Pressebericht HNA 17.01.2023

Dienstag, 17. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Dell ist seit 63 Jahren dabei

MGV Concordia Hemeln ehrte seine Mitglieder

Ehrungen und Versammlung: Schriftführer Jürgen Bühler (von links), Hans-Werner Dell, Thomas Baake, erster Vorsitzender Sascha Jatho, Falco Holzkamp und Chorleiter Dr. Holger Bartels. Foto: julia bartels/nh

Hemeln – Vor Kurzem fand die Jahreshauptversammlung des MGV Concordia 1860 Hemeln statt.

Dabei wurden auch einige Mitgliedsehrungen nachgeholt, die in den vergangenen Jahren wegen der Pandemielage nicht vollzogen werden konnten, berichtet Julia Bartels vom Verein.

Eine besondere Ehrung wurde Hans-Werner Dell ausgesprochen, der zum Ehrenmitglied des MGV ernannt wurde. Hans Werner Dell ist seit 63 Jahren Mitglied und engagierter Sänger im Verein und hat sich darüber hinaus immer wieder hilfsbereit für den Verein eingesetzt, sei es bei Festen und Veranstaltungen, durch Renovierungsarbeiten am Vereinsheim oder als Raumwart und Hausmeister des Vereinsheims.

Für das Jahr 2021 wurden geehrt: Carsten Crämer für 25 Jahre Mitgliedschaft im Männergesangverein, Bernd Henne für 50 Jahre Mitgliedschaft, Siegfried Drüke und Friedel Dannhaue für 60 Jahre Mitgliedschaft.

Für das Jahr 2022 erhielt Thomas Baake für 25 Jahre Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel und Urkunde und Heinz Schucht für 50 Jahre die goldene Ehrennadel und Urkunde.

Mit Urkunde und Vereinsnadel wurde auch das jüngstes Vereinsmitglied Falco Holzkamp im MGV Concordia Hemeln willkommen geheißen. Falco Holzkamp ist seit Januar 2023 Mitglied im Verein und singt im aktuell laufenden Chorprojekt und dem Jugendchor Hemeln.

Für das Jahr 2023 sind bereits einige Veranstaltungen in Planung. Sascha Jatho, erster Vorsitzender des MGV Concordia 1860 Hemeln , versprach in seinem Jahresausblick seinen Sangesgeschwistern und dem Publikum ein abwechslungsreiches und buntes Programm, so berichtet Julia Bartels.  jed

Pressebericht HNA 13.01.2023

Freitag, 13. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Vorträge und Fahrten

Frühjahrsprogramm der Landfrauen

Hemeln – Für den Landfrauenverein Oberweser ist wieder ein interessantes Programm mit Vorträgen für das Frühjahr 2023 erarbeitet worden, teilt die 1. Vorsitzende Karin Berndt mit.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils mit Kaffee und Kuchen und alle Mitglieder sowie auch Gäste sind willkommen. Das Programm:

■  Donnerstag, 19. Januar: Vortrag zum Thema „Pflegegrade und Pflegeleistungen“ mit Gaby Quintscher vom Senioren- und Pflegestützpunkt Göttingen, 14.30 Uhr, im Vereinsheim des MGV Concordia, Weserstraße.

Die weiteren Veranstaltungen finden dann in der Gaststätte „La Dolce Vita“ auf dem Hemelner Campingplatz, jeweils ab14.30 Uhr wie folgt statt:

■  Dienstag, 14. Februar: Vortrag zum Thema „Demenz – oder einfach nur vergesslich“ mit Jutta Kindereit von der Alzheimer Gesellschaft.

■  Dienstag, 14. März: Annelie Thieme spricht über das Problem „Wechselwirkung bei Medikamenten“.

■  Mittwoch, 5. April : Jahreshauptversammlung für das Jahr 2022. Im Anschluss gibt es Gedächtnisspiele.

■  Donnerstag, 27. April: Marianne Görnandt informiert zum Thema „Letzte Hilfe und Trauerbegleitung“.

Auch ein Reiseprogramm steht zur Auswahl, dabei handelt es sich um reservierte Plätze in Zusammenarbeit mit einem Busunternehmen:

■  Fahrt nach Holland vom 28. bis 31. März zur Tulpenblüte und Ausflüge.

