Pressebericht HNA 16.02.2024

Freitag, 16. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Straße ab heute Mittag frei

Sperrung an der Weser seit Hangrutsch vor einer Woche

VON JENS DÖLL UND THOMAS SCHLENZ

Kein Durchkommen: Bis heute Mittag soll die Straße zwischen Gimte und Hemeln gesperrt sein. Foto: jens döll

Gimte/Hemeln – Die Straße zwischen den beiden Weserorten Gimte und Hemeln soll im Laufe des heutigen Mittags wieder freigegeben werden. Das teilten die Niedersächsischen Landesforsten am gestrigen Vormittag mit. Die Straße war seit einem Hangrutsch am vergangenen Freitag voll gesperrt, auch der an der Straße liegende Fahrradweg war voll gesperrt.

Der Hang war teilweise unterspült worden und damit war die Gefahr für ein weiteres Nachrutschen zu groß. Am Donnerstagnachmittag fand vor Ort noch ein Abklärungstermin statt, teilte ein Sprecher der Landesforsten auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Stelle befindet sich von Gimte aus gesehen hinter dem Parkplatz Lumbach. Laut Feuerwehr wurde bei dem Hangrutsch niemand verschüttet oder verletzt. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Göttingen und der Niedersächsischen Landesforsten, zu deren Fläche der Hang gehört, begannen bereits am Freitag, 9. Februar, damit, die Geröllmassen von der Straße zu räumen.

Die Einwohner Hemelns mussten eine lange Umleitung in Kauf nehmen, zumal auch die Fähre, die den Ort mit dem gegenüberliegenden Reinhardshagen verbindet, wegen des anhaltend hohen Weserpegels zurzeit ausfällt.

„Es ist ein Umweg von etwa 30 Kilometern, wo man vorher zehn Kilometer gefahren ist“ sagt Hemelns Ortsbürgermeister Thomas Baake zu der Umleitung.

In Hemeln leben laut Baake viele Pendler die nach Münden oder nach Kassel fahren, sodass die Menschen die Sperrung von Straße und Fähre besonders treffe.

„Wir sind mit der langen Sperrung nicht zufrieden“, so der Ortsbürgermeister weiter. Er appelliere an die Verwaltung, dass sich diese mit den Landesforsten zum Thema Hangsicherung bespreche, um solche Hangrutsche in dem Gebiet in Zukunft zu vermeiden. „Die Straße nach Gimte und Münden ist die Lebensader für den Ort“, so Baake. Die Umleitung führte aus Richtung Hemeln auf der Landesstraße über Ellershausen und Varlosen und der Bundesstraße 3 über Scheden beziehungsweise von Gimte aus in umgekehrter Richtung. Auch für den Busverkehr ergaben sich Umleitungen. „Das betrifft die Schüler der weiterführenden Schulen besonders“, so Baake abschließend.

Pressebericht HNA 16.02.2024

Freitag, 16. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Am Anfang war der Eisregen

Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ feierte sein 60-jähriges Bestehen

Gründungsmitglieder des Freundschaftsclubs „Lindenbrüder” Hemeln vor dem Vereinslokal Zur Linde in Hemeln. Foto: privat

Hemeln – Der Freundschaftsclub „Lindenbrüder” Hemeln feierte vor Kurzem sein 60-jähriges Vereinsbestehen.

Die Gründung des Vereins geht auf ein Extremwetterereignis am 14. Januar 1964 zurück – An diesem Dienstag waren die Straßen infolge von Eisregen derart stark vereist, dass es vielen Hemelnern an diesem Tag nicht möglich war den Arbeitsweg in Richtung Hann. Münden oder Göttingen anzutreten.

Den unverhofft freien Tag nutzten mehrere männliche Jugendliche und junge Erwachsene, um bereits vormittags in der Gastwirtschaft Zur Linde einzukehren. Im Verlaufe des Tages entwickelte sich dieses gemütliche Beisammensein zu einem beträchtlichen Trinkgelage, bei dem die Diskussion aufkam den Zusammenhalt der im Ort zu stärken.

