Wir haben auf unserer Homepage jetzt etwas ganz Neues im Angebot: den virtuellen Dorfrundgang. Hier kann sich jeder einen Eindruck von unseren Dörfern verschaffen und sehen, wie schön es bei uns in Hemeln, Glashütte und Bursfelde ist. Starten Sie hier los:
Donnerstag, 29. April 2021, Mündener Allgemeine / Aus der Region
Online-Angebote weniger gefragt
Corona-Krise und Sportvereine – Niedrige Beiträge in Hemeln bleiben
VON EDZARD KORTE
Hemeln – Mit dem ersten Corona-Lockdown im März vergangenen Jahres kam beim TSV Jahn Hemeln die sportliche Vereinsarbeit fast zum Erliegen. Hart traf es vor allem die Hallensportler.
Hier durfte auch in Pandemiezeiten mal der Ball rollen: Auf dem Hemelner Sportplatz auf dem Lohberg. Foto: Per Schröter
Die Vereinsvorsitzende Monika Gronemann berichtet: „Die Walter-Kühne-Sporthalle ist bis auf einen kurzen Zeitraum im Mai/Juni 2020 seit Beginn der Pandemie für eine Nutzung gesperrt.“ Besser hatten es da schon die Fußballer, die wenigstens zwischen Mai und Ende Oktober den Platz am Lohberg nutzen konnten. Auch weil der von Spartenleiter Tobias Kühne und Teammanager Michael Rudolph entwickelte Hygiene-Plan griff. Dank dieses Planes und eines für die Zuschauer eigens entwickelten Hygiene-Konzeptes bestritt der TSV Jahn vor dem erneuten Lockdown vier Punktspiele und zog ins Achtelfinale des Kreispokals ein. Die Hemelner nutzten die „sportfreie“ Zeit, um in freiwilliger Arbeit zusammen mit der Stadt Verbesserungen am Fußballplatz und im Außenbereich der Sporthalle zu verwirklichen. Mit dem zweiten Lockdown habe allerdings, so die Jahn-Vorsitzende Gronemann, die Bereitschaft, am „alternativen“ Sportbetrieb per Video und WhatsApp teilzunehmen, gelitten: „Auf gut Deutsch: Man hat mittlerweile die Nase voll davon!“ Dennoch sei die Bindung an den Verein nach wie vor intakt: „Alle Mitglieder haben weiterhin ihren Beitrag gezahlt. Und der Vorstand hat seine Überlegung, den ohnehin niedrigen Beitrag pandemiebedingt anzupassen, nicht weiter verfolgen müssen.“ Es sei nicht ein einziger Antrag auf Beitragsminderung eingegangen! Auf der Ausgabenseite schlug für den Vereinshaushalt natürlich positiv zu Buche, dass durch den ruhenden Sportbetrieb keine Zahlungen für Übungsleiterstunden anfielen. Doch was für die Vereinskasse erfreulich klingt, sei für die Arbeit an und mit der Jugend äußerst unerfreulich.
DER VEREIN
Das bietet der TSV Jahn Hemeln
Hemeln ist einer der elf Ortsteile der Stadt Hann. Münden (23 600 Einwohner). Das an der Weser zwölf Kilometer nördlich der Mündener Kernstadt liegende Dorf mit seinen 992 Einwohnern hat einen einzigen Sportverein: den TSV Jahn, der seinen 498 Mitgliedern (Stichtag: 1. Januar 2021; am 1. Januar 2020: 502) Betätigungsmöglichkeiten in zehn Sparten anbietet – der Größe nach: Fußball (als die größte Sparte), Tischtennis, Gymnastik (Damen, Herren, Senioren), Wandern, Nordic Walking und Badminton (als kleinste Sparte). Hinzu kommen: Jugendsparten im Kickboxen, im Eltern-Kind-Turnen und – saisonal – Hallencurling (ca. 30 Personen in zwei Gruppen) sowie eine Jugendfußballspielgemeinschaft mit Gimte und dem hessischen Veckerhagen. Mit Corona begründete Austritte gab es beim TSV Jahn nicht. Die genutzten Sportstätten sind in städtischem Besitz. (zdz)
Mittwoch, 21. April 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
Mit den Blüten kommen die Bienen
ENDLICH FRÜHLING – Imker aus Hemeln gibt Tipps für Neueinsteiger
VON WILLIAM ABU EL-QUMSSAN
In unserer Frühlingsserie „Endlich Frühling“ berichten wir täglich über Frühlingsgefühle und Frühlingsboten, über Tipps und Trends in der schönsten Jahreszeit. Heute: der Imker.
Hemeln – Mit der Kirsch- und Rapsblüte werden auch die Bienen wieder aktiv. Bienen im eigenen Garten zu halten ist einem Trend geworden. Doch Imkern bedeutet nicht einfach nur, sich eine Bienenkiste anzuschaffen, sagt Klaus-Peter Sikora aus Hemeln, der bereits seit mehr als 30 Jahren imkert.