■  Fahrt in die Schweiz vom 25. bis 26. Mai mit Bus, Bahnen und Schiff.

■  Der Termin für die traditionelle Fahrt zum Spargelessen steht noch nicht fest.

■  Fahrt nach Berlin/Potsdam und Spreewald vom 15. bis 18. August.
■  Kurwoche in Marienbad/Tschechien vom 5. bis 12. September.  sta

Informationen bei Karin Berndt

Pressebericht HNA 12.01.2023

Donnerstag, 12. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Rückschau und Pläne für die Zukunft

Hemeln hatte zum Neujahrsempfang eingeladen

VON PETRA SIEBERT

Hemeln – Nach zweijähriger Coronapause stand wieder Neujahrsempfang in Hemeln, diesmal in den Räumen des Niedersächsischen Forstamtes Münden, in Hemeln an.

Dafür sprach Ortsbürgermeister Thomas Baake ein Dankeschön an die Forstamtsleitung aus.

Außerdem begrüßte er zunächst den Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn, Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg, Vertreter der Gemeinde Reinhardshagen mit Bürgermeister Fred Dettmar an der Spitze, Vertreter des Forstamtes, der Kirche, der Schule und der Kita, der Vereine und Verbände, viele Ehrenamtliche und die Menschen des Weserortes. Dem Kooperationspartner, der Fußballsparte des TSV Hemeln, dankte er für Bereitstellung der Getränke und einen Imbiss. Es sind Bockwürste von Hemelner Schweinen“, erwähnte er. Einigen ehrenamtlichen Gruppen, die Pflegearbeiten im Ort übernommen haben, sprach der Dank und Anerkennung aus.

Gute Nachbarschaft mit Wolfgang Bertelmann (Vorsitzender der Gemeindevertretung Reinhardshagen), Gerd Hujahn (Landtagsabgeordneter), Corina Fiege-Borchert (Erste Beigeordnete und stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Reinhardshagen), Fred Dettmar (Bürgermeister der Gemeinde Reinhardshagen), Tobias Dannenberg (Bürgermeister der Stadt Münden) und Thomas Baake (Ortsbürgermeister Hemeln).

Dann übergab er an die erst wenige Monate alte Plattdeutschgruppe des Kultur und Naturfördervereins Hemeln. Humorvoll, amüsant und originell war der Auftritt, in dem die Mitglieder erst einmal auf die Coronazeit zurückblickten. Eine verrückte Zeit der Hamsterkäufe, besonders von Toilettenpapier. Die Fußball-WM nahmen sie kritisch unter die Lupe und meinten, dass die Hemelner Fußballer diese Sportart besser beherrschen würden, die wären wohl nicht so früh rausgeflogen. Schnell wechselten sie dann zu den örtlichen Gegebenheiten, bei dem die Demonstrationen gegen die Schulschließung oben an standen.

Die Frauen und Männer in der Gruppe machten deutlich, dass man eine Schule, in der im vergangenen Jahr von den Schülerinnen und Schülern zwei erste Plätze errungen wurden, nicht einfach schließen kann.

Das waren der Ideen- und ein Plattdeutschwettbewerb mit Willi Pape und Bernhard Peters.

Die Auftritte des Musikexpresses und des Frauenchores, den Dorfflohmarkt und viele andere Veranstaltungen kommentierten sie in Platt. Autorin dieser Aufführung in Platt war Irmtraud Gralla. „Bis September 2026 wird in Münden keine Grundschule geschlossen“, machte Thomas Baake in seinem anschließenden Rück- und Ausblick deutlich.

Gleichzeitig startete er einen Aufruf, dass für die AGs in der Schule noch Helferinnen und Helfer gesucht werden. Er lobte den Zusammenhalt in dem Ort und gleichzeitig eine gute Zusammenarbeit mit der gegenüberliegenden Gemeinde Reinhardshagen.

Eine Machbarkeitsstudie zur Vertiefung interkommunaler Zusammenarbeit zwischen Hann. Münden und Hemeln gebe es bereits, „wir müssen sie jetzt mit Leben füllen“, so Baake. „Der Ortsrat Hemeln setzt seine Arbeit fort und wird sich weiterhin allen Herausforderungen stellen“.

