Pressebericht HNA 07.02.2020

Freitag, 7. Februar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Baus erzählt von Promis

Hemelner „Kul-Türchen“ lädt für Sonntag ein

Hemeln – Der Verein Kul-Türchen auf dem Liederhof, Trift 24, lädt für Sonntag, 9. Februar, ab 17 Uhr unter dem Motto „Hemelner Sofa – Talk mit Werner Baus“ nach Hemeln ein, teilt Vorsitzender Peter Leppin mit.

Werner Baus: Das Bild zeigt ihn in seinem Musik-Radio und Kinomuseum in Helsa-Eschenstruth. Das Museum ist dauerhaft geschlossen. Foto: Brigitte Baus/nh

Werner Baus wird über seine Begegnungen mit zahlreichen Prominenten aus Film und Fernsehen erzählen. Seit 1957 sammelt er selbstspielende Musikinstrumente wie Spieluhren, Drehorgeln, elektrische Klaviere und Tonmöbel sowie Exponate der Kasseler Kinogeschichte.

Von sich selbst erzählt Baus, dass er anlässlich seiner Konfirmation im Jahr 1957 vom elterlichen Dachboden die großelterliche Spieluhr, aus dem Jahr 1895 holte, um sie den Gästen vorzuführen. Diese Spieluhr war sozusagen die Initialzündung zu seiner Sammlerleidenschaft. Erst im April 2019 wurde sein letztes Privatmuseum in Helsa-Eschenstruth geschlossen. Hunderte Dokumente der Kasseler Kinogeschichte sind in seinem Besitz. Im Laufe der letzten 47 Jahre als „Museumsmann“ sind über 300 Presseartikel über ihn erschienen. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.  sta

HINWEIS vom Verein Kul-Türchen: Die Veranstaltung wurde aufgrund der Unwetterwarnungen auf den 1. März 2020 verschoben. Uhrzeit und Ort bleiben unverändert.

Pressebericht HNA 06.02.2020

Donnerstag , 06. Februar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

FILMDREH Kloster Bursfelde ist Schauplatz für Dokudrama „Wann darf man schießen?“

VON KIM HENNEKING

Hann. Münden – „Soll ich schießen?“, fragt Werner von Haeften. Es ist still im Raum. Dietrich Bonhoeffer, Wolf Dieter Zimmermann und seine Ehefrau blicken den Offizier wie erstarrt an. Er könnte Adolf Hitler ermorden. Aber das spräche gegen die christliche Überzeugung der Widerstandskämpfer, die in einem Pfarrhaus bei Potsdam im Jahr 1942 beisammensitzen. Doch sie ahnen, wenn sie nichts tun, könnte Schlimmeres passieren.

Bei den Dreharbeiten im Kloster Bursfelde: Dietrich Bonhoeffer (Matthias Koeberlin), Werner von Haeften (Philippe Goos), Wolf-Dieter Zimmermann (Jacob Benkhofer) und Ehefrau Zimmermann (Patrizia Ilies) stellen sich die Frage: Darf man schießen, um Schlimmeres zu vermeiden? Fotos: Kim Henneking

Diese Szene spielt im Film mit dem Arbeitstitel „Mit Gott gegen Hitler“. Der Raum befindet sich im Kloster Bursfelde, dort wird zurzeit ein Dokudrama über den christlichen Widerstand gegen das NS-Regime gedreht. Die Hauptrollen spielen Matthias Koeberlin, der den evangelischen Pfarrer Dietrich Bonhoeffer verkörpert, und der Göttinger Theaterschauspieler Nikolaus Kühn, als katholischer Prior Laurentius Siemer.

