ACHTUNG: Die Veranstaltung fällt wetterbedingt aus!



Hemeln – Nach fünf Jahren mit Leonardo Marino an der Seitenlinie hatte sich der TSV Jahn Hemeln für einen anderen Trainer der 1. Fußballmannschaft entschieden. Auch der neue Mann auf der Bank, Daniel Wenzel, fährt meistens mit der Weserfähre zum Training. Denn auch der 28-Jährige kommt aus Reinhardshagen. Wir haben am Rande des Angercups mit ihm gesprochen.
Sie haben ja mit Sönke und Wilko Wenzel zwei Ihrer Cousins in der Mannschaft. Bedeutet das, dass beide eine Einsatzgarantie erhalten?
(lacht) „Das bedeutet höchstens, dass sie die Garantie erhalten, nachdrücklich auf das Erscheinen beim Training hingewiesen zu werden. Wir wohnen alle gemeinsam auf einem großen Hof in Veckerhagen – da sind die Wege ja kurz.“
Was für eine Mannschaft haben Sie vorgefunden?
„Das ist derzeit für mich schwierig einzuschätzen, da viele Spieler noch gefehlt haben. Richtig los geht es für uns nach dem Angercup. Dann haben wir bis zum ersten Punktspiel am 27. August auch noch genügend Zeit.“
Wollen Sie viel verändern?
„Ganz gravierende Sachen sicher nicht, denn auch in den vergangenen Jahren wurde in Hemeln recht erfolgreich gespielt. Teilweise ist das Team aber unter seinen Möglichkeiten geblieben. Hauptsächlich werden wir dieAbwehr stabilisieren müssen, sodass wir hinten stärker werden. Es wurde ja kein einziges Mal zu null gespielt. Mein vorgesehenes System ist ein 3-4-2-1. Ich glaube, dass wir dazu die richtigen Spieler haben.“
Wie sieht denn das genaue Saisonziel aus?
(lacht) „Da halte ich mich noch etwas zurück; es gibt im Umfeld schon genügend Stimmen, die Forderungen stellen. Wie ich das hier mitbekommen habe, ist schon seit Jahren der Aufstieg das Ziel, aber für eine konkrete Aussage muss ich das Team und auch die gesamte 2. Kreisklasse erst mal besser kennenlernen.“
Finden Sie es auch schwierig, dass die Liga wieder auf neun Vereine reduziert worden ist?
„Ich finde es schade, dass man da wieder einen Schritt rückwärts gemacht hat, aber die Verantwortlichen werden sich dabei etwas gedacht haben. Wir in Hemeln haben es durch einige Spielverlegungen so hinbekommen, dass wir bis zum Ende der Hinserie kaum Leerlauf haben. Das ist für mich als Trainer schon wichtig.

Hemeln – Im 20. Jahr seit der Erstauflage des Turniers war es beim Hemelner Angercup besonders knapp: Nur aufgrund der besseren Tordifferenz gewann die 1. Mannschaft des TSV Jahn Hemeln vor der SG Jühnde/Scheden/Bühren.
„Das war wirklich eng, denn auch Jühnde hat ein richtig gutes Turnier gespielt“, sagte Hemelns Michael Rudolph. „Letztlich freue ich mich aber auch über die Tatsache, dass es unserem Verein zum allerersten Mal gelungen ist, sowohl das Herren- als auch das Altherrenturnier zu gewinnen.“
Im Vorfeld der Veranstaltung war erst mal jede Menge Arbeit der Vereinsmitglieder gefragt. Schließlich wird der Angerplatz nur alle zwei Jahre zum Fußballspielen genutzt. Deshalb galt es neben den gastronomischen Angeboten auch für die Sicherheit zu sorgen. Schließlich sollte nicht jeder Fehlschuss die Autos auf der angrenzenden Hauptstraße gefährden. So war eine interessante und auch widerstandsfähige Konstruktion von mit Holzpfeilern verstärkten Absperrgittern hinter den beiden Toren zu sehen.