Er wechselte zum Thema 50 Jahre kommunale Gebietsreform in Hann. Münden und nahm in diesem Zusammenhang einige Ehrungen vor (siehe unten).

Dr. Helmuth Freist, ehemaliger langjähriger (33 Jahre) Leiter des Lehrforstamtes Bramwald bei Hemeln bat, als Fachmann mit großen Kenntnissen der örtlichen Gegebenheiten zu den Fusionsplänen der Forstämter Münden und Reinhausen der Niedersächsischen Landesforsten zu sprechen.

Sein Ansinnen: Zwei Lehrforstämter lassen und alle einsetzen.

Ehrungen, Auszeichnungen und Belobigungen

Es freuten sich über Ehrungen und Belobigungen durch Thomas Baake (dritter von links) für Willi Pape (links), Eckhard Osenbrück, (zweiter von links), Hildegard Scholl, Ludolf Pape (dritter von rechts), Dirk Kühne (zweiter von rechts) und Bernhard Peters. Fotos: Petra Siebert

Ehrungen und Auszeichnung: Ludolf Pape: Letztes noch lebendes Gemeinderatsmitglied des Gemeinderats Hemeln der ehemals selbständigen Gemeinde Hemeln vor der Gebietsreform (Wahlperiode 1969 bis 1973).
Bernhard Peters: Mit Ludolf Pape die einzigen beiden noch lebenden Ortsratsmitglieder des ersten Ortsrats Hemeln (Wahlperiode 1973 bis 1976).
Hildegard Scholl: Erstes weibliches Ortsratsmitglied im Ortsrat Hemeln seit Entstehung des Ortsrats 1973 (Wahlperiode 1981 bis 1986).
Außerdem wurde sie mit der „Silbernen Ehrennadel der Ortschaft Hemeln“ ausgezeichnet, als Würdigung, Wertschätzung und Anerkennung für jahrelanges ehrenamtliches Engagement in Vorstandsfunktionen im Hemelner Vereinswesen sowie in der örtlichen Kommunalpolitik.
Belobigungen: Für herausragendes und verantwortungsbewusstes Handeln zum Wohle von Mitmenschen in lebensbedrohlicher Lage gingen an Eckhard Osenbrück, Dirk Kühne und Willi Pape. Sie erhielten jeweils eine Urkunde der Stadt Hann. Münden,  zpy

Pressebericht HNA 06.03.2023

Freitag, 6. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Wie Dörfer und Stadt verschmolzen

MÜNDENER ANSICHTEN – 50 Jahre kommunale Gebietsreform

VON STEFAN SCHÄFER

In Hemeln war man weit weg von der Stadt. Die Bewahrung dörflicher Kultur spielt bis heute noch eine ganz besondere Rolle. Die Dorfstraße um 1970. Fotos: stadtarchiv Hann. Münden/repro: stefan schäfer

Hann. Münden – Zehn Ortsteile und die Kernstadt bilden seit dem 1. Januar 1973 die Stadt Münden. Sie heißt zudem seit dem 1. Januar 1991 Hann. Münden. Emotional verlief für einige die Eingemeindung schon, waren es doch seit Jahrhunderten die Greben, Bürgermeister oder nach der damaligen Niedersächsischen Gemeindeordnung die Gemeindedirektoren, die für die Geschicke der Dörfer verantwortlich waren.

Fragt man die länger ansässigen Bewohner der Ortsteile, so werden sie sich sicherlich als Oberöder, Hemelner oder „Wiershüser“ bezeichnen. Ein Gimter ist ein „Hechtskopp“, weil dieser auf dem Gemeindewappen prangt. Wer sich bei denen unbeliebt machen wollte, sprach von „Krimpenfretern“, darunter verstand man grätenhaltige Kleinfische, die öfters als gewünscht das karge Mahl im Fischer- und Flößerdorf darstellten. Doch schon damals war der Wandel in den Dörfern spürbar. Leben und Arbeit in einem Dorf wurden zur Ausnahme. Einige Jahrzehnte zuvor konnte ein Bürgermeister bildlich gesprochen vom Küchentisch die laufenden Geschäfte der Verwaltung regeln. Doch die Ansprüche wuchsen rasant: Straßenausbau, Kanalisation und Stromversorgung, Erschließung von Baugebieten, aber auch als verlängerter Arm des Staates mit Meldewesen, Renten- und Sozialberatung, all das musste eine kleine Gemeindeverwaltung regeln. Dieses unvollständige Portfolio an Aufgaben macht deutlich, dass eine Bündelung und Professionalisierung der Aufgaben zwingend erforderlich wurde.