Am Ende dieser Diskussion kam man zu dem Entschluss, dass die Hemelner Dorfjugend viel mehr gemeinsam unternehmen und veranstalten sollte und man legte fest, am 10. Februar 1964 gemeinsam in der Linde den Rosenmontag zu feiern. „Der 14. Januar 1964 wird als Gründungstag des Freundschaftsclubs „Lindenbrüder“ Hemeln angesehen, da diesem Tag der geistige Ursprung zugesprochen wird, an dem die Idee zur Gründung eines neuen Clubs entsprang.

Protokollarisch wurde der offizielle Beschluss hierzu jedoch erst am 22. Februar 64 gefasst“, berichtet Benedikt Bühler vom Freundschaftsclub.

Die Rosenmontagsfeier war ein voller Erfolg und es wurde beschlossen am 22. Februar erneut einen gemütlichen Abend zu veranstalten. Es erschienen 28 Personen und gemeinsam aß man Pferderouladen, ein Gericht, das bis kürzlich „das Traditionsgericht“ der Lindenbrüder bei jeder Jahreshauptversammlung war. Im Laufe des Abends kamen die Anwesenden zu dem Entschluss, wie sie es am 14. Januar diskutiert hatten, die Form für einen engeren Zusammenhalt zu finden. Aus diesem Grund sollte ein Club gegründet werden, der sich von den bisherigen Vereinen und Verbänden in Hemeln in Form, Strukturierung und Aufgabe unterscheiden und abheben sollte.

Als Namen für den neuen Club wählte man, Bezug nehmend auf die Örtlichkeit, der dieser Gründungsgedanke entstammte, „Freundschaftsbund der Lindenbrüder“. Aus dieser Idee erwuchs im weiteren Verlauf der heutige Freundschaftsclub „Lindenbrüder“ Hemeln.

Freundschaftsclub Lindenbrüder: Aktuelles Gruppenfoto vom 60-jährigen Vereinsgeburtstag im Gasthaus Zur Linde in Wesertal/Heisebeck. Foto: Benedikt Grünewald/privat

Um das anstehende Vereinsjubiläum gebührend zu feiern, wurde durch den Vereinsvorstand ein Reisebus auf Vereinskosten angemietet, der die 40 angemeldeten Mitglieder des insgesamt 110 Mitglieder starken Vereins vormittags in das Gasthaus Zur Linde nach Wesertal/ Heisebeck fuhr.

Dort fand ein gemeinsames Mittagessen mit gemütlichem Beisammensein statt, bevor die Teilnehmer am späten Nachmittag die Heimreise antraten. Als einziger teilnehmender Gründungsbruder konnte Ehrenvorsitzender Willi Pape an diesem Tag in der Linde begrüßt werden.

Bereits am 28. Dezember 2023 hatte der Verein des Weiteren seine 59. Jahreshauptversammlung in den Räumlichkeiten des Musikexpress Hemeln abhalten können.

Zu diesem Anlass konnte der Erste Vorsitzende, Benedikt Grünewald, 46 Lindenbrüder begrüßen.

Besonderer Dank wurde an diesem Abend Lindenbruder Thomas Baake zu teil. Er wurde für seinen Einsatz für den Verein und dessen Ansehen sowie sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für den Vorstand wie auch alle anderen Vereinsbelange mit der silbernen Verdienst-Clubnadel geehrt.