Zunächst ist wichtig zu wissen, dass ein Honigbienenvolk ohne die Unterstützung von Menschen häufig nicht überlebensfähig ist, erklärt der Hobby-Imker. Wenn man die Bienen sich selbst überlässt, kommt es früher oder später dazu, dass das Volk ausschwärmt, um einen neuen Unterschlupf zu suchen. „Hohle Bäume gibt es hier aber kaum noch“, sagt der 70-Jährige. Das Resultat: Die Bienen sterben. Daher ist es laut Sikora eine „Unsitte“, die Bienen im Garten einfach nur sich selbst zu überlassen. Das sei verantwortungslos gegenüber den Tieren und obendrein noch teuer.
Im Vergleich: Klaus-Peter Sikora zeigt eine neue, unbewohnte Wabe (rechts) und eine bereits bewohnte Brutwabe (links). Elf Waben kommen in eine Zarge der Bienenkiste. Fotos: William Abu El-Qumssan
Wie steigt man also am besten ein, wenn es mit Imkern richtig machen möchte?
Vorkenntnisse
Sikora empfiehlt als erstes, sich auf verschiedene Wege Wissen über Bienenvölker und das Imkern anzueignen. Man könne Vereinen beitreten und sich Fachzeitschriften sowie Bücher zu dem Thema zulegen. „Eine Imkerausbildung ist nicht unbedingt nötig“, sagt Sikora weiter, aber Lehrgänge, die ein bis zwei Wochen dauern, seien sehr hilfreich, „damit man auch die Praxis mal gesehen hat.“
Bienenkauf
Für den Einstieg rät der Imker zum Kauf von nicht mehr als zwei bis drei Bienenvölkern. Über Imker-Vereinsmitglieder könne man leicht an welche kommen, sagt Sikora. In den Zeitschriften gebe es auch über mehrere Seiten Anzeigen. „120 bis 150 Euro pro Volk muss man schon einplanen“, sagt der Imker, und verrät: „Im Herbst sind die Bienenvölker günstiger, da viele Imker und Züchter Ableger und Völker vor der Winterruhe über haben.“ Da bekomme man ein Bienenvolk bereits für 50 bis 70 Euro.
Ausrüstung
Mit dem Kauf der Bienen ist der Anfang gemacht. Für diese braucht man dann natürlich die Bienenkisten. Bei Imker Sikora besteht eine Kiste für ein Volk aus zwei Etagen, sogenannten Zargen, die als Bruträume dienen. Denn: „Eine Biene lebt fünf bis sechs Wochen. Das heißt, es gibt dauerhaft Nachwuchs“, erklärt Sikora. In jede Zarge kommen elf Waben. Über die Brutzargen kommen mit einem Gitterrahmen abgetrennt die Honigräume, ebenfalls ein oder zwei Zargen mit je elf Waben. Wichtig ist außerdem ein Gitterboden unter den Kisten, damit die Luft in den Waben zirkuliert, betont der Imker. Zur Grundausstattung der Bienenpflege gehören außerdem ein Schutzanzug sowie Handschuhe und ein Rauchgerät (Smoker), um die Bienen kurzzeitig ruhig zu stellen.
Blick in die Bienenkiste: Der Imker lässt die Waben in der Kiste, um die Tiere nicht zu stören. Das Bienenvolk befindet sich momentan im „Frühlingserwachen“.
Honigernte
Wer Honig ernten möchte, braucht allerdings noch weiteres Equipment. Neben einem speziellen Werkzeug zur Bearbeitung der Waben braucht man vor allem eine Honigschleuder. Für Anfänger, die zunächst im kleinen Stil imkern, empfiehlt Sikora eine Handschleuder. „Die sind im Vergleich zu elektronischen Schleudern günstiger.“
Zweimal im Jahr erntet Sikora Honig. „Den ersten Honig gibt es Ende Mai, wenn der Raps verblüht ist.“ Aktuell seien die Bienen die ersten Tage seit der Winterruhe wieder unterwegs. Eine wichtige Übergangsphase, in denen die Tiere möglichst wenig gestört werden sollten, betont Sikora. Die zweite Ernte gibt es dann meist Ende Juli. Der Honig, den die Bienen danach noch produzieren, verzehren sie selbst, als Reserven für den Winter. Sikoras Tipp für die erste Ernte: Sich einen Imkerpaten suchen. „In Imker-Vereinen macht das jedes Mitglied gern.“
Mittwoch, 21. April 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
LESERBILDERALBUM
Pferde waren Arbeitskräfte
Foto: Ewald Lotze/NH
Das Foto unseres Lesers Ewald Lotze aus Hemeln entstand im Jahr 1964. Landwirt Karl Koch ist mit zwei Pferdestärken auf dem Acker am Steimkebach unterwegs. Im Hintergrund sind die jungen Bäume der Landesstraße nach Ellershausen zu erkennen. sta
Ewald Lotze aus Hemeln
Szenen aus dem Dorfleben von einst können Sie senden an: HNA-Redaktion Hann. Münden, Tel. 0 55 41/ 98 39 15, hann.muenden@hna.de
Mittwoch, 7. April 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
LESERBILDERALBUM
Handball-Turnier hatte Tradition
Foto: Thomas Baake/NH
Das Foto unseres Lesers Thomas Baake aus Hemeln zeigt die Hemelner Handball-Turnier-Mannschaft des 1. Mai-Turniers 1966. Traditionell wurde das Kleinfeldhandballturnier auf dem Hemelner Dorfanger in der Ortsmitte ausgetragen.