In Niedersachsen wurden diese Reformen in der Zeit von 1972 bis 1978 durchgeführt.

Sie wurden vor allem als Kreisreformen gedacht. Ebenfalls zum 1. Januar 1973 ging der Landkreis Münden im Landkreis Göttingen auf. 1971 unterbreitete die Stadt den Vorschlag, Atzenhausen, Barlissen, Speele und Lutterberg auch zu Münden einzugemeinden. An Mielenhausen hatte Dransfeld Interesse. Letztlich erarbeitete das Innenministerium den Gemeindezuschnitt.

Der Landtag verabschiedete am 20. November 1972 das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Kreis Göttingen. Nun schlossen die zehn einzugemeindenden Dörfer jeweils Gebietsänderungsverträge mit der Stadt. Im Rat der Stadt Münden machte man sich Gedanken darüber, dass man rund 5 Mio. DM Schulden aus den Gemeinden zu übernehmen habe. 4 Mio. DM stünden keine realen Gegenwerte gegenüber. Aber es gab auch Sahnestücke. Bonaforth, mit etwa 700 Einwohnern, hatte einen potenten Gewerbesteuerzahler, die Zellstofffabrik Alphalint. Stadtdirektor Karl-Wilhelm Lange kämpfte für die Stadt, denn er sah die Abwanderung von Behörden voraus, die auch folgen sollten. Die Verlegung der Forstlichen Fakultät nach Göttingen Ende 1971 hatte man noch vor Augen. Hierzu bilanzierte die Stadt, dass rund 200 Arbeitsplätze verloren gingen und ein Einwohnerverlust von 500 Personen hingenommen werden musste.

Nach der Eingemeindung verfügte die Stadt zum 30. Juni 1973 über 27 466 Einwohner (Vergleich 31. Dezember 2022, 24 254 Einwohner). Zu den ersten großen Aufgaben der Flächenstadt Münden gehörte die Entwicklung eines Industriegebietes entlang der Göttinger Straße aber auch der Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsteilen. Ein Rest der gemeindlichen Selbstbestimmung ist geblieben: Ortsbürgermeister und Ortsbürgermeisterinnen sowie Ortsrätinnen und Ortsräte kümmern sich um die Belange der Ortsteile.

So entsteht ein örtlicher Zusammenhalt, den die Kernstadt sich wünschen kann.

Pressebericht HNA 03.01.2023

Dienstag, 3. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Hier ist jedes Tier willkommen

Dr. Sören Düvel wird im Frühjahr eine Notfallpraxis in Hemeln eröffnen

VON PETRA SIEBERT

Dieser kranke Schwan wurde gesund gepflegt und dann wieder in die Freiheit entlassen. Foto: Petra Siebert

Hann. Münden – Immer wieder kommt es vor, dass Menschen sich hilfesuchend an die Feuerwehr wenden, weil sie verletzte oder geschwächte Entenvögel entdeckt haben. In den meisten Fällen werden diese Tiere dann von Feuerwehrleuten gerettet oder aus einer misslichen Lage befreit.

Doch selten können die gefiederten Kreaturen gleich wieder frei kommen, weil sie unterkühlt, geschwächt oder verletzt sind. Dann schlagen die Feuerwehrleute den Weg zur Tierarztpraxis am Feuerteich ein.

Auch verletzte oder geschwächte Marder und Waschbären haben Feuerwehrleute schon in die Praxis gebracht. Für Inhaber Dr. Sören Düvel und sein Team ist klar, dass die Patienten erst wieder in die Freiheit entlassen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ohne Hilfe in Freiheit überleben können. Manchmal bleibt allerdings nur der Weg, das Tier von seinen Qualen zu befreien, wie kürzlich der aus dem Eis gerettete Schwan. Kranke Schwäne zählen oft zu den Patienten. Auch Jungtiere, die ohne Mutter sind, finden bei Düvel und seiner Frau, der Tierärztin Dr. Katharina M. Tiersch, zunächst Unterschlupf in dem eigenen Freigehege in Hemeln, nahe der Weser.