In dem Widerstandskämpfer Bonhoeffer, der 1945 in einem KZ ermordet wurde, sieht Matthias Koeberlin einen mutigen und vorausschauenden Mann. „Ich freue mich, dass ich ihm ein Gesicht geben darf.“ In Zeiten, wo Menschen mit vergiftenden Tendenzen wieder Gehör finden, müsse man sich mit solchen Personen und Geschichten auseinandersetzen „und dem rechten Geschmeiß Kante zeigen“, sagt Koeberlin. Die Schuldfrage sei ein Dilemma für Bonhoeffer, sagt der Schauspieler: „Er versteht, es gibt Situationen, da kann ich nicht schuldfrei rauskommen.“

Weniger bekannt als Bonhoeffer ist Laurentius Siemer. Nikolaus Kühn, Schauspieler am Deutschen Theater Göttingen, spielt den Provinz-Prior, der den Krieg überlebte. „Für mich ist er ein wunderbarer stiller Held“, sagt Kühn über Siemer. Er habe sich nicht korrumpieren oder einengen lassen. „Was das ausgerichtet hat, sei dahingestellt“, sagt der Göttinger, der in Leipzig geboren und aufgewachsen ist. „Ich bin ein Wendekind, da gab es viele stille Helden.“ Für die Gesellschaft sei es wichtig, neben Bonhoeffer und Stauffenberg auch so jemanden zu hören.

In der Tat soll der Film nicht die Geschichte Dietrich Bonhoeffers erzählen, sagt Würzberg. Im Fokus stehe der christliche Widerstand und die zentrale Frage „Soll ich schießen?“. In 45 Minuten spannt die Dokumentation einen Bogen von 1929 bis Kriegsende 1945. „Es ist eine innere Reise vom preußischen Gehorsam zum Widerstand“, beschreibt Neumann den Konflikt der historischen Figuren.

Die Schauspieler mit dem Produktionsteam: Jacob Benkhofer (von links), Patrizia Ilies, Philippe Goos, Jochen Coldewey (Nordmedia), Tom Bresinsky (Kamera), Matthias Koeberlin, Ingo Helm (Regie), Anja Würzberg (NDR), Nikolaus Kühn, Thorsten Neumann (Produzent) und Harald Wegener (Komparse).

Die Dreharbeiten werden diese Woche abgeschlossen. Als Drehort habe sich das Kloster Bursfelde wunderbar geeignet, so Würzberg. „Die Räume wurden scheinbar nicht verändert“, sagt die Redakteurin. Für das Set wurden keine weiteren Möbel in das Geistliche Zentrum im Mündener Ortsteil transportiert. Außerdem werden dort täglich Gebete von Bonhoeffer gesprochen.

In den letzten Drehtagen herrscht im Kloster ein reges Treiben. Die Komparsen aus der Region – zu ihnen gehört auch Mündens Bürgermeister Harald Wegener – beobachten den Filmdreh und warten in Anzügen aus den 40er-Jahren im Eingangsbereich auf ihren Einsatz. Während der Aufnahmen im oberen Stockwerk herrscht Stille im ganzen Haus. Auf der Treppe steht eine Frau mit Mikrofon und ruft streng um Gehorsam, wenn jemand das Gebäude betritt: „Ruhe, wir drehen!“.

Dann ist ein Klatschen aus dem ersten Stock zu hören. Zwei Darsteller haben ihre letzte Szene abgedreht. Bald sind die Freiwilligen aus dem Raum Münden dran. Vielleicht erkennen die Zuschauer sie bei der Ausstrahlung im Hintergrund der Handlung.

Service: Der Film wird für den NDR produziert und dauert 45 Minuten. Er wird am 4. Mai um 23.30 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Pressebericht HNA 06.02.2020

Donnerstag, 06. Februar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Seit Jahrzehnten engagiert

TSV Jahn Hemeln hat verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Ehrung für Monika Gronemann zusammen mit Günter Lehne, Kassenwart des NFV-Kreises. Foto: Michael Rudolph/nh

Hemeln – Der TSV Hemeln hat bei seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung langjährige Mitglieder, die sich als Funktionäre verdient gemacht haben, geehrt oder mit der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt. Die Silberne Verdienstnadel des TSV Jahn Hemeln haben erhalten:

■   Siegfried Grünewald für viele Jahre als Spartenleiter Handball und 16 Jahre als stellvertretender Vorsitzender

■  Tobias Kühne für einige Jahre im Amt des Vereins-Jugendwartes, seit 2000 als stellvertretender Spartenleiter Fußball, seit 2017 als Spartenleiter

