Pressebericht HNA 16.06.2020

Dienstag, 16. Juni 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

TSV trauert um Ehrenmitglied

NACHRUF – Heinrich Wallbach wurde 83 Jahre alt

Hemeln – Der Turn- und Sportverein Jahn Hemeln trauert um sein langjähriges Mitglied Heinrich Wallbach. Wie der zweite Vorsitzende Michael Rudolph in einem Nachruf des Vereins mitteilt, ist Wallbach am 30. Mai im Alter von 83 Jahren gestorben.

Heinrich Wallbach lebte in Hemeln. Foto: Privat/nh

Heinrich Wallbach, genannt „Henner“, wurde demnach 2019 vom Kreissportbund Göttingen mit der Goldenen Ehrennadel für seine 70-jährige Mitgliedschaft in Sportvereinen geehrt. Er war 1983 Gründungsmitglied des SPD-Stadtbezirks Hemeln und wurde 1986 in den Ortsrat Hemeln gewählt, wo er bis 1991 die Interessen der Hemelner Bürger vertrat.

„Henner Wallbach war ein Mensch, der für seine Überzeugungen und seine Ideen einstand. Er war kein angepasster Typ, der um des lieben Friedens Willen mit der jeweiligen Mehrheitsmeinung mitschwamm. War er anderer Auffassung zu einem Sachverhalt, so erhob er hier auch seine Stimme und trat mit Vehemenz für seine Meinung ein“, schreibt Rudolph für den TSV.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1948 trat er in seinem Heimatort Vaake in den dortigen TSV ein, um Fußball zu spielen. Nach seiner Übersiedlung nach Hemeln begann er im TSV Jahn Hemeln zunächst Feldhandball zu spielen, schloss sich jedoch schon bald der Tischtennissparte an, in der er viele Jahre als Spieler, Trainer und Betreuer aktiv war.

Schon 1970 versuchte er, beim TSV eine Fußballsparte zu gründen, was jedoch am damaligen Vorstand scheiterte. Als 1977 doch eine Fußballsparte im Verein gegründet wurde, schloss sich Wallbach kurze Zeit später ebendieser an. Von 1982 bis 1990 war er an der Spitze des Hemelner Fußballs als Spartenleiter mit verantwortlich für den Aufstieg der 1. Mannschaft bis in die Kreisliga. Von 1982 bis 1988 bekleidete er auch die Funktion des Mannschaftsbetreuers.

Schon früh nach seinem Eintritt in den TSV Jahn Hemeln 1959, übernahm Henner Verantwortung. So übte er von 1962 bis 1966 vier Jahre lang das Amt des Sportwarts aus. Im Anschluss hieran wurde er sieben Jahre lang 2. Vorsitzender des Vereins. Im gleichen Zeitraum bekleidete er auch das Vorstandsamt des Schriftführers.

Der TSV Jahn Hemeln trauert mit seiner Familie um einen engagierten Sportkameraden und Mitbürger, schreibt Rudolph. Der Verein bedauere es, aufgrund der aktuellen Situation seinen Sportkameraden Heinrich Wallbach nicht auf seinem letzten Weg begleiten und ihm die letzte Ehre erweisen zu können.  kim

Pressebericht HNA 11.06.2020

Donnerstag, 11. Juni 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Stadt übernimmt Anleger in Bursfelde

Naturpark verschenkt Schwimmsteg

Hann. Münden – „Mit einem Corona bedingten Spätstart ist der Paddelbootanleger in Bursfelde jetzt startklar für die Kanuwanderer“, das teilt Julia Bytom, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Hann. Münden, mit. Denn die wird sich künftig um den Anleger kümmern, sie übernimmt die Unterhaltung und Pflege vom Naturpark Münden. Der hatte der Stadt den schwimmenden Bootanleger geschenkt. Bereits im Januar habe es dazu erste Gespräche gegeben: „Es war für uns selbstverständlich diese Schenkung anzunehmen und künftig selbst die Betreuung dieser über LEADER-Förderung angeschafften touristischen Infrastruktur für unsere Gäste aufrecht zu erhalten“, so Bürgermeister Wegener. Der Auf- und Abbau wird durch den Bereich Kommunale Dienste der Stadt Han. Münden übernommen.