In dem Auslauf hält die Familie Düvel Gänse und Hühner. Kommen verletzte Entenvögel werden sie zunächst behandelt und dann in der Einzäunung gesund gepflegt, bis sie wieder bei Kräften sind. „Stundenweise können sie das Gehege verlassen, die erste Zeit kommen sie freiwillig wieder, aber irgendwann wollen sie nicht mehr zurückkommen“, berichtet Düvel. Es sei ein Trugschluss, sie würden immer mal wieder einen Besuch abstatten. Mit den Hühnern und Gänsen vertragen sich die Neuankömmlinge in der Regel, meistens gibt es Grüppchenbildung.

Eine schöne Erinnerung hat der Veterinärmediziner an eine Nilgans, die er nach der Genesung wieder in die Freiheit entlassen konnte. Sie hat sich mit einer verwilderten Hausgans, die sich immer in Nähe der Weserfähre aufgehalten hat, zusammen getan.

Auch Entenküken, die ihre Eltern verloren haben und alleine nicht überlebensfähig waren, wurden aufgenommen. Drei junge Nilgänse, die ohne Mutter in Nähe des Welfenschlosses umher irrten, hat die auszubildende Tierarzthelferin Finja Fischer an sich genommen und aufgepäppelt.

Sie konnten zwar fliegen, aber schwimmen wollten sie nicht. Als sie allein lebensfähig waren, wurden sie auf einer sumpfigen Wiese an der Fulda ausgewildert. Auch um kranke oder untergewichtige Igel kümmert sich das Praxisteam. All diese Wildtiere werden auf Praxiskosten behandelt.

Einen guten Kontakt besteht zu dem Tierschutzverein, denn oft werden wild lebende Katzen die Hilfe benötigen oder verletzt sind, in die Praxis gebracht. Zunächst wird versucht, einen Besitzer zu ermitteln, das funktioniert mit Auslesen eines eventuell vorhandenen Mikrochips.

„Daher ist es hilfreich, Hunde und Katzen chippen zu lassen“, sagt der Tierarzt. „Auch Wohnungstiere können mal ausbüxen“. Wurde kein Besitzer ausfindig gemacht, werden die Katzen nach erfolgreicher Behandlung und Kastration am Fundort wieder ausgesetzt.

In der Tierarztpraxis gibt es mehrere Stationen, in der frisch operierte Tiere einen halben Tag bis eineinhalb Tage unter Beobachtung bleiben, in kritischen Fällen auch länger. Sie werden dort intensiv betreut, die Woche über vom Team, am Wochenende übernimmt Düvel die Überwachung.

Um möglichst ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten anzubieten gibt es in der Tierarztpraxis einen Ultraschall- und Digital-Röntgen-Raum, Zahnröntgen, ein tiermedizinisches Labor und modernste Diagnostik und Medizintechnik auf dem Niveau einer Klinik.

„Oft ist es Detektivarbeit, eine Diagnose zu stellen“, so der Tiermediziner, „beispielsweise bei Stoffwechsel- oder Krebserkrankungen“. Es gibt auch Fälle, wo an Spezialisten verwiesen wird, beispielsweise bei Reptilien oder Fischen. Jedoch einem Riesengürtelschweif (Echse) und einer Schlange hat er helfen können. Fünf Tierärztinnen und Tierärzte sowie 15 Mitarbeiterinnen sind in den Praxen Münden und Dransfeld tätig.

Um das Angebot für seine tierischen Patienten zu erweitern, wird Düvel im Frühjahr eine Notfallpraxis in Hemeln eröffnen, wo er nachts, an Wochenenden und Feiertagen erreichbar ist und akute Fälle schnell behandeln kann.

Im sozialen Bereich ist es Sören Düvel wichtig, regional Unterstützung zu leisten, beispielsweise für die Jugendfeuerwehr und die Anschaffung eines Defibrillators für die Stadt.