■   Martin Neumann für acht Jahre im Amt des Schriftführers, seit 2014 als Spartenleiter Jugendfußball aktiv und zwischenzeitlich zwei Jahre Mannschaftsbetreuer der zweiten Herren

■   Ellen Schucht für diverse Funktionen: Sie war mehrere Jahre als Sparten- und Übungsleiterin Mutter- und Kindturnen, Kinderturnen und Jugendtischtennis tätig. Außerdem steht sie bei Veranstaltungen immer zur Verfügung

Die Auszeichnung mit der Goldenen Verdienstnadel des Vereins haben folgende Mitglieder erhalten:

■  Susanne Jatho für jahrzehntelange Arbeit in diversen Sparten als Leiterin, Stellvertreterin und Übungsleiterin. Ihr Steckenpferd ist die Gesundheitsvorsorge

■  Fredi Müller für bereits über 30 Jahre als Gerätewart des Vereins, 20 Jahre als Mannschaftsbetreuer der 1. Seniorenmannschaft, rund 10 Jahre als Betreuer der Altherren-Fußballer und vier Jahre als Jugendbetreuer

■    Thomas Baake unter anderem für rund 30 Jahre in Leitung und Stellvertretung im Bereich Altherren-Fußball sowie bereits 15 Jahre Tätigkeit als Vereinsehrenamtsbeauftragter im NFV-Kreis Göttingen-Osterode. Am Abend konnte Jürgen Bühler, seit 56 Jahren Mitglied des TSV, zum Ehrenmitglied ernannt werden. Bühler war 1977 Mitinitiator und Gründungsmitglied der Sparte Fußball. 1995 übernahm er dort vier Jahre das Amt des Betreuers und Trainers. Zehn Jahre war Jürgen Bühler als Vize-Vorsitzender tätig.

Die Silberne Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen erhielt Angelika Seefried für jahrzehntelange Arbeit im Bereich der Damengymnastik als Übungsleiterin, Spartenleiterin und stellvertretende Spartenleiterin.

Die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes bekam Monika Gronemann überreicht. Sie stand als aktive Tischtennisspielerin von 1997 bis 2006 fast ein Jahrzehnt als Spartenleiterin an der Spitze der Tischtennisspieler. Nach dem plötzlichen Tod ihres Amtsvorgängers hat Gronemann im Jahr 2005 das Amt der Vorsitzenden übernommen und übt dieses seit 15 Jahren aus, teilt Vereinsehrenamtsbeauftragter Thomas Baake mit. Außerdem gab es für Gronemann die Silberne Ehrennadel des NFV-Kreises Göttingen-Osterode. Diese Ehre gab es für langjährige Vorstandsarbeit im Verein.

Da Gronemann im Vorfeld die Auszeichnung für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft in Form der Goldenen Treue-Ehrennadel erhalten hatte, gab es so drei Ehrungen für die Funktionärin.  kmn

Pressebericht HNA 28.01.2020

Dienstag, 28. Januar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Kampf um Sportler und Übungsleiter

TSV Jahn Hemeln blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr

Sportlich engagiert: Rüdiger Gerke (hinten von links), Michael Bischoff, Regina Gerke, Thomas Baake, Angelika Seefried, Frederick Rudolph, Angela Mechmershausen, Fredi Müller, Eleonore Schucht, Simone Kühne, Siegfried Grünewald, Tobias Kühne, Günter Lehne, Klaus Dressler sowie vorne von links Michael Rudolph, Monika Gronemann, Gerhard Herbig, Rolf Baake, Martin Neumann. Foto: Wibke Rudolph/nh

Hemeln – Der TSV Jahn Hemeln hat bei seiner Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Sportjahr 2019 zurückgeblickt. So hat der Verein im vergangenen Jahr sein Angebot erweitern können.