So war Baake von 1997 bis 1999 Beisitzer und von 2001 bis 2018 Schriftführer des Vereins und maßgeblich für die Etablierung der Maifeier mit Maibaumaufstellen am 1. Mai in Hemeln verantwortlich. sta/jed Foto: Privat/NH

Pressebericht HNA 14.02.2024

Mittwoch, 14. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Ausgelassene Party in der Turnhalle

TSV Jahn Hemeln und der Verein der Reiterfreunde luden zum Karneval ein

Viel Spaß hatten die Kinder bei der Karnevalsparty in Hemeln. Foto: Tobias Kühne/n

Hemeln – Kleine Prinzessinnen, Piraten, Fußballstars, Polizisten und Dinosaurier waren am Samstag in die Hemelner Turnhalle zur großen Karnevalsparty gekommen. Gastgeber waren erstmals gemeinsam der TSV Jahn Hemeln und der Verein der Reiterfreunde Hemeln.

Los ging es um 15 Uhr mit den Kindergartenkindern. Auf der großen Mattenrutsche durfte sich jedes Kind mit seinem Kostüm vorstellen. Schon da kochte die Halle und zu fetziger Musik von DJ Jan Tino wurde getanzt und getobt. Bei den Spielen, wie dem Hutspiel oder dem Bobbycarrennen, waren die Kleinen mit vollem Eifer dabei und am Ende gab es neben vielen Süßigkeiten noch einen Karnevalsbutton, den jedes Kind mit nach Hause nehmen durfte. Weiter ging es dann ab 18 Uhr mit der Party für die Schulkinder. Sofort wurde die Tanzfläche geentert und die Stimmung war schnell am Siedepunkt.

Neben den vielen Spielen und Tänzen war eine Polonaise der Renner. Erst nach mehreren Zugaben durfte der DJ am Ende die Bühne verlassen.

Große Zufriedenheit herrscht nicht nur bei den Kindern, auch das Orga-Team zeigte sich erfreut über die gelungene Veranstaltung. zpy

Pressebericht HNA 13.02.2024

Dienstag, 13. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Hangrutsch: Straße bis Donnerstag dicht

Hann. Münden – Nach dem Hangrutsch vom vergangenen Freitag bleibt die Landesstraße zwischen den beiden Hann. Mündener Ortsteilen Gimte und Hemeln noch mindestens bis einschließlich kommenden Donnerstag gesperrt. Das teilte ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Montag mit. Zuständig für die Sicherungsarbeiten am Hang seien die Landesforsten als Eigentümer mit dem zuständigen Forstamt Münden.

Edward Dersch, Betriebsdezernent beim Forstamt Münden, sagte am Montag zum Stand der Dinge, dass ein Geologe den Hang überprüfe. Dabei gehe es auch darum, zu klären, wie sich das Wasser verhält. Der Boden sei so übersättigt, dass er kein Wasser mehr aufnehmen könne. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage seien der Grund für den Hangrutsch.  ems

Pressebericht HNA 10.02.2024

Samstag, 10. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

„Schwerkraft reißt irgendwann alles mit“

MEHR ZUM THEMA – Starke Regenfälle führten zu Hangrutsch zwischen Gimte und Hemeln

VON THOMAS SCHLENZ UND KIRA MÜLLER

Hann. Münden – Ein Hangrutsch hat am Freitag beide Fahrspuren der Landesstraße zwischen Gimte und Hemeln unter sich begraben. Edward Dersch, Betriebsdezernent beim Forstamt Münden, erklärte, dass am Montag ein Geologe den Hang untersuchen werde, damit über weitere Maßnahmen zur Absicherung entschieden werden könne.

Wegen eines Hangrutsches ist zwischen Gimte und Hemeln die Straße gesperrt. Erde und Steine rutschen immer wieder den Hang herab. Auch Wasser fließt weiter auf die Straße. Fotos: KIRA MÜLLER/Feuerwehr Gimte/Carsten Dorner
Die Straße vom Schlamm zu befreien war die stundenlange Aufgabe der Mitarbeiter der Straßenmeisterei Göttingen. Foto: kira müller

Gestern Mittag hätten Arbeiter mit einem Bagger eine Rinne in den Hang gezogen, um zu sehen, wohin das Wasser ablaufe. In den kommenden 72 Stunden werde man beobachten, wie sich der Hang verhalte, um ein weiteres Abrutschen zu vermeiden. Als Grund für den Hangrutsch führte Dersch die starken Regenfälle der letzten Zeit an.