Pressebericht HNA 03.01.2023

Dienstag, 3. Januar 2023, Mündener Allgemeine / Lokales

Mädelsabend, Theaterbesuche und Vorträge

Der Arbeitskreis Landfrauen Oberweser stellt neues Programm vor – Gäste sind willkommen

Marika Wedekind, Vorsitzende des Arbeitskreises Landfrauen Oberweser. Foto: Petra Siebert

Hemeln – „Wir haben versucht, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm zu gestalten“, sagt Marika Wedekind, Vorsitzende des Arbeitskreises Landfrauen Oberweser. Sie weist darauf hin, dass alle Veranstaltungen und Stammtische öffentlich sind und Gäste immer willkommen sind.

Das Programm bis September 2023 bietet Vorträge, Theaterbesuche, Stammtische und Besichtigungen.

Es beginnt am Freitag, 27. Januar, ab 19 Uhr mit einem Mädelsabend bei Birte.

Am Mittwoch, 8. Februar, ab 19.30 Uhr steht ein Vortrag zum Thema „Heimat, mehr als ein Gefühl“ mit Professorin Hannelore Faulstich-Wieland, Dozentin für Erziehungswissenschaften an der Uni Hamburg, auf dem Campingplatz im „Dolce Vita“ an.

 Am Donnerstag, 9. März, ab 19.30 Uhr, referiert Tobias Wilhelmsen über „Jagd und Forstwissenschaft im Wandel“ auf dem Campingplatz im „Dolce Vita“.

 Zur Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 13. April, ab 19.30 Uhr auf dem Campingplatz im „Dolce Vita“, wird noch eine Einladung verschickt.

Ein Theaterbesuch des Stückes „Cabaret“ im Deutschen Theater in Göttingen steht am Dienstag, 30. Mai, ab 19.45 an. Vor der Aufführung gibt es die Möglichkeit im Bistro des Deutschen Theaters zu essen. Abfahrt ist um 17.30 Uhr am Anger mit Essen und Theaterbesuch. Wer nur das Stück ansehen möchte, startet um 18.30 Uhr am Anger. Anmeldungen nimmt Marika Wedekind unter Tel. 01515/1 111 660 bis zum 31. Januar für beide Angebote entgegen,

Weiter geht es am Mittwoch, 14. Juni, ab 18 Uhr mit einem Besuch bei dem Präparator Günter Schmidt auf dem Eichhof in Gimte.

Zu einem Seminarwochenende im Kloster Bursfelde geht es von Freitag 28. bis Sonntag, 30. Juli. Thema, Uhrzeiten und Ablauf werden noch bekannt gegeben. Anmeldungen nimmt Marika Wedekind bis zum 31. Mai entgegen, unter Tel. 0 15 15/ 1 111 660.

Ein Landmännerabend auf dem Campingplatz im „Dolce Vita“ findet am Freitag, 28. Juli, ab 19 Uhr statt.

Am Donnerstag, 7. September, wird ab 18 Uhr zu einem Besuch im „Internationalen Gemeinschaftsgarten“ IGG auf dem Rattwerder eingeladen. Abfahrt um 17.30 Uhr am Anger in Hemeln mit Fahrgemeinschaften.

Die Stammtische stehen am Donnerstag, 13. Juli, ab 19.30 Uhr auf dem Campingplatz im „Dolce Vita“ und am Donnerstag, 10. August, ab 19.30 Uhr im Gasthaus „Zur Fähre“ an.  zpy

Pressebericht HNA 28.12.2022

Mittwoch, 28. Dezember 2022, Mündener Allgemeine / Titelseite und Lokales

Coach zeigt Kindern in Hemeln Verteidigungstricks

Foto: petra siebert

Auf Pöbeleien, Schubsen und Beschimpfungen reagieren, ohne selbst Aggressivität an den Tag zu legen. Das lernten Kinder der Grundschule Hemeln vom Verteidigungscoach Milutin Susnica. Er ist auch Sportwissenschaftler, Pädagoge und Karatetrainer. In Rollen- und Partnerspielen wurde geübt, sich angstfrei und erfolgreich zu wehren, unter anderem wie man sich aus einem festgehaltenen Handgelenk befreien kann. zpy