In der Sparte Kickboxen habe sich die Teilnehmerzahl auf einem guten Niveau gefestigt, berichtete die erste Vorsitzende, Monika Gronemann, die neben 44 Teilnehmern aus dem Verein und den Ehrenmitgliedern auch Ortsbürgermeister Alfred Urhahn, Klaus Dreßler vom Kreissportbund (KSB) und Günter Lehne vom NFV-Kreis Göttingen-Osterode begrüßte. Zwei Kickboxer nehmen im Frühjahr an einem Turnier teil. Die anderen Sparten würden sich über neue Teilnehmer freuen.

Zudem berichtete die Vorsitzende Gronemann von einem Sportforum des KSB zum Thema „Zukunft der Vereine“. Bei der dortigen Diskussion sei schnell klar geworden, dass viele Vereine um Ehrenamtliche, um Übungsleiter und um neue Mitglieder kämpften.

Bei den Vorstandswahlen wurden Monika Gronemann als erste Vorsitzende, Michael Rudolph als zweiter Vorsitzender, Wibke Rudolph als Kassenwartin, Katharina Schucht als Schriftführerin und Pressewartin sowie Fredi Müller als Gerätewart im Amt bestätigt.

Für den nach 16 Jahren aus dem Amt des zweiten Vorsitzenden ausgeschiedenen Siegfried Grünewald wurde Thomas Baake neu gewählt. tsz

Zahlreiche Mitglieder wurden geehrt

Die Ehrungen der Mitglieder : Für ihre 70-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Rolf Baake, Erich Beuermann, Friedrich Dannhauer, Gerhard Herbig und Rolf Koch ausgezeichnet.

Die Goldene Ehrennadel des Kreissportbundes für 50 Jahre Vereinstreue erhielten: Frank Baake, Michael Bischoff, Regina Gerke, Gisela Grünewald, Karin Henne, Uwe Jatho, Horst Scheidemann, Norbert Schröder und Michael Wilusz.

Die goldene Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen ging an Monika Gronemann, Angelika Seefried erhielt die silberne Ehrennadel.

Zudem erhielt Monika Gronemann die silberne Ehrennadel des NFV-Kreis Göttingen-Osterode für ihren Einsatz im Vereinsvorstand und für besondere Verdienste um den Fußballsport. Seit 40 Jahren Vereinsmitglieder und damit Träger der goldenen Ehrennadel sind: Iris Baake, Monika Gronemann, Simone Kühne, Martin Neumann, Frederick Rudolph, Anke Seeger sowie Klaus-Peter Sikora. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft bekamen überreicht: Anke Brandes, Norman Brüller, Thomas Brüller, Philipp Grünewald, André Hirschel, Kai Lotze, Laura Ludewig und Angela Mechmershausen. Die goldene Verdienstnadel des TSV „Jahn“ Hemeln erhielten: Susanne Jatho, Fredi Müller und Thomas Baake. Die silberne Verdienstnadel des TSV „Jahn“ Hemeln bekamen außerdem: Eleonore Schucht, Tobias Kühne, Martin Neumann und Siegfried Grünewald. tsz

Einladung zum Kinderkarneval 2020

Turn – und Sportverein „Jahn“ Hemeln e.V.

Einladung zum Kinderkarneval
am Samstag, den 22. Februar 2020
in der Walter-Kühne-Halle.

Ab 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr geht es für die kleinen Gäste mit der
ganzen Familie, bei Spiel, Spaß und Musik richtig rund.

Ab 18.00 Uhr startet die große Kinder- und Jugendkarnevalsparty für
alle Schulkinder.

DJ „Andre“ wird für die richtige Stimmungsmusik sorgen.
Die Disco endet um 20.30 Uhr.

Für Kaffee und Kuchen sowie das leibliche Wohl ist gesorgt!

Verkleidung und Turnschuhe nicht vergessen!

Es freut sich auf Euch „das Karnevalsteam“

Der Vorstand des TSV Jahn Hemeln

Pressebericht HNA 20.01.2020

Montag, 20. Januar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Stolz auf das Sportabzeichen

25 Kinder waren mit „Hoppel und Bürste“ aktiv

VON PETRA SIEBERT


Volle Konzentration: An dieser Station müssen die Kinder über unterschiedlich hohe und breite „Mooshaufen“ hüpfen. Tabea Zieseniß, Jano Kelzewski mit Hase Hoppel und Lucas Nguyen mit Igel Bürste leiten die Kinder an. Foto: Petra Siebert

Hemeln – Kindern auf spielerische Weise Lust auf Sport und Bewegung machen. Das ist das Ziel des Mini-Sportabzeichens, initiiert vom Landessportbund Niedersachsen und hier unterstützt vom Kreissportbund (KSB) Göttingen-Osterode.