Im Vorfeld der beiden Turniere hatte es mehrere recht kurzfristige Absagen von angemeldeten Mannschaften gegeben. Das erschwerte dem TSV Jahn die Organisation, die in Ferienzeiten ohnehin schon nicht leicht zu bewerkstelligen ist. Somit musste beispielsweise ein echtes Endspiel bei den Herren entfallen. Der Modus wurde in „Jeder gegen Jeden“ geändert. Dabei gewannen sowohl Hemeln I als auch Jühnde/Scheden/Bühren fünf von sechs Spielen und trennten sich im direkten Duell 0:0. Das Torverhältnis von 18:1 gegenüber 11:3 brachte die Entscheidung zugunsten des TSV Jahn. Auf den weiteren Plätzen folgten der TSV Wahmbeck, Bonaforther SV II, SG Werratal II, FC Grefenburg und Hemeln II.
Beim sogenannten Altherrenturnier der über 30-Jährigen am Freitagabend behaupteten sich ebenfalls die Gastgeber. Sie gewannen fünf der sechs Partien. Lediglich beim 0:0 gegen Landwehrhagen/Benterode wurden die Punkte geteilt. Letztlich lag Hemeln an der Spitze – mit drei Punkten Abstand auf die SG Reinhardshagen. Dritter wurden die Spieler des TSV Meensen vor der SG Landwehrhagen/Benterode, SG Bühren/Scheden und dem TSV Jühnde. Michael Rudolph bedankte sich auch bei den vier Schiedsrichtern Hartwig Dempewolf, Wassilios Sideras, Arnd Rode und Wolfgang Rübenach, die die Begegnungen mit unerschütterlicher Ruhe leiteten. Als Dank gab es natürlich wieder „Hemelner Stracke“. mbr

Hemeln – In der Veranstaltungsreihe des „Kul-türchen im Liederhof Hemeln“, Trift 24, gastiert am Sonntag, 6. August, ab 17 Uhr die Kasseler Rockband „Beeline“.
Das Trio präsentiert sein erstes Programm nach der Coronazeit mit vielen Eigenproduktionen und einigen Coverversionen bekannter Rocktitel. Old School/Classic Rock wäre zu simpel, Alternative- oder Indie-Rock zu hoch gegriffen, so heißt es in der Einladung. Ehrliche, gerade und schnörkellose Rocksongs, immer mit Ohrwurmcharakter, machen die Musik von Beeline attraktiv und zuhörenswert, laden aber auch zum Abtanzen ein. Dabei bringt das Trio seine unterschiedlichen Hörgewohnheiten ein und lebt von der langjährigen Erfahrung der drei Musiker, die in Arrangements facettenreich gestaltet und in die Bühnenshow von Beeline bunt und ideenreich einfließt, heißt es in der Einladung weiter.
Der Eintritt ist frei. Der Verein bittet um Spenden zugunsten der Band. Das Konzert findet draußen (überdacht) statt, für ältere Besucher stehen auch Sitzplätze zur Verfügung.
Aus organisatorischen Gründen bittet der Veranstalter um eine Anmeldung… pgl

Hemeln – Ins Café-Stübchen, im Gästehaus am Weser-Radweg Hemeln hatte die Kirchen-Seniorengruppe unter der Leitung von Hella Lehmann und Marion Richter kürzlich eingeladen.
Zwei Tage lang gab es Kaffee und Kuchen im Café-Stübchen und auf der Wiese unter den Linden an der gegenüberliegenden Hemelner Marienkirche.
Als „Ausrufer“ hat Willi Pape vom Seniorenkreis die Veranstaltung im Dorf angekündigt. Die Mitglieder des Seniorenkreises haben insgesamt 13 Blechkuchen und Torten gebacken.
Und die gingen weg wie warme Semmeln – so hatten die beiden Organisatorinnen und sechs Helferinnen aus dem Seniorenkreis alle Hände voll zu tun. Nach Abzug aller Kosten blieb ein Gewinn von insgesamt 520 Euro. „Es hat uns riesig Spaß gemacht und wir haben uns sehr gefreut, dass die Aktion so gut angenommen wurde“, sagte dazu Marion Richter.