Mit „Laserblick“ gegen Pöbler

Coach Milutin Susnica gab Kurs für Grundschüler in Hemeln

VON PETRA SIEBERT

Hilfe zur Selbstverteidigung: Milutin Susnica brachte den Kindern bei, sich gegen Pöbeln, Schubsen und Beleidigungen zu wehren, ohne selber aggressives Verhalten an den Tag zu legen. Foto: petra siebert

Hemeln – „Das eine Mädchen hat mir meinen Platz weggenommen“, beklagt sich ein Junge der Grundschule Hemeln bei Sportwissenschaftler und Pädagoge, Karatetrainer und Verteidigungscoach Milutin Susnica, der vor Kurzem einen Kurs für die Schulkinder angeboten hat.

„Geh und sag es ihr selber und nicht mir“, antwortet der Coach. „Aber sie hat mir den Platz weggenommen“; versucht der Junge es weiter mit der Hoffnung Milutin Susnica würde eingreifen. Doch konsequent und deutlich macht dieser dem Jungen klar, dass er das selber tun muss. Er geht zurück, spricht mit dem Mädchen und es räumt den Platz.

In dem dreitägigen, jeweils 90-minütigem Kurs, haben die Kinder gelernt, sich gegen Pöbeln, Schubsen und Beleidigungen zu wehren, ohne selber Gewalt anzuwenden, sondern sich durch selbstsicheres Auftreten zur Wehr zu setzen. So beispielsweise hat das selbstsichere Auftreten des Jungen dazu geführt, dass das Mädchen den Platz frei gemacht hat.

In Rollen- und Partnerspielen wurde geübt, sich angstfrei und erfolgreich zu wehren, unter anderem wie man sich aus einem festgehaltenen Handgelenk befreien kann. „Ich gebe den Kindern Werkzeuge in die Hand, anwenden müssen sie diese selber“, berichtet der Coach. Die Kinder wissen nun, wie man Grenzen setzt und dem Gegenüber klar und deutlich zum Ausdruck bringt, bis hierher und nicht weiter. Sie können sich in der Gruppe behaupten und persönliche Ziele durchsetzen und sie wissen, dass Hilfe holen kein Petzen ist.

Neben der klaren Ansage spielt auch die Körperhaltung eine Rolle. Da gibt es den „Skateboard-Schritt“, das bedeutet fester Stand. „Reißverschluss“, diesen gedanklich bis zum Kinn hochziehen, heißt aufrechte Haltung und mit „Laserblick“ ist Augenkontakt gemeint.

„Ich bin froh, dass wir als kleine Grundschule unseren Kindern diesen Kurs ermöglichen können“, freut sich Schulleiterin Daniela Banzhaf „Wir waren sparsam mit unserem Corona-Budget und konnten uns mit zusätzlicher finanzieller Hilfe der Spardabank diesen Kurs leisten“. Nun hofft sie, dass auch ein Folgekurs im nächsten Jahr finanziert werden kann.

Vielen Kindern seien Aufmerksamkeit und genaues Zuhören abhandengekommen, so der Coach. „Ich bin streng aber konsequent. Ich schreie nicht, ich wiederhole nur zwei Mal“, macht Milutin Susnica deutlich. „Wer nicht zugehört hat, weiß nicht, worum es geht“. So könne man Aufmerksamkeit trainieren. Außerdem würden Körperbeherrschung und Koordinationsvermögen gefördert und gleichzeitig verbessere sich die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Hinzu kommt eine Verbesserung des Sozialverhaltens.

Auch der Umgang mit Schimpfwörtern ist ein Teil des Kursinhaltes. Die Grundschüler lernen, dass viele Schimpfwörter eigentlich gar keine sind, sondern aus täglichen Sprachgebrauch stammen.

Ein Beispiel, dass die Übungen auch im sozialen Bereich auf fruchtbaren Boden gefallen sind war das Ringe werfen: Der Coach warf einen Ring weniger, als es Kinder waren in die Runde gab. Auf Kommando sollte sich jedes Kind einen Ring nehmen. Auf der Strecke blieb ein Mädchen. Ein Schulkamerad registrierte dies und gab dem Mädchen seinen Ring. „Diesen Jungen habe ich vor allen anderen als Held des Tages gelobt“, so Milutin Susnica.