Wieder einsatzbereit: Mitarbeiter des Bereichs Kommunale Dienste der Stadt Hann. Münden haben den schwimmenden Bootsanleger jetzt in Bursfelde zu Wasser gelassen. Foto: Julia Bytom

Für das diesjährige verspätete Einsetzen des Anlegers bittet Bürgermeister Wegener Kanuten und Gäste um Verständnis. „Bis Ende Oktober ist der Anleger jetzt eine bessere Möglichkeit, den touristisch besonders reizvollen Ort Bursfelde an der Weser mit seiner Klosteranlage und der dortigen Gastronomie zu Wasser und zu Land erreichbar zu machen.“ Hintergrund: Der Landkreis Göttingen hat im Rahmen eines gemeinsamen Projekts „Natur erleben – Wasserwandern als Naturerlebnis auf Werra, Weser und Fulda“ im Jahr 2007 einen schwimmenden Paddelbootanleger für den Ortsteil Bursfelde beschafft. Die Förderung des Projekts sieht eine Zweckbindung bis Ende 2021 vor. Der „Schwimmsteg“ dient seitdem als touristische Infrastruktureinrichtung zur Förderung des Kanuwanderns und Natur-Erlebens auf der Weser.

Im Frühjahr 2017 wurde der Bootssteg umfassend saniert und bis Ende November 2019 wurde der schwimmende Paddelbootanleger vom Naturpark Münden betreut, unterhalten und jährlich zu Saisonbeginn im April ins Wasser gelassen und spätestens am 1. November wieder herausgenommen.

Die Schenkung umfasst nicht nur den Steg, sondern auch Zubehör, Zugangsbrücke inklusive Abspannseilen, sowie die dazu gehörende Infotafel des Weserberglands und eine am Ufer fest montierte Hinweistafel „Gelbe Welle“ zum Anleger Bursfelde. Die Weiternutzung soll nachhaltig und längerfristig als touristische Infrastruktur erfolgen.  hbk

Pressebericht HNA 05.06.2020

Freitag, 5. Juni 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Das Klosterleben testen

In Bursfelde gemeinsam auf der Suche nach Spiritualität

VON WIEBKE HUCK

Bursfelde – Zeit für Gott, Zeit für Gemeinschaft und Zeit, um sich selbst besser kennenzulernen. Beim Klosterprojekt in Bursfelde kommen zwölf junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren aus ganz Deutschland zusammen, um eine ökumenische Gemeinschaft zu bilden – auf Zeit. Im Juli startet die erste Runde. Innerhalb eines dreiviertel Jahres treffen sich die Teilnehmer zu vier Kurseinheiten im Kloster in Bursfelde. Aber auch darüber hinaus sollen sie Kontakt halten und sich trotz Distanz als Gruppe sehen, erklärt Projektleiter Diakon Klaas Grensemann: „Kommunikation ist beispielsweise in dieser Zeit per Videokonferenz oder Chat möglich.“

Klosterleben auf Zeit: Die graue Albe, ein schlichtes, weites Gewand, wird von den Teilnehmern zum Gebet getragen. Foto: Klaas Grensemann /nh

Anmeldungen für dieses besondere Experiment sind noch möglich. Los geht es mit einem einwöchigen Grundkurs im Juli: „Der Rhythmus der Gebetszeiten trägt uns durch den Tag“, erklärt Klaas Grensemann. „Wir beten, arbeiten und feiern miteinander“, so der Diakon weiter. Die Teilnehmer sollen sich in der Gruppe durch das klösterliche Leben der Benediktiner inspirieren lassen, aber auch genug Zeit für sich selbst haben. „Äußeres Zeichen unserer Gemeinschaft ist das Tragen einer schlichten Albe während der Gebetszeiten.“

In den Kurseinheiten soll es um verschiedene Ausdrucksformen von Spiritualität gehen, das Christsein im Alltag und die Grundzüge des benediktinischen Lebens. Die Teilnehmer werden im Kloster arbeiten und gemeinsam pilgern, Aufgaben lösen und Erfahrungen teilen. Auf den Grundkurs folgen ein verlängertes Wochenende im Oktober, ein fünftägiger Kurs über den Jahreswechsel sowie ein viertägiger Abschlusskurs im März des kommenden Jahres. Da das Projekt auf drei aufeinanderfolgende Durchgänge ausgelegt ist, werden die Teilnehmer bei dieser letzten Zusammenkunft auf die Teilnehmer der neuen Runde treffen, die sich dort zum ersten Mal begegnen.