Nicht nur Hemelner sind zum Kaffeetrinken gekommen, auch Fahrradtouristen auf der Durchreise hätten gerne einen Stopp eingelegt. „Die Gäste sind lange geblieben“, berichtete Katja Weddig, Besitzerin des Gästehauses am Weser-Radweg.
„Hier zu sitzen ist genussvoll“, habe ihr ein Gast gesagt, der das Ambiente und die „hervorragende Backkunst“ gelobt hat.
Mit dem Geld werde etwas Besonderes unternommen, heißt es von der Seniorengruppe. Das kann eine Theaterfahrt, ein Restaurantbesuch oder ein Konzertbesuch sein – das werden die Senioren dann bei ihrem nächsten Treffen abstimmen.
Die Treffen finden jeden ersten Donnerstagnachmittag im Monat im Pfarrhaus statt. Wer Lust hat, dabei zu sein, ist dort herzlich willkommen.

Hemeln – Am kommenden Wochenende veranstaltet der TSV Jahn Hemeln wieder den traditionellen Anger-Cup. Ein Kleinfeldturnier, das nicht auf dem Sportplatz Lohberg, sondern auf dem Dorfanger, mitten in Hemeln ausgetragen wird.
Seit 2003 findet das Turnier im Zweijahresrhythmus statt und musste lediglich 2021 wegen der Coronapandemie eine Pause einlegen.
Trotz des Ausfalls vor zwei Jahren und trotz der heutzutage eher schwierigen Ausgangssituation, während der Sommerpause überhaupt Mannschaften für eine solche Veranstaltung zu bekommen, ist es dem TSV gelungen, ein interessantes Teilnehmerfeld zusammenzustellen.
Das Altherrenturnier bildet den Anfang und wird am Freitagabend ausgetragen. Am Samstag findet das Herrenturnier statt.
Altherrenturnier
Jahn Hemeln, Landwehrhagen/Benterode, Bühren/Scheden, FC Niemetal, TSV Meensen, TSV Jühnde, Reinhardshagen (Freitag, 17 bis 20.40 Uhr)
Herrenturnier
Jahn Hemeln, Werratal II, Jühnde/Scheden/Bühren, 1. FC Gimte, Hemeln II, Grefenburg, Wahmbeck (Samstag, 17 bis 20.40 Uhr). Spielzeit: jeweils neun Minuten. mbr

Hemeln – Wie sich die Betreuung in Kindergärten in sechs Jahrzehnten verändert hat, wird in Hemeln ganz deutlich. Denn die evangelische Kindertagesstätte (Kita) besteht 60 Jahre. Aufgrund von Personalengpässen gab es zum diesjährigen Geburtstag nur eine kleine Feier, doch für die Kinder war der Tag doch besonders mit der Staufenberger Puppenbühne. „Im Laufe der Jahre haben sich Betreuung, Erziehung und Bildung kontinuierlich verändert und weiterentwickelt“, erzählte die Kita-Leiterin Sabine Grünewald. „Die Aufgaben und Anforderungen werden immer mehr“.
Inzwischen besuchen die Kinder und Enkelkinder der damaligen Besucher die Einrichtung.
Viele ältere Hemelner erinnern sich noch an ihre Kindergartenzeit und diese Erinnerungen sind nicht nur positiv. Sabine Grünewald hat einige Stimmen von Kindern der ersten Jahre eingefangen: Der Horror in der Anfangszeit war der Besenschrank. Wenn sich Kinder nicht an die Regeln hielten, wurden sie dort eingesperrt.
Auch das Zwangsschlafen haben viele Ehemalige in schlechter Erinnerung. Wenn sie sich unbeobachtet fühlten, haben sie anstelle von Schlafen unter der Bettdecke mit Autos gespielt. Wenn der Vorhang wieder aufgezogen wurde, kam die Erlösung. Wer nach einer Übungszeit das Schleife binden nicht beherrschte, musste alleine in der Küche so lange üben, bis eine Schleife zustande kam. Das Gespött der anderen Kinder traf die Betroffenen besonders hart. „Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei, das Wohl der Kinder steht bei uns oben an“, betonte Grünewald. „Wir sind froh, ein fester Bestandteil der Hemelner Infrastruktur zu sein, und sind dankbar für die gute Zusammenarbeit, Verbundenheit und Anerkennung“.