Wie das genau geht, erfuhren jetzt 25 Kinder von zwei bis sechs Jahren der evangelischen Kindertagesstätte in Hemeln. Denn sie alle legten, in drei Gruppen aufgeteilt, das Mini-Sportabzeichen erfolgreich ab. Übungen mit laufen, rollen, balancieren oder werfen standen an. Die Erzieherinnen Andrea Jahnke und Tamara Koch sowie Ellen Schucht vom TSV Hemeln unterstützten Tabea Zieseniß, Koordinatorin Integration im und durch Sport, des Kreissportbundes.

Um alles ein wenig spielerisch zu gestalten, begleiten die Kinder den Hasen Hoppel (Praktikant Jano Kelzewski) und den Igel Bürste (FSJler Lucas Nguyen) auf ihrem Weg auf die andere Seite des Waldes zu der Freundin Frau Eule, denn sie hat Geburtstag. Doch unterwegs warten einige aufregende Abenteuer auf die Kinder und dabei können sie unter Beweis stellen, wie fit sie sind.

Eicheln und Nüsse sammeln die Kinder als Verpflegung, doch da kommt das Wildschwein Grunz, das die gesammelte Verpflegung haben möchte, also werfen sie die Nüsse und Eicheln in Form von Bällen ganz weit weg. Sie müssen dann über Mooshaufen hüpfen, einen Fluss über einen Baumstamm überqueren, an einem Apfelbaum hochspringen, um Äpfel zu pflücken, denn es hat sich Hunger eingestellt. Ein Sumpf wird an einem Ast schwingend überquert und auf seinem Rollboard sitzend, ziehen sie sich mit einem Seil über trockenen Boden. Nun noch einen Hügel runter rollen und schon haben sie das Haus von Frau Eule erreicht, um mit ihr zu feiern.

Erst standen die Kinder der fantasievollen Bewegungsgeschichte ein wenig skeptisch gegenüber, doch schnell hatten sie Spaß an den Übungen für das Mini-Sportabzeichen. Ziel der Aktion ist es, Kindern im Kindergartenalter Übungen anzubieten, die ihrem natürlichen Bewegungsdrang entsprechen und Lust auf mehr machen. „Das sind alles Übungen, die dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder entsprechen“, sagte dazu KSB-Geschäftsführer und Vorstandssprecher Klaus Dreßler, der als Gast gekommen war. Bewegung sei schon im frühesten Alter wichtig, weil sich die Gelegenheit zur ausgiebigen Bewegung vielen Kindern heute nur noch selten biete. So wird das natürliche Bedürfnis, den eigenen Körper und die Umwelt durch Bewegungsaktivitäten zu entdecken, stark eingeschränkt.

Am Ende bekamen alle Kinder eine Urkunde und einen Aufkleber, worauf sie sehr stolz waren. „Unser Ziel ist es, alle Kindertagesstätten im Landkreis Göttingen zu erreichen und so vielleicht auch eine Grundlage bilden, um eine Kindersportgruppe im Verein zu besuchen“, begründete Dreßler das Angebot.