Pressebericht HNA 24.12.2022

Samstag, 24. Dezember 2022, Mündener Allgemeine / Lokales

Auf die Weihnachtsteller geschaut

Landfrauen berichten von ihrem Menü an den Festtagen

VON PETRA SIEBERT

Altkreis Münden – Ganz unterschiedlich werden Heiligabend und Weihnachten in Familien begangen und ganz verschieden ist auch das Weihnachtsmenü.

Marika Wedekind schwört auf Rouladen zu Weihnachten und die Familie freut sich schon auf gutes Essen. Gerne blättert die Vorsitzende des Arbeitskreises in Hemelner Rezeptbüchern, um außerhalb der Weihnachtszeit das eine oder andere zu probieren. Foto: petra siebert

Wir haben uns bei einigen Landfrauen erkundigt, was bei ihnen Heiligabend und am ersten Weihnachtstag auf den Tisch kommt. Eine Erkenntnis: Keine der Befragten hat überlieferte Rezepte von den Groß- oder den Urgroßeltern übernommen.

Fisch an Weihnachten

Bei Karin Berndt, Vorsitzender des Landfrauenvereins Oberweser, kommt am Heiligabend und am ersten Weihnachtstag die ganze Familie zusammen. Heiligabend gibt es bereits seit Jahren Räucherfisch mit Körnerbrot. „Ich richte eine Platte mit Räucherfisch wie beispielsweise Saibling, Forelle, Aal, Makrele und Lachs an. Das lässt sich gut vorbereiten, macht wenig Arbeit und schmeckt jedem“, erzählt sie. Auch am ersten Weihnachtstag kommen alle zu ihr. Da kocht Karin Berndt traditionell Rehbraten mit Klößen, Rotkohl und Preiselbeeren in halber Birne angerichtet.

Bodenständiges Mahl

Landfrau Marianne Görnandt aus Hemeln freut sich, dass es Heiligabend eine große Gesellschaft wird, wenn die komplette Familie zusammen kommt. Es ist so üblich, dass es Kartoffelsalat und Bockwürste gibt. „Ich habe schon mal vorgeschlagen, etwas anderes zuzubereiten, doch alle wollen Kartoffelsalat mit Bockwurst“, berichtet sie. Aber allen sei es wichtig, dass sie alle zusammen sind. Am ersten Weihnachtstag steht dann eine Einladung zum Essen bei einer der Töchter an.

Kleine Pfännchen

Zusammen mit ihrem Mann genießt Hella Scheidemann, Vorsitzende des Landfrauenvereins Hoher Hagen, am Heiligabend Raclette. Die Kinder haben alle eine eigene Familie und kommen am ersten Weihnachtstag zu ihren Eltern. „Dann gibt es Gans oder Rouladen. In diesem Jahr steht gefüllte Gans mit Rotkohl, Rosenkohl, Knödeln und Kartoffeln an“, verrät sie. Auch bei ihnen steht das gemeinsame Zusammensein der ganzen Familie im Vordergrund.

Tradition gebrochen

Marika Wedekind, Vorsitzende des Arbeitskreises Junge Landfrauen Oberweser, hat die Gänsetradition gebrochen und bereitet seit drei Jahren Rouladen zu. Da die Tochter aus England zu Weihnachten kommt, beginnt das Weihnachtsfest, wie in England, am ersten Weihnachtstag mit Bescherung und Essen.

Zu den Rouladen gibt’s Kartoffeln und Klöße und sehr viel Gemüse wie Rotkohl, Rosenkohl, Erbsen und Möhren. Letztere werden, wie in England, mit Pastinaken im Backofen gebräunt. „Es gibt auch keine feste Essenszeit, je nachdem wann wir alle fertig sind, wird gegessen und danach sitzen wir alle gemütlich zusammen“, freut sich Marika Wedekind.

Zu Gast beim Sohn

Angelika Kühne und ihr Mann lassen sich Heiligabend überraschen, was es bei Sohn und Schwiegertochter zu Essen gibt. Da das Enkelkind noch klein ist, geht die Familie dort hin zur Bescherung. „Am ersten Weihnachtstag kommt dann die Familie zu uns und es gibt Fondue“, erzählt Angelika Kühne.