Und auch sonst hat sich in der Kindertagesstätte Hemeln in den vergangenen Jahrzehnten einiges geändert:
Früher
Die Kinder waren von morgens (8 bis 12 Uhr) bis nachmittags (13 bis 17 Uhr) in der Einrichtung, gingen zum Mittagessen nach Hause und wenn sie kamen, war Schlafen für alle angesagt. In den 80er-Jahren war der Kindergarten nur bis 12 Uhr geöffnet, im Laufe der Jahre wurden die Öffnungszeiten immer wieder verlängert.
Zu Beginn waren 30 Kinder in der Gruppe. Anfang der 90er-Jahre gab es zwei Gruppen mit insgesamt 40 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Zu Höchstzeiten wurden 45 Kinder in zwei Gruppen betreut. Es wurden nur Kinder aufgenommen, die keine Windel mehr benötigten. Im Gruppenraum standen viele Tische und Stühle, sodass die Kinder wenig Platz für Bewegung hatten. Die Milch wurde bis Ende der 80er-Jahre vom Bauernhof in der Nachbarschaft geholt. Wenn es Probleme mit den Kindern gab, wurden die Eltern einbestellt. Waldtage, Waldwochen, Bewegung in der Turnhalle und Schmiertage, an denen sich die Kinder draußen schmutzig machen durften, gab es nicht.
Heute
Die Kinder werden von 7.30 bis 15 Uhr betreut und es wird seit zehn Jahren ein warmes Mittagessen angeboten. Nur einzelne Kinder halten einen Mittagsschlaf. Seit 2003 werden Kinder ab zwei Jahren betreut, davon fünf Wickelkinder.
Zurzeit besuchen 25 Kinder von zwei bis sechs Jahren die Einrichtung. Im Gruppenraum stehen weniger Tische und Stühle, so haben die Kinder Platz für Bewegung. Lerngeschichten kommen bei den Kindern gut an, Entwicklungsgespräche mit den Eltern und Beobachtungsdokumentationen gehören in den Kindergartenalltag. Waldtage, Waldwochen, Bewegung in der Turnhalle und Schmiertage stehen regelmäßig an. Trotz der Veränderungen gibt es noch Spiele, die den gleichen Lernerfolg haben wie vor 60 Jahren, unter anderem Farbspiele, Zahlenspiele, Merk- und Denkspiele.
Das Team besteht aus drei Erzieherinnen, zwei Reinigungs- und Küchenkräften sowie einem Gärtner und Hausmeister.

Hemeln – Der Hemelner Andreas Bohle, Inhaber des Gasthauses „Zur Fähre“, ist am Freitag, 14. Juli, im Alter von 54 Jahren gestorben. Die Beerdigung findet am Montag, 24. Juli, 14 Uhr auf dem örtlichen Friedhof statt.
Den Menschen zugewandt, dem Ort, den Vereinen, Verbänden und Organisationen war er sehr verbunden. Ehrlichkeit, Einfühlungsvermögen, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Großzügigkeit, soziales Verhalten waren Tugenden, die ihn als besonderen Menschen auszeichneten. Erzählungen aus dem Ort zufolge hatte er zwei Fehler: Er konnte nicht „Nein“ sagen, und er wollte keine Veränderungen.
Bohle war Mitglied in vielen Vereinen und stand als Sponsor bei Anschaffungen immer zur Stelle, wollte aber nie öffentlich genannt werden. Er war einer der Hauptsponsoren, als es um den Erhalt der Hemelner Grundschule ging. Selbst sein Grundstück und seine Scheune hat er für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Politisch hat Andreas Bohle seine Meinung fest vertreten, war aber als SPD-Mitglied kein Sprachrohr für seine Partei.
Die Hemelner bringen ihm auch nach seinem Tod sehr viel Wertschätzung entgegen, die Trauer im ganzen Ort ist groß. Kein schlechtes Wort, keine Beschwerde oder Kritik wird über ihn laut. „Ich kenne keinen Menschen, der Andreas Bohle nicht mochte. Für Hemeln ist sein Tod ein großer menschlicher Verlust“, sagt Ortsbürgermeister Thomas Baake.
Er könne sich noch an die Geburt und Kindheit von Andreas erinnern, denn er habe damals in einem Haus von Andreas Bohles Großtante gewohnt. Später sei Andreas dann drei Jahre lang in einer Fahrgemeinschaft mit ihm und Dirk Wedekind zur Arbeit nach Göttingen gefahren.
Nach der Ausbildung hat er in Kassel erfolgreich den Diplomstudiengang Maschinenbau absolviert. Doch recht schnell ist er in den elterlichen Betrieb, das Gasthaus, eingestiegen.
Baake betont, dass Bohle für sich keinen großen Luxus eingeräumt hat, jedoch anderen hat er keinen Wunsch abschlagen können. Seine Steckenpferde waren Aktien und Politik. Er hat nach Darstellung des Ortsbürgermeisters nie im Vordergrund stehen wollen, er sei nie aggressiv oder ausfallend geworden. „Wenn Andreas ärgerlich war, hat er vor sich hin gebrummt“, erzählt Baake.
„So eine große und aufrichtige Anteilnahme habe ich bei keinem anderen Todesfall erlebt“, stellt Hemelns ehemaliger Bürgermeister Alfred Uhrhahn fest. „Für uns alle war die Nachricht des Todes von Andreas Bohle ein Schock“. In allen sozialen Medien habe sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitet. Auch Urhahn lobt die Großzügigkeit und Menschlichkeit des Verstorbenen. Er erinnert sich an die jüngste Aktion „Hemeln putzmunter“. Der Veranstalter habe dort einige Kisten Getränke für die Helfer geordert. Als es ans Bezahlen ging, habe Bohle abgewinkt. Ähnlich war es kürzlich beim Konzert des Musikexpress. Wegen großer Hitze im Dreschschuppen fehlte Mineralwasser, auch da sponserte er einige Kisten.
„Nicht nur in Hemeln ist man geschockt von der Nachricht des Todes von Andreas Bohle, auch in Münden breitete sich die Nachricht in Nullkommanix aus“, berichtet Dorfmoderatorin Nortrud Riemann. Auch sie erzählt, dass er Vereine immer großzügig unterstützt habe.
Beliebt sei Bohle auch bei vielen Jugendlichen im Ort gewesen. Ab 16 Jahren konnten sie bei guter Bezahlung aushelfen, Voraussetzung, sie brachten gute Schulnoten mit nach Hause. Trinkgeld durften sie behalten und unter sich aufteilen. Von den Jugendlichen hat Riemann gehört, dass er ein toller Chef gewesen sei. „Als Mensch wird Andreas in Hemeln fehlen, niemand könne je etwas Negatives über ihn sage, er war einfach ein netter Kerl.“
Als guter Freund war Dirk Wedekind einmal wöchentlich Gast in der „typischen Dorfkneipe“ wie er sagt. „Es war auch ein sozialer Treffpunkt“, macht Wedekind deutlich. „So beispielsweise habe ich für einen Rentner den kompletten Rentenantrag in der Gaststätte fertiggestellt“. Bohle habe über ein großes soziales Netzwerk verfügt. Er habe Menschen aus vielen Bereichen gekannt und hat Hilfe untereinander vermittelt. „Sein Einfühlungsvermögen und sein soziales Herz ließen ihn spüren, wenn es einzelnen Menschen nicht so gut ging. Bei finanzieller Knappheit wurde dann der Deckel vernichtet. Oder statt drei Getränken wurde nur eins, bei Speisen nur die Hälfte berechnet“, erzählt Wedekind.