Neujahrsempfang 2020

Silberne Ehrennadel der Ortschaft Hemeln für Karin Berndt, Goldene Ehrennadel für Willi Pape

Am 5. Januar 2020 hatte der Ortsrat Hemeln zum Neujahrsempfang in das Hemelner Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Der Empfang wurde durch den amüsanten Rückblick auf das vergangene Jahr von Erna (gespielt von Irmtraut Gralla) eröffnet. Auf Hemelner Platt und mit Seitenhieben auf die wichtigen Themen der Welt berichtete Erna über die vielen Veranstaltungen in Hemeln in 2019. Dieses Jahr mußte sie das leider ohne ihren guten Freund Wilhelm (Thomas Baake) machen, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

Ernas Rückblick auf das vergangene Jahr in Hemeln und der Welt (Film von: Andreas Noll)

Im Anschluss präsentierte Ortsbügermeister Alfred Urhahn seine Sicht auf das abgelaufene Jahr und ehrte einige Hemelnerinnen und Hemelner für ihr ehramtlichen Engagement. Dieses Jahr bedankte sich Urhahn im Namen des Ortsrates beim Team von „Gemeinsam schmeckt’s besser“ für ihre monatlichen Mittagessen-Treffen im Pfarrhaus. Andreas Noll wurde für sein Engagement für die Hemelner Homepage als „Mann des Jahres“ geehrt. Anschließend bekamen Karin Berndt die silberne Ehrennadel und Willi Pape die goldene Ehrennadel der Ortschaft Hemeln für ihre langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten verliehen.

Ein Dankeschön vom Ortsrat Hemeln an das Ehrenamt. Von links nach rechts: Karin Berndt, Ortsbügermeister Alfred Urhahn, Ingelore Habenei, Elfriede Ludewig, Nortrud Riemann, Willi Pape, Andreas Noll (Foto: Petra Siebert, HNA)

Im Anschluß berichtete Martin Koch über die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Hemeln. Angelika Seefried und Wolfgang Bury stellten die Arbeit des DRK Ortsverbandes Hemeln vor. Großes Interesse fand die Vorführung von Bury zur Benutzung des Außen-Defibrillators, der letztes Jahr für Hemeln angeschafft werden konnte und am Gemeindebüro für Notfälle zur Verfügung steht. Abschließend richteten Nortrud Riemann als stellvertretende Bürgermeisterin von Hann. Münden und der Reinhardshäger Bürgermeister Fred Dettmar einige Worte an die Gäste, darunter auch viele Hemelner Neubürger. Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung mit lockeren Gesprächen bei Bockwurst und Getränken aus.

Wir freuen uns auf den nächsten Neujahrsempfang in 2021, dann hoffentlich auch wieder mit einem gesunden Wilhelm für den dann fälligen Jahresrückblick.

Hier noch einige Impressionen vom Neujahrsempfang:

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(Alle Fotos: Andreas Noll)

Pressebericht HNA 09.01.2020

Donnerstag, 9. Januar 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Hier stimmt die Chemie“

Beim Neujahrsempfang in Hemeln wurde Freundschaft betont

VON PETRA SIEBERT

Mit zahlreichen Kassenbons, die ihr auch noch aus der Handtasche fielen, stolperte Erna (Irmtraud Gralla) ins Hemelner Feuerwehrgerätehaus, in dem in diesem Jahr der Neujahrsempfang stattfand.

Ließ das Jahr Revue passieren: Erna alias Irmtraud Gralla.

Von dieser verordneten Papierflut hält sie gar nichts. Das machte sie auch ganz deutlich und das alles natürlich wie jedes Jahr in Platt. Ihren Wilhelm (Thomas Baake) hatte sie diesmal nicht mitgebracht. Er hatte sich Silvester verkühlt und war krank.

Erna plauderte über dies und das und erwähnte dabei in äußerst humorvoller Art jede Veranstaltung die im vergangenen Jahr in Hemeln stattgefunden hat. Angefangen beim Neujahrsempfang, dem Osterfeuer und der Maibaumaufstellung, über die Kirmes, die Gesundheitswoche und die Theatervorstellungen bis hin zur Halloweenparty, dem Weihnachtsmarkt und dem lebendigen Adventskalender und alles was noch dazwischen lag. Dabei lobte sie den Zusammenhalt der Hemelner in den vielen Vereinen. Ein wenig ärgerte sie sich darüber, dass zeitgleich zum Neujahrsempfang nach Münden eingeladen wurde. 