Pro Kurseinheit beträgt die Teilnahmegebühr 25 Euro, insgesamt entstehen den Teilnehmern also Kosten in Höhe von 100 Euro inklusive Verpflegung und Unterkunft. Dies sei nur möglich dank der wesentlichen Förderung des Projekts durch die Heinrich-Dammann-Stiftung, erklärt Klaas Grensemann. Inspiriert wurde das Bursfelder Klosterprojekt durch die Londoner Community of St. Anselm, wo bereits von jungen Erwachsenen erfolgreich eine Klostergemeinschaft auf Zeit gelebt wird. Auch in Bursfelde kommen bereits seit vielen Jahren regelmäßig junge Menschen zusammen, um sich gemeinsam auf die Suche nach Spiritualität und ihrer Verbindung zu Gott zu begeben und das klösterliche Ora et labora et lege – beten und arbeiten und lesen beziehungsweise lernen zu leben.

Das Klosterprojekt soll ihnen jetzt die Möglichkeit geben, um noch tiefer einzutauchen und einen intensiveren Zugang zu den klösterlichen Themen im Sinne der Benediktiner und zu sich selbst zu finden.

Informationen zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter kloster-bursfelde.de/klosterprojekt

Klaas Grensemann Diakon  Foto: Privat/nh

Pressebericht HNA 25.05.2020

Montag, 25. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Kirmes in Hemeln fällt aus

Dorf sagt weitere Veranstaltungen ab

Hemeln – Nach der Absage einer Reihe von Veranstaltungen, darunter Konzerte vom Musikexpress und das Aufstellen des Maibaums, fallen in den nächsten Monaten in Hemeln weitere kulturelle Höhepunkte aus. Darauf hat jetzt Hemelns Ortsbürgermeister Alfred Urhahn hingewiesen.

Dazu gehörten die vier Aufführungen „Modenschau im Ochsenstall“ des Theatervereins im Juni, für die die Schauspieler schon seit Wochen geübt hätten. „Auch die traditionelle Hemelner Kirmes am 2. Juliwochenende musste leider abgesagt werden“, so Urhahn. Das bedeute, dass in diesem Jahr erstmals seit 1975 kein Volksschützenkönig ausgeschossen werde. Die Weserbeleuchtung in Hemeln/Veckerhagen, eine der größten Freiluftveranstaltungen an der Oberweser, die für den 1. August geplant war, finde ebenfalls nicht statt. Abgesagt sei auch schon der Schützenball des KKSV am 5. September.

Darüber hinaus gebe es weitere Aktivitäten, die in Hemeln nicht stattfinden könnten. Urhahn nennt die Seniorennachmittage der Kirchengemeinde und des DRK, den Seniorentanz, die Veranstaltungen im Liederhof, das gemeinsame Essen im Pfarrhaus sowie „die zahlreichen sportlichen und musikalischen Aktivitäten und das Dorffest in Glashütte.“ Immerhin: Einen „Strammen Max“ oder eine Pizza könne man wieder in Hemeln verspeisen, so Urhahn.

Er hoffe, dass bald für alle Bereiche die Auflagen gelockert werden und alle Kinder wieder den Kindergarten und die Grundschule besuchen dürfen.  ems

Pressebericht HNA 09.05.2020

Samstag, 9. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

Ein kleines Stück Amerika in Hemeln

Kultur- und Naturförderverein pflanzte Baum des Jahres – Wahl der „Robinie“ ist umstritten

Hemeln – Wie in den Vorjahren wurde in Hemeln unter Federführung des Kultur- und Naturfördervereins Hemeln am Tag des Baumes wieder ein Exemplar des Baumes des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr war es eine Robinie. Sie steht wie die Jahresbäume der Vorjahre am Dreisch, direkt am Weserradweg, unterhalb des Campingplatzes, teilte Volker Meng vom Kultur- und Naturförderverein mit. Gespendet habe den Baum Hartwig Nellissen.

