sich jedoch dessen Fugenputz im Laufe der Jahrhunderte großflächig aufgelöst hatte, drohte auch der Bergfried zu verfallen.
„Weil es sich um eine der ältesten Burgruinen der Region handelt, und unsere Familie eine rund 680 Jahre währende Geschichte mit der Bramburg verbindet, fühle ich eine starke emotionale Verpflichtung, sie zu erhalten“, sagt der aktuelle Eigentümer Ernst von Stockhausen. Als erste Maßnahme hatte er deshalb bereits vor sieben Jahren eine Notsicherung veranlasst, bei der unter anderem Bewuchs entfernt wurde, der sich selbst im oberen Teil des Bergfrieds im Mauerwerk angepflanzt hatte. Außerdem wurde dem Turm ein schräges, hölzernes Dach mit einer Schutzfolie aufgesetzt, das bei Regen die Feuchtigkeit vom Turm ableitet. Nachdem das Gemäuer so reichlich Zeit hatte, komplett auszutrocknen, startete man im Juni vergangenen Jahres mit der eigentlichen Sanierung. Zunächst wurde ein Großteil des Bergfrieds eingerüstet und anschließend das Mauerwerk neu verfugt.
Ernst von Stockhausen Eigentümer der Bramburg
„Früher hätte man dafür normalen Zement benutzt, aber jetzt verwenden Spezialfirmen dafür Baumaterialien, die denen aus der Entstehungszeit des jeweiligen Bauwerkes sehr ähneln“, betont Ernst von Stockhausen. Diese Baumaterialien seien wesentlich langlebiger und würden auch von der Optik her dem Originalbild entsprechen. „Hauptziel der ganzen Aktion ist es dennoch, so viel wie möglich vom Originalputz zu erhalten“, sagt der 35-Jährige.
Da der neue Putz sechs frostfreie Wochen benötigt, um komplett durchzutrocknen, habe man im ersten Bauabschnitt nur etwa zwei Drittel der Gesamtfläche geschafft. „Der Plan ist, in diesem Jahr den verbleibenden Rest zu verfugen, die provisorische Dachkonstruktion wieder herunterzunehmen und die Bergfriedkrone wieder zu komplettieren“, sagt Ernst von Stockhausen. „Für unsere Familie alleine wäre die Sanierung nicht machbar gewesen“, sagt der Land- und Forstwirt, der die Gesamtkosten auf einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ schätzt.
Daher sei er umso dankbarer, dass ein Großteil der Kosten als Förderung vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz getragen werden.
Dankbar ist von Stockhausen auch den Denkmalpflegern Kim Kappes (Hannover), Burkhard Klapp und Sabine Momm (beide Hann. Münden), die das Projekt mit ihren fachlichen Expertisen begleitet hätten. „Jetzt hoffe ich, dass auch der Förderantrag für den letzten Sanierungsabschnitt bewilligt wird“, sagt Ernst von Stockhausen. Dann nämlich könnten die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden und der Bergfried endgültig in neuem Glanz erstrahlen.
Donnerstag, 11. Februar 2021, Mündener Allgemeine / Titelseite
Biergarten im Winterschlaf an der Weser
Foto: Sabine Pape/nh
Auch im Gasthaus „Zur Fähre“ in Hemeln ist der Winter eingezogen. Dieses Bild hat uns Sabine Pape geschickt. Die dicke Schneeschicht auf Tischen und Stühlen hat sich innerhalb weniger Tage aufgetürmt, wie an vielen anderen Orten im Altkreis Münden seit dem Wintereinbruch zu Beginn der Woche. Im Hintergrund ist Veckerhagen zu erkennen. Dort liegt auch die Fähre, die die beiden Dörfer über die hessisch-niedersächsische Grenze verbindet. Der Betrieb ist derzeit aufgrund von Hochwasser eingestellt. Weitere Winterfotos aus der Region sehen Sie im Lokalteil. Senden Sie uns ihre Bilder per E-Mail an hann.muenden@hna.de. kim