Denn seit Jahrzehnten finde der Neujahrsempfang in Hemeln am ersten Sonntag im Januar statt, und der in Münden an einem Freitag. „Aber die Gäste in Münden werden enttäuscht sein, wenn sie in der Ansprache näheres zum Haushalt der Stadt Münden erfahren“, meinte Erna. „Das haben sich Bürgermeister Fred Dettmar aus Reinhardshagen und Mitglieder der Gemeindevertretung auch gesagt und sind hierhergekommen“, äußerte sie schelmisch. Die zurzeit herrschende Umwelthysterie könne sie nicht mehr nachvollziehen, und das Lied von der Oma als Umweltsau nannte sie derbe und schaurig.

Für Ortsbürgermeister Alfred Urhahn blieb nach dem ausführlichen Rückblick von Erna noch der Ausblick für das begonnene Jahr. Doch zunächst dankte er allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement und nahm einige Ehrungen vor. Außerdem begrüßte er die rund 30 Neubürger, von denen einige gekommen waren.

Alfred Urhahn (zweiter von links) ehrte auch Hemelner für besonderes Engagement: Karin Berndt (links), Andreas Noll (rechts), Willi Pape (zweiter von rechts), Ingelore Habenei (dritte von links), Friedel Ludewig (Mitte) und Nortrud Riemann (dritte von rechts).

Im neuen Jahr soll die Breitbandversorgung in Hemeln abgeschlossen werden. Außerdem berichtete er, dass der obere Sandweg als neues Baugebiet erschlossen wird. Man werde in dem Ort auch weiter um die Grundschule kämpfen.

Im Namen von Mündens Bürgermeister Harald Wegener richtete die stellvertretende Bürgermeisterin Nortrud Riemann Grüße aus. „Landesgrenze und Fluss können uns nicht trennen“, betonte Reinhardshagens Bürgermeister Fred Dettmar in einem Grußwort. Damit bestärkte er die enge Verbindung von Hemeln und Reinhardshagen. Auch begrüße er es, dass das Frühjahrs-Konzert des Musikexpress Hemeln diesmal in der Wesertalhalle in Reinhardshagen veranstaltet wird. „Hier stimmt die Chemie“, sagte er. Er machte in dem Zusammenhang deutlich, dass er sich in diesem Jahr wieder zur Bürgermeisterwahl aufstellen lässt. Denn die länderübergreifenden Maßnahmen und die Zusammenarbeit würden ihn dazu motivieren. 

Feuerwehr und DRK stellten ihre Arbeit vor

Martin Koch, Ortsbrandmeister Hemeln

Ortsbrandmeister Martin Koch informierte an dem Tag die Gäste über die Freiwillige Feuerwehr in Hemeln. Abgedeckt werden 25000 Quadratmeter Fläche mit den Ortschaften Hemeln, Glashütte und Bursfelde von 52 aktiven Feuerwehrleuten – davon sieben Frauen – die über drei Fahrzeuge verfügen. 

In Theorie und Praxis leisteten die Feuerwehrleute im Vorjahr 12700 Arbeitsstunden, davon 40 Prozent Praxis. Hinzu kommen noch 750 Stunden, die in das Ortsleben investiert wurden. Zehn Jugendliche – davon zwei Mädchen – gehören zur Jugendfeuerwehr, sie haben 1500 Stunden geleistet. Auch Ortsvereinsvorsitzende Angelika Seefried berichtete einiges zum DRK Ortsverein Hemeln, der seit 1952 besteht und derzeit 96 Mitglieder hat. Insgesamt leistet das DRK Helferteam jährlich rund 1800 ehrenamtliche Stunden. 

Angelika Seefried, DRK-Ortsvereinsvorsitzende

Das 17-köpfige Helferteam engagiert sich besonders in der Seniorenarbeit mit regelmäßigen Spielenachmittagen, Seniorentanz und -gymnastik. Hinzu kommen die Blutspendetermine und die Erste-Hilfe-Ausbildungen. Dies sei nur möglich, da Wolfgang Bury mit seiner 40-jährigen Erfahrung als DRK-Ausbilder zur Verfügung steht. Da Hemeln seit einiger Zeit über einen Außen-Defibrillator verfügt werden von Bury auch Einweisung angeboten.