Thomas Baake aus Hemelm
Dieses Turnier war bei vielen Mannschaften der Nachbarorte sehr beliebt. sta
Szenen aus dem Dorfleben von einst können Sie senden an: HNA-Redaktion Hann. Münden, Tel. 0 55 41/ 98 39 15, hann.muenden@hna.de
Mittwoch, 24. März 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
LESERBILDERALBUM:
„De Mistenstrote“ in Hemeln
Foto: Ewald Lotze/NH
Das Foto unseres Lesers Ewald Lotze aus dem Jahr 1956 zeigt die Weserstraße in Hemeln „de Mistenstrote“, da fast vor jedem Haus ein Misthaufen war. Die Schotterstraße war ein Spielplatz, obwohl die Jauche bei Regen durch die Gosse in die Weser floss. sta
Ewald Lotze aus Hemeln
Szenen aus dem Dorfleben von einst können Sie senden an: HNA-Redaktion Hann. Münden, Tel. 0 55 41/ 98 39 15, hann.muenden@hna.de
Dienstag, 23. März 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
72 spendeten Blut beim DRK
Hemeln – Der Einladung zum Blutspendetermin des DRK-Ortsvereins Hemeln im März in die Walter-Kühne-Halle, folgten 72 Menschen. Davon nahmen sechs Spender erstmalig an der Aktion teil, teilt Angelika Seefried vom Roten Kreuz mit. Da ein warmer Imbiss zur Zeit nicht möglich ist, erhielt jeder Spender Essen zum Mitnehmen und für die 25. und 15. Spende zusätzlich ein kleines Dankeschön vom DRK-Ortsverein Hemeln. Der nächsten Blutspendetermin findet am Mittwoch, 26. Mai, statt. sta
Montag, 22. März 2021, Mündener Allgemeine / Lokales
KKSV Hemeln ehrt Vereinsmitglieder
Jörg Seefried 1. Vorsitzender – Ewald Lotze zum Ehrenvorsitzenden gewählt
Hemeln – Die Mitglieder des KKSV Hemeln 1925 haben kürzlich ihre Jahreshauptversammlung in der Hemelner Sporthalle abgehalten. Dem Verein gehören 62 aktive und weitere fördernde Mitglieder an, wie der Vereinsmitteilung zu entnehmen ist.
Mitglieder im neuen Vorstand sind demnach nun: Jörg Seefried (weiterhin 1. Vorsitzender), Marcus Linnenkohl (neuer 2. Vorsitzender), Kai Lotze und Birgitt Osenbrück (bleiben Schriftführung), Sandra Huck und Michael Brandt (weiterhin Kassenführung), Marcus Linnenkohl und Nils Bade (weiterhin Schießwarte für den Erwachsenenschießbetrieb), Marius Görnandt und Holger Hecker (bleiben Jugenschießsportleiter), Jens Schmehl (wieder gewählt als Beisitzer für den Schießbetrieb), Eckhard Osenbrück (bleibt Hauswart), Irmtraut Gralla und Irina Brandt (Damenleiterinnen), Frank Bade und Christoph Musmann (bleiben Fahnenträger) und Joris Deutsch (Jugendsprecher).
Ein besonderer Punkt des Abends waren die Ehrungen: Felix Weiß wurde für 15-jährige fördernde Mitgliedschaft geehrt. Gustav Gundlich ist 50 Jahre förderndes Mitglied und jetzt Ehrenmitglied. Auch Hans-Werner Dell gehört dem Verein 50 Jahre fördernd und jetzt als Ehrenmitglied an. Auf 60 Jahre fördernde Vereinszugehörigkeit kann Walter Koch zurückblicken.
Der langjährige Vorsitzende Ewald Lotze wurde zum Ehrenvorsitzenden des KKSV Hemeln gewählt. Der Schützenverein Hemeln verdanke Ewald Lotze sehr viel, er habe über die Jahre viele Ämter übernommen.
Bei der Versammlung wurde eine neue Satzung beschlossen und die Haushaltsplanung für 2021 besprochen. Die Verschiebung der Kirmes werde abhängig von der Coronalage geprüft.