Die Robinie mit dem Spender Hartwig Nellissen. Foto: Kultur- und Naturförderverein/nh

Während in den vergangenen Jahren die Baumpflanzaktion unter großer Beteiligung der Hemelner Bürger, insbesondere des Kindergartens, der Grundschule und der Jugendfeuerwehr stattgefunden habe, habe dies diesmal wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ausfallen müssen. Nur wenige Personen hätten unter Wahrung aller Schutzmaßnahmen daran teilgenommen. Sie fand am 25. April statt. Die Pflanzung habe nicht verschoben werden können, da der Baum bereits vor langem bestellt und geliefert worden war.

Der Baum des Jahres, „Robinia pseudoacaia“, so berichtet Meng, wurde Ende Oktober vom „Kuratorium Baum des Jahres“ ausgewählt. Das Kuratorium sei ein Expertengremium in dem unter anderem auch der Deutsche Forstverein, der Nabu, der BUND und die Deutsche Dendrologische Gesellschaft Mitglied seien. Die Wahl der Robinie sei ungewöhnlich, so Meng, der als Technischer Leiter des Forstbotanischen Gartens und des Arboretums der Universität Göttingen selbst ausgewiesener Baumexperte ist.

Erstmalig in der 32-jährigen Geschichte des Kuratoriums sei keine heimische, sondern mit der Robinie eine fremdländische Baumart ausgewählt worden, was zu kontroversen Diskussionen insbesondere bei Naturschützern und Forstleuten gesorgt habe. Wie Meng erläutert, stammt die Robinie aus dem nord- bis südöstlichen Raum der USA. Der Baum kann je nach Standort 15 bis 20 Meter in Ausnahmefällen auch mal 25 Meter hoch werden, und Stammumfänge können bis fünf Meter in Ausnahmefällen bis sieben Meter erreichen. „Das absolute Highlight im Jahresverlauf der Robinie ist ihre gegen Ende Mai stattfindende, mitunter spektakuläre Blüte. Die weißen Blüten hängen in reichblühenden Trauben und haben einen intensiven Duft. Da die Blüte erst nach dem Abblühen unserer letzten Obstbäume erfolgt, stellt sie für Hummeln und Bienen eine ganz wichtige Nektarquelle dar.“ Es ist aber auch Vorsicht geboten. „Die sich später entwickelnden Hülsenfrüchte sind giftig, weshalb der Baum auch nicht in die Nähe von Kindergärten und Spielplätzen gepflanzt werden sollte“, sagt Meng.

Bei der Bewertung aus ökologischer Sicht werde die Baumart sehr kritisch diskutiert. „Eine ökologische Betrachtung sollte aber den gesamten Baum einbeziehen. Das heißt, hier sind nicht nur seine negativen Auswirkungen durch Nährstoffanreicherung und sein potenziell invasives Verhalten vor allem für trockene Naturschutzgebiete zusehen. Daher darf der Baum auch auf keinen Fall in die Nähe derartiger Naturschutzräume gepflanzt werden. Positiv ist aber seine Eignung als Klimabaum, seine späte Blütetracht und die Möglichkeit zumindest teilweise Tropenholz durch Robinienholz zu ersetzen.“  ems

DRK Blutspende-Termin am 20. Mai 2020

Die Blutspendemeisterschaft geht in die zweite Runde…

Mehr unter https://www.blutspendemeister.de/

Blutspendetermin in Hemeln am 20. Mai 2020 zwischen 16:00 und 19:30 Uhr in der Sporthalle.

Da bereits etliche Termin in anderen Ortschaften wegen ungeeigneten Räumlichkeiten abgesagt werden mussten, freuen wir uns, dass der Blutspendetermin in Hemeln stattfinden kann, da die Durchführung für die Versorgung sehr wichtig ist.