Seit Oktober vergangenen Jahres habe es extreme Niederschläge in der Region gegeben, allein im Dezember 280 Prozent mehr Regen als normal. Der Boden sei so übersättigt, dass er kein Wasser mehr aufnehmen könne. Das führe dann zu oberflächennahen Abflüssen.

Die Stelle, an der der Hang abgerutscht ist, sei besonders steil, sogar eine der steilsten im Bereich des Forstamts Münden, sodass auch die Wurzeln der Bäume sich nicht mehr hätten halten können. „Dann reißt irgendwann die Schwerkraft alles mit“, so Dersch. Ähnliche Probleme gebe es beispielsweise auch im Bereich Eichhof.

An der schwächsten Stelle sei dann der Hang abgerutscht. Der Unterboden bestehe an der Stelle aus Buntsandstein, darüber 30 bis 40 Zentimeter Löslehm als Oberboden. Der Buntsandstein sei ein Gestein, das bei derartigen Belastungen dann ebenfalls in Bewegung geraten könne.

Um den Hang sichern zu können, müsse sich am Montag zunächst ein Geologe ein Bild von der Lage machen. Nach Inaugenscheinnahme des Geländemodells entscheide dieser schließlich, wie es weitergehe. Die sorgfältige Prüfung brauche seine Zeit.

Ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Bad Gandersheim, bestätigte, dass die Situation der Hänge entlang mehrerer Straßen in Hann. Münden aufgrund der Topografie knifflig sei. So beispielsweise entlang der Bundesstraßen B3 und B80, wo zwischen Hann. Münden und Hedemünden derzeit der Hang unter anderem mit Netzen gesichert wird. Die Landesbehörde habe diese Stellen genau im Blick, man könne aber auch nicht alle Straßen mit Netzen sichern, um solche Situationen komplett auszuschließen.

2017 hatte es an anderer Stelle der Straße zwischen Gimte und Hemeln eine ähnliche Situation gegeben: Damals herrschte im Sommer tagelanger Dauerregen. Der Hangrutsch hatte Bäume und 140 Meter Leitplanke mitgerissen, die Straße war gesperrt.

Wer von Münden nach Hemeln oder umgekehrt wollte, musste über Dransfeld fahren. Auch der Abschnitt zwischen Gut Eichhof und Volkmarshausen war 2017 nicht befahrbar.

Auch damals war Reinhardshagen nicht auf direktem Weg per Fähre erreichbar, weil die Weser Hochwasser führte. Ein Geologe untersuchte auch 2017 den Hang, erst als klar war, dass keine Abrutschgefahr mehr besteht, wurde die Straße wieder freigegeben. Doch damit nicht genug: Am 19. März 1994 war ebenfalls der Erdboden samt Baumbestand auf die Straße gerutscht, wie unsere Zeitung berichtete. Das Unglück 1994 ereignete sich nur 300 Meter entfernt von dem Hangrutsch 2017. Auch hier waren es anhaltende Regenfälle, die zum Abrutschen der Erdmassen geführt hatten.

Weil die Fähre nach Reinhardshagen wegen des Hochwassers nicht fahren könne, bleibe nur die weiträumige Umleitung über Ellershausen, um nach Hann. Münden zu gelangen.

„Da wir im Ort viele Pendler haben, hoffe ich inständig, dass die Behörden zügig arbeiten, damit der Verkehr schnellstmöglich wieder rollen kann“, sagt Thomas Baake, Ortsbürgermeister von Hemeln. Notfalls sei ihm auch eine Ampelregelung recht.

Die Sperrung betreffe nicht nur die Hