Sitzung des Ortsrat Hemeln am 03.12.2020

Stadt Hann. Münden
Postfach 1528
34335 Hann. Münden

Öffentliche Bekanntmachung

Hiermit lade ich zur Sitzung des Ortsrates Hemeln am Donnerstag, den 03.12.2020, um 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus im OT Hemeln, Sandweg 12, 34346 Hann. Münden ein.

Um den Gesundheitsschutz aller anwesenden Personen aufgrund der Corona Pandemie Rechnung zu tragen und zu beachtende Mindestabstände einzuhalten, ist die Anzahl der Plätze für Zuhörerlnnen gegenüber der üblicherweise möglichen Anzahl begrenzt. Es besteht die Verpflichtung im Gebäude und Sitzungsraum eine Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne der Nds. Corona-Verordnung zu tragen.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
  2. Feststellung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls der Sitzung des Ortsrates Hemeln am 29.09.2020
  4. Berichte des Ortsbürgermeisters und des Bürgermeisters
  5. Einführung einer offenen Ganztagsschule an der Grundschule Hemeln zum Schuljahresbeginn 2021/22 (BesV/0933/20)
  6. Einwohnerfragestunde
  7. Mitteilungen und Anfragen

Hann. Münden, 19.11.2020

gez. Urhahn
Ortsbürgermeister

Lindenbrüder sind auf dem Hemelner Friedhof aktiv

Arbeitseinsatz am Freitag, den 16. und Samstag, den 17. Oktober 2020

Bereits 1964, im Jahr ihrer Clubgründung, und 1965 waren die Mitglieder des Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln schon für das Hemelner Gemeinwesen ehrenamtlich auf dem Friedhof im Einsatz. Hatte man sich damals noch für die Erdarbeiten und die Erstellung der Fundamente beim Bau der Friedhofshalle tatkräftig verantwortlich gezeigt, so ging es dieses Mal, im Oktober 2020, um den Bau einer befestigten Kompostsammelstelle für den anfallenden biologischen Grabschmuck sowie für den Rasenschnitt.

Von links: Uwe Leck, Bernd Bührmann, Thorben Götte, Philipp Grünewald, Torsten Scholl, Thomas Baake u. Jürgen Schmidt. Nicht auf dem Foto: Andreas Mosig u. Markus Krumsiek (Foto: Anette Schmidt)

Als die Bitte des Kirchenvorstandes der örtlichen ev./luth. Kirchengemeinde Hemeln – Bursfelde an den Clubvorstand herangetragen wurde, ob sich die Lindenbrüder bei Bau einer neuen Kompoststelle personell einbringen könnten, war es für den Vorstand selbstverständlich diese Bitte positiv zu bescheiden. Ist die Unterstützung der Hemelner Dorfgemeinschaft doch eines ihrer satzungsgemäßen Clubziele.

Bei der Planung und der Veranschlagung des hierfür benötigten Baumaterials war ein in Hemeln wohnender leitender Mitarbeiter der Hann. Mündener Hoch- und Tiefbaufirma F.W. Kirchner Baugeschäft GmbH tatkräftig behilflich. Auch das benötigte Baumaterial sowie die Baumaschinen für die Arbeitsausführung wurden über das Mündener Unternehmen bezogen.

Am ersten Einsatztag zeigte der liebe Gott kein großes Einsehen für die arbeitswilligen Lindenbrüder. Es regnete ununterbrochen. Trotzdem waren die Lindenbrüder vom frühen Nachmittag bis zum dunkel werden an der Baumaßnahme aktiv. Bereits am frühen Samstag gingen die Arbeiten weiter und erst am frühen Abend – als das Tagwerk vollendet war – beendeten die fast ausschließlich zur älteren Garde der Lindenbrüder zählenden Helfer ihren Einsatz. Auch der Ehrenvorsitzende Willi Pape stattete dem Arbeitskommando einen kurzen Besuch ab.

An beiden Einsatztagen wurden die Helfer mit Essen und Trinken von den Mitgliedern des Kirchenvorstandes Annette Schmidt und Ute Schmidt-Mackenroth gut und reichlich versorgt.