Aktuelle Informationen aufgrund von Covid-19

„Die durch die Behörden erlassenen Ausnahmegenehmigungen zur Durchführung von Blutspendeterminen sind mit strikt einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen verbunden. Die notwendigen Maßnahmen werden umgesetzt:

  • Rückstellung bei Reisen in Risikogebiete sowie Länder außerhalb Deutschlands
  • Möglichkeiten zur Handdesinfektion
  • Fieber messen an der Aufnahme
  • Sicherheitsabstände im Wartebereich und zwischen den Spendeliegen
  • Reduzierter Spenderimbiss
  • Tragen eines Mundschutzes

Bei Betreten des Spendelokals, werden alle Spender dazu angehalten, die Möglichkeiten zurt Handdesinfektion zu nutzen. Generell kommen nur Menschen zur Blutspende, die sich gesund und fit fühlen. Wir bitten ausdrücklich alle, die sich krank fühlen, das Spendelokal erst gar nicht zu betreten. Das Fiebermessen bereits an der Anmeldung gibt zusätzliche Sicherheit.“

Allgemeine Informationen zur Blutspende

Blutspender sind „Lebensretter“. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen.

Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15.000 Blutspenden benötigt. Dazu organisieren die DRK- Blutspendedienste in Deutschland rund 43.000 Blutspendetermine im Jahr. Nach strengen ethischen Normen – freiwillig, gemeinnützig und unentgeltlich. Das DRK deckt auf dieser Grundlage mehr als 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland ab.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienst NSTOB bis zu einem Alter von 72 Jahren (bis zum 73. Geburtstag) spenden. Frauen können 4-mal, Männer sogar 6-mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 8 Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender/innen ihren gelben oder digitalen Unfallhilfe- und Blutspenderpass sowie einen amtlichen Lichtbildausweis. 

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Pressebericht HNA 07.05.2020

Donnerstag, 7. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

90 000 Euro für die Bramburg

Förderung aus Denkmalschutzprogramm

Hann. Münden/Hemeln – 90 000 Euro fließen im Rahmen des Denkmalschutzsonderprogramms IX für 2020 in die Instandsetzung des Bergfrieds Bramburg. Die Ruine steht im Oberwesertal und gehört zur Gemarkung von Hemeln sowie zur Stadt Hann. Münden.

Sie stammt wahrscheinlich bereits aus dem 11. Jahrhundert und befindet sich im Naturpark Münden, am rechten Weserufer auf einem Steilhang des Bramwalds. Insgesamt stellt das Programm in diesem Jahr 385 000 Euro für den Denkmalschutz in der Region Göttingen zur Verfügung.

Die Bramburg ist eines von vier Projekten in Südniedersachsen, dem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am gestrigen Mittwochnachmittag einen Zuschlag erteilte, wie die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) mitteilten. Weiterhin gehen 175 000 Euro an die Heldenburg in Einbeck. Bei der im Jahre 1320 erstmals erwähnten Burg können jetzt die wichtigen Instandhaltungsarbeiten vorgenommen werden. Der Ratskeller in Moringen wird mit 100 000 Euro gefördert, die St. Jacobi Kirche in Osterode ist mit 20 000 Euro dabei.

„Alte Bauwerke und Denkmäler sind Zeitzeugen und spiegeln die Lebensumstände und Gegebenheiten früherer Zeiten wider. Es ist wichtig, diese für weitere Generationen zu erhalten. Daher sind wir froh und glücklich, dass mit dem Geld auch der Denkmalschutz in Südniedersachsen gefördert wird und die Schätze der Geschichte so für die Nachwelt erhalten werden können“, so die Bundestagsabgeordneten.  hbk

Pressebericht HNA 07.05.2020

Donnerstag, 7. Mai 2020, Mündener Allgemeine / Lokales

„Abstandhalten klappt bei uns gut“

Viertklässler der Grundschule Hemeln lernen wieder im Klassenraum

VON THOMAS SCHLENZ

Hann. Münden – „Das mit dem Abstandhalten klappt bei uns gut“, sagt Daniela Banzhaf, die die Grundschule Hemeln leitet. Seit einigen Tagen dürfen, wie in ganz Niedersachsen, die Viertklässler wieder in die Schule gehen. In Hemeln sind das momentan fünf Kinder. Louis, Maximilian, Leonie, Miriam und Enya freuen sich, dass sie wieder gemeinsam lernen. „Wir haben vor allem unsere Freunde vermisst“, sagen sie.

