Pressebericht HNA 27.04.2020

Montag, 27. April 2020, Mündener Allgemeine / Aus der Region

TSV Jahn Hemeln nach drei Jahren wieder oben

Tischtennisspieler schaffen nach zwei vergeblichen Anläufen den Aufstieg

Das erfolgreiche Team des TSV Jahn Hemeln: Holger Wallbach (von links), Werner Fenner, Thorsten Junker, Siegfried Grünewald und Heinz Ludewig. Foto: privat

Hemeln – Zweimal hatte es für die Tischtennis-Herren des TSV Jahn Hemeln in der 2. Kreisklasse West-Südwest „nur“ zur Vizemeisterschaft gereicht. Diesmal erreichte das Team um Mannschaftsführer Siegfried Grünewald sein Ziel und sicherte sich mit nur einer Niederlage souverän den Staffelsieg.

„Wir hätten schon im vergangenen Jahr an der Aufstiegsrelegation teilnehmen können, haben aber seinerzeit darauf verzichtet“, sagt Grünewald. Grund war eine anstehende Operation von Heinz Ludewig, bei der nicht abzusehen war, wann der TSV-Spitzenspieler wieder ins Geschehen würde eingreifen können. „Hätten wir geahnt, dass Heinz schon ein Vierteljahr später wieder dabei ist, dann hätten wir sicher nicht freiwillig für die 2. Kreisklasse gemeldet“, so Grünewald.

In der Hinrunde noch mit Werner Fenner an Position eins angetreten (Ludewig spielte vorsichtshalber an Nummer zwei), sah es für die Hemelner zunächst so aus, als würden sie wie schon im Vorjahr gegenüber ihrem ärgsten Konkurrenten TSV Speele/Nienhagen II erneut das Nachsehen haben. Ausgerechnet beim direkten Aufeinandertreffen der beiden bis dahin ungeschlagenen Teams musste Werner Fenner krankheitsbedingt passen und die Partie ging klar mit 7:2 an die gastgebenden Obergerichtler. Während sich Hemeln dann aber in der Rückserie (jetzt wieder mit Heinz Ludewig an Position eins) keine Blöße mehr gab und auch das Rückspiel gegen den (diesmal allerdings personell geschwächt angetretenen) TSV Nienhagen/Speele II klar mit 7:12 für sich entschied, leisteten sich die Speeler in der Rückrunde noch zwei Unentschieden und mussten sich so am Ende mit Platz zwei begnügen.

Mit diesem verdienten Meistertitel meldet sich der TSV Jahn Hemeln nun drei Jahre nach dem Abstieg in der 1. Kreisklasse zurück. Obwohl die Spieler nicht mehr die jüngsten sind (der Altersdurchschnitt liegt bei über 60 Jahren), wollen sie dort nicht der neue Punktelieferant sein. „Wir wollen auf jeden Fall mitspielen und die Klasse halten“, sagt Siegfried Grünewald. Und das ist den Hemelnern nach dieser starken Saison auch zuzutrauen.

Die Einzelstatistik: Heinz Ludewig (23:3 Punkte), Werner Fenner (12:8), Siegfried Grünewald (17:4), Holger Wallbach (5:5), Thorsten Junker (12:3).

Doppel: Grünewald/Wallbach 10:4, Ludewig/Junker 6:2, Ludewig/Fenner 7:0, Fenner/Grünewald 1:0.  per

Absage der Feierlichkeiten am 1. Mai 2020 in Hemeln

Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln e.V.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, Liebe Vereinsmitglieder,

auf Grund der noch immer angespannten Lage in Bezug auf die aktuell grassierende COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat der Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln e.V. entschieden, das traditionelle „Maibaumaufstellen“ am Hemelner Dreschschuppen in diesem Jahr abzusagen.

Der Vorstand wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinsmitgliedern und deren Familien einen schönen 1. Mai und weiterhin viel Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Pressebericht HNA 18.04.2020

Samstag, 18. April 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Hochgeschätzter Mensch und Freund“

NACHRUF – auf Hemelner Walter Henckel

VON PETRA SIEBERT

Walter Henckel starb am 7. April. Foto: Petra Siebert

Hemeln – Der langjährige Hemelner Ortsheimatpfleger Walter Henckel ist im Alter von 87 Jahren am Dienstag, 7. April, gestorben. Durch seine große Fachkunde und die Liebe zu seinem Dorf hat er maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Dorfbildes beigetragen.

Für den Erhalt und Ausbau des Dreschschuppens sowie vieler Fachwerkhäuser hat sich Henckel engagiert eingesetzt. Seine Fachwerkführungen durch das Dorf werden unvergesslich bleiben.

Er und seine Familie kauften sich 1967 im Heimatdorf seiner Vorfahren ein Grundstück an der Weser und bauten dort ein Wohnhaus. Er war in Iserlohn als Geschäftsführer eines Architekturbüros tätig. Am 4. Februar 1971 bestellte ihn die Gemeinde Hemeln zum Ortsheimatpfleger. Mit dem Renteneintritt 1997 wurde Hemeln zu seinem Lebensmittelpunkt.

Als Vorstandsmitglied des Kultur- und Naturfördervereins Hemeln brachte sich Walter Henckel mit seinem großen Fachwissen, unter anderem als geprüfter Baumschutzexperte, mit Rat und Tat ein. Für den Verein war er Autor der Bücher „Die Marienkirche Hemeln“, das „Historische Fachwerkdorf Hemeln“ und „Am Weserradweg bei Hemeln“.

Seine Beiträge in der Hemelner Chronik 1984 und der Festschrift von 2009 sind von unschätzbarem Wert. Das Dorferneuerungsprogramm und die Wettbewerbe „Unser Dorf soll schöner werden“ (Goldmedaille im Bundeswettbewerb) und „Unser Dorf hat Zukunft“ (1. Platz im Regionalwettbewerb) hat Henckel engagiert begleitet und zum Erfolg geführt.

Seine Ideen und Ratschläge waren für alle Hemelner, die Vereine, den Kulturausschuss und den Ortsrat eine Bereicherung. Beim Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden engagierte sich Henckel 43 Jahre, davon zwölf Jahre als Vorsitzender. Für den Verein schrieb er das Buch „Werkzeuge und Geräte alter Berufe im Oberwesertal“. Ihm wurde die Ehrennadel in Gold sowie die Ehrenmitgliedschaft mit Ehrenvorsitz verliehen.

In Anerkennung seiner Verdienste zeichnete der Ortsrat Hemeln Henckel 2011 mit der höchsten Ehrung des Dorfes, der „Goldenen Ehrennadel der Ortschaft Hemeln“ aus. Als größte Auszeichnung wurde ihm das „Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. „Wir haben mit Walter Henckel einen hochgeschätzten Menschen und Freund verloren“, sagt Ortsbürgermeister Alfred Urhahn.

Nachruf Herr Walter Henckel

Am 07. April 2020 ist

Herr

Walter Henckel

im Alter von 87 Jahren verstorben.

Der Verstorbene war bis zu seiner schwerwiegenden Erkrankung im vergangenen Jahr fast 50 Jahre lang ehrenamtlich als Ortsheimatpfleger der Ortschaft Hemeln tätig.
In dieser Zeit hat er durch seine große Fachkunde und Liebe zu seiner Wahlheimat Hemeln maßgeblich zur Entwicklung des heutigen Dorfbildes beigetragen und Hemeln zu unvergessenen Erfolgen bis auf Bundesebene beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wesentlich begleitet.

Rat und Verwaltung der Stadt Hann. Münden und der Ortsrat der Ortschaft Hemeln werden dem Verstorbenen in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.

Stadt Hann. Münden
Harald Wegener
Bürgermeister

Ortsbürgermeister
Alfred Urhahn
Ortsrat Hemeln