Neu errichtete Kompostsammelstelle (Foto: Anette Schmidt)

Ein Dank der Lindenbrüder sowie des Kirchenvorstands geht an die Firmen F.W. Kirchner Baugeschäft GmbH sowie an die Zimmerei Grünewald, die einen für kurze Zeitraum benötigten Teleskoplader kurzzeitig zur Verfügung stellte.

Thomas Baake
Stellv. Pressewart der Lindenbrüder

Pressebericht HNA 24.11.2020

Dienstag, 24. November 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Einsatz für den Friedhof

Hemelner Lindenbrüder bauten Kompostsammelstelle

Hemeln – Zwei Tage lang hat der Hemelner Freundschafts-club Lindenbrüder auf dem Friedhof in Hemeln gearbeitet. Zweck des kürzlich stattgefundenen Arbeitseinsatzes war es, eine befestigte Kompostsammelstelle für den anfallenden biologischen Grabschmuck zu bauen.

Einsatz für die Dorfgemeinschaft: Der Freundschaftsclub Lindenbrüder baute eine Kompoststelle. Von links: Uwe Leck, Bernd Bührmann, Thorben Götte, Philipp Grünewald, Torsten Scholl, Thomas Baake und Jürgen Schmidt. (Foto: Annette Schmidt/nh)

„Am ersten Einsatztag zeigte der liebe Gott kein großes Einsehen für die arbeitswilligen Lindenbrüder“, berichtet der stellvertretende Pressewart Thomas Baake. „Es regnete ununterbrochen.“ Das hielt Uwe Leck, Bernd Bührmann, Thorben Götte, Philipp Grünewald sowie Torsten Scholl, Thomas Baake, Jürgen Schmidt, Andreas Mosig und Markus Krumsiek aber nicht von ihrem Vorhaben ab.

Unterstützung bekamen sie dabei von der Hoch- und Tiefbaufirma F. W. Kirchner Baugeschäft, die Baumaterial und Maschinen stellte sowie der Zimmerei Grünewald. Ein Mitarbeiter der Firma Kirchner half zudem bei der Planung und bei der Kalkulation des nötigen Baumaterials. Die Zimmerei Grünewald stellte kurzfristig einen Teleskoplader bereit.

Erfolgreich: Am Ende des Arbeitseinsatzes der Lindenbrüder auf dem Friedhof in Hemeln stand die befestigte Kompoststelle. (Foto: Annette Schmidt/nh)

Den Anstoß für die Arbeiten gab der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Hemeln-Bursfelde. Dieser wandte sich mit der Bitte um Unterstützung bei dem Bau der Kompoststelle an die Lindenbrüder. Da „die Unterstützung der Hemelner Dorfgemeinschaft doch eines ihrer satzungsgemäßen Clubziele“ ist, überlegten die Lindenbrüder nicht lange, sagt Baake.

Um sie bei ihrem Einsatz auf dem Hemelner Friedhof zu unterstützen, sorgten dann auch Annette Schmidt und Ute Schmidt-Mackenroth vom Kirchenvorstand für Verpflegung und Getränke.  sdr

Pressebericht HNA 16.11.2020

Montag, 16. November 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Hier ist das anders – und das tut gut“

Im Kloster Bursfelde bilden junge Menschen eine Kommunität auf Zeit

VON JULIA PENNIGSDORF

Stattliche Anlage im 40-Seelen-Ort: Das Kloster Bursfelde im Landkreis Göttingen beherbergt auch eine Glaubensgemeinschaft auf Zeit. Dort treffen sich zwölf Jugendliche in Intervallen, um Klosterleben zu leben. Foto: Swen Pförtner/epd

Bursfelde – Sie tragen einen grauen Umhang, Albe genannt, und sind auf der Suche – nach Gott, ihrem Glauben, ihrem Platz im Leben. Zwölf junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren lassen sich vom klösterlichen Leben der Benediktinermönche inspirieren.

Das evangelische Kloster Bursfelde ist eine ehemalige Benediktinerabtei aus dem Jahr 1093. Viermal innerhalb von neun Monaten kommen die jungen Menschen für jeweils drei bis sieben Tage hier zusammen, bilden eine ökumenische „Kommunität auf Zeit“ – und halten auch zwischendurch Kontakt via sozialer Medien und E-Mails. In Bursfelde aber möchten sie Kraft schöpfen aus der Spiritualität des Klosters. Gemeinsam beten sie, schweigen, arbeiten, essen, reden, singen und lachen – geeint auf der Suche nach ihrem Glauben im Alltag.

Einer von ihnen ist Rumen Grabow. Der Greifswalder zog nach seinem Abitur ins Wendland, um dort eine Bäckerlehre zu beginnen. „Ich pendelte immer nur zwischen der Arbeit und meinem Zuhause und wusste: Es fehlt etwas. Ich sehne mich danach, mit anderen über tiefere Themen zu sprechen, zum Beispiel die Frage, wie ich zu Gott stehe“, erzählt der 19-Jährige. „Das Klosterprojekt kam wie gerufen.“ Klaas Grensemann ist 49 und Referent im Kloster, er hatte die Idee für das Projekt. Der Diakon ließ sich von Justin Welby inspirieren. Der Erzbischof von Canterbury gründete 2015 in England die „Community of St. Anselm“, um jungen Christen aus der ganzen Welt die Chance zu geben, in einem Kloster ein Gemeinschaftsleben auf Zeit zu erleben. Das liegt auch Grensemann am Herzen. „Kirche bietet viel für Kinder und Jugendliche und dann wieder für Familien und Ältere“, sagt er, „aber zu wenig für das Alter dazwischen“. Der 49-Jährige möchte diese Lücke schließen. Die Resonanz gibt ihm Recht: In drei Wochen war die „Kommunität auf Zeit“ ausgebucht.

Eine Platz hat Louis Janik aus Hannover bekommen. Der 26-Jährige studiert Theologie und Biologie und freut sich, dass er in Bursfelde praktisch das leben kann, was er im Studium lernt. „Hier bin ich kein Beobachter, hier bin ich mittendrin im Klosterleben“, sagt er. Das bestätigt Grensemann.

„Wir spielen hier nicht Kloster, wir sind eine echte Klostergemeinschaft.“ Wilko Sieberns ist 25 und studiert Mathe in Münster. Er sagt: „Es gibt immer mehr Individualisierung. Jeder möchte das größte Stück vom Kuchen. Hier ist das anders. Und das tut gut.“

„Ora et labora“ – Gebete und Gartenarbeit: Die Tage im Kloster sind strukturiert. Um zwölf Uhr versammeln sich alle im Innenhof zum Mittagsgebet. Unter den ausladenden Ästen einer Buche stehen sie im Kreis, in graue Alben gehüllt, die Köpfe gesenkt. Es ist still. Nur ein Brunnen plätschert leise. Dann läuten die Glocken und Klaas Grensemanns Stimme erhebt sich zum Gebet. „Es ist toll, was passiert, wenn man diese Albe anzieht“, sagt Anneke Gerken mit leuchtenden Augen, „es ist ein eindrucksvolles, irgendwie heiliges Gefühl. Man wächst ein Stück.“

Die 21-jährige Oldenburgerin hat viele Monate eines einsamen Onlinestudiums hinter sich. Doch auch ohne Pandemie sei es nicht leicht, Gesprächspartner für das zu finden, was sie bewegt. „Mit meinen Freunden kann ich jedenfalls nicht einfach mal so über Gott und Glauben sprechen.“ Nach dem Mittagsgebet, die grauen Alben sind ausgezogen, versammeln sich alle im Speisesaal. Stille und Nachdenklichkeit sind fröhlichem Gelächter und Small Talk gewichen.

In Jeans und Sweatshirt stehen Wilko, Anneke, Rumen und all die anderen am Büfett und füllen sich ihre Teller mit Tortellini. Am Tisch geht es um die gleichen Themen wie in der Uni-Mensa: um Corona, um die Vor- und Nachteile von Onlinevorlesungen und um die vielleicht wichtigste Frage: Ist das RTL-Dschungelcamp jetzt eigentlich abgesagt?  epd

Pressebericht HNA 10.11.2020

Dienstag, 10. November 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

De Cheldümmetiusch

GESCHICHTEN AUF PLATT – Landeszentralbank

Irmtraut Gralla aus Hemeln – Foto: Andreas Noll/nh

Heijer un doa find’ me noch aan Chroschen un sso harre sseck in den Joahren oak beii ösek aan bettchen wat anesammelt. Eijentlich woll eck mie meinen Enkeldöchtern in Oasterfeerjen dat Cheld in Euro ümmetiuschen, oaver doa was dat wejen „Lockdown“ nich möchlich. Wenn me noch DM hett und will datt in Euro wesseln, kann me nich sso aanfach toa Spoarkasse choan. Dat moaket niur de Landeszentralbank in Chöttingen.

In Ssommerfeerjen was et oaver sso weiit. Weii hoat ösek mie de prallen Leinnenbuil un uisen Schnutenpullis up’n Wech noah Chöttingen moaket.

De Mäkens harren Ssorje, datt weii bloat nich toa loate ankumet, denn die Bank hett nur bis Middaggs upen. Weii ssind toa rechten Teidt anekum’n un vur de Dür stunden all Luie mie Taschen un Leinnenbuils in de Reije. Et chaff oak heijer de „AHA-Regeln“ un sso diurde et noch ‘ne halwe Stunne, bis weii in de Bank an de Kasse würn. Eck hoa dat Cheld in de Schufloade schüttet, de Bankbeamte namm dat Cheld un hett de Kindere vertellt, wat mie de DM passiert. Ha kamm Minuten löter mie Euros wier. „De poar Euro-Scheinne fur sson Hucken Cheld? Hett sseck de Cheldmascheine oak nich verreeket?“ fröcht meine achtjärije Enkeldochter. „Dat würe dat ierste Moal“, lachede de Bankbeamte hinder de Chlassscheiwe.

„Wat moake weii mie de Euros? Up dat Spoarboak?“ froge eck meine Enkeldöchtere. Wat was de Antwurt? „In de Corona-Teidt mütet weii doch de Jeschäfte understützen!“

Info: Haben auch Sie eine amüsante Situation erlebt, die sie auf Platt erzählen möchten? Dann schicken Sie sie an hann.muenden@hna.de oder per Post an Mündener Allgemeine, Kirchstraße 3, 34346 Hann. Münden.

Informationen zum Volkstrauertag am 15.11.2020

Heldenhain, Hemeln

Alle öffentlichen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag im Bereich der Stadt Hann. Münden wurden abgesagt. Kranzniederlegungen werden nur in kleinem Kreis unter Beachtung der Corona-Verordnung des Landes am Heldenhain und am Ehrenmal in Bursfelde durchgeführt.

Dankenswerter Weise hatten sich die „Lindenbrüder“, auch wenn die Kirmes ausgefallen ist, zur Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bereiterklärt. Unter den aktuellen Voraussetzungen und Gegebenheiten wurden jedoch auch die Haus- und Straßensammlungen abgebrochen.

Spenden an den VdK können per Überweisung auf das Konto IBAN DE72 2505 0000 0000 5574 21, Verwendungszweck: Hemeln, vorgenommen werden. Eine Geldspende kann auch im Briefumschlag (Namen, Straße vermerken) bis zum 30.11.2020 in den Briefkasten des Gemeindebüros (Hauptstr. 4, Hemeln) oder bei Alfred Urhahn (An der Glashütte 10, Glashütte) eingeworfen werden.

Im nächsten Jahr, 100 Jahre nach der feierliche Weihe durch den damaligen Pastor Knoke, wird die Gedenkveranstaltung wieder auf dem Heldenhain stattfinden.

Hann. Münden, 04.11.2020

gez. Alfred Urhahn
Ortsbürgermeister