Auf dem Schulflur sind momentan Abstände mit Markierungen abgesteckt, eine Tafel mit Strichmännchen erläutert die Abstandsregel, und ein Spender mit Desinfektionsmittel steht bereit.

Die Viertklässler dürfen wieder in die Grundschule Hemeln. Auf dem Foto sind zu sehen: Die pädagogische Mitarbeiterin Nadine Korf. Die Kinder 1. Reihe von links nach rechts: Louis, Maximilian, Leonie, 2. Reihe: Miriam, Enya. Foto: Thomas Schlenz

Gerne wäre sie mit der gesamten Kombiklasse 3 und 4 wieder an den Start gegangen, verrät Daniela Banzhaf: „Das wären 14 Schülerinnen und Schüler gewesen, es dürfen aber laut Erlass aktuell nur die Viertklässler in die Schule kommen.“ Die Drittklässler sollen nun nach jetzigem Stand ab dem 18. Mai folgen. Durch die kleine Lerngruppe von derzeit fünf Schülern sei es aber möglich, die Viertklässler zusammen zu unterrichten, während andere Schulen Klassen teilen müssten: „Hier sind wir als kleine Schule vor Ort im Vorteil“, so Banzhaf.

Für die anderen Schüler habe die Schule Lernmappen mit Aufgaben zusammengestellt. Dazu gibt es strukturierte Wochenpläne für die Eltern mit Zeitangaben. „Wir haben zum Beispiel festgelegt, dass die Kinder zuhause an einem Tag 45 Minuten Mathe machen sollen“, erklärt Banzhaf weiter. Die Aufgaben- und Arbeitsblätter würden entweder eingescannt und zum Beispiel per Mail versendet oder die Schüler könnten diese über ein persönliches Fach an der Schule austauschen.

Der Unterricht für die Viertklässler laufe indes etwas anders als sonst: Kooperative Lernformen, wie beispielsweise Gruppenarbeitsphase seien wegen der Abstandsregeln nicht möglich. „Die Kinder sitzen einzeln auf ihren Plätzen“, so Banzhaf. Da auch der Sportunterricht derzeit nicht erlaubt sei, versuche die Schule die ungewohnte Situation mit kreativen Aufgaben und Arbeitsformen am Platz auszugleichen. Dabei sei das soziale Lernen eigentlich sehr wichtig für die Schüler: „Der Kontakt mit Gleichaltrigen ist eigentlich nicht ersetzbar“, betont Banzhaf.

Dass zuerst die älteren Schüler in die Schule zurückkehren hält Daniela Banzhaf grundsätzlich für richtig: „Für die Erstklässler wäre es sicher nicht ganz so leicht, die Abstände einzuhalten“, ist sie überzeugt. Unklar sei noch, in welcher Form genau die Einschulung im nächsten Schuljahr stattfinden könne: „Wir alle erinnern uns noch an unseren ersten Schultag. Das ist doch etwas Besonderes, das normalerweise auch mit den Familienangehörigen groß gefeiert wird“, sagt Banzhaf nachdenklich. Sie hoffe daher, dass sich die Situation bis zur Einstellung im August weiter entspanne, damit auch die neuen Erstklässler später positiv an ihren ersten Tag in ihrer Schule zurückdenken könne. Trotz der Reglen und Einschränkung lobt Banzhaf die ihrer Meinung nach gute Unterstützung des Schuldezernats in Göttingen: „Die waren sogar sonntags erreichbar, darüber war ich sehr erstaunt“, so Banzhaf.

Abstandsregeln einhalten: Diese Tafel im Flur der Grundschule Hemeln zeigt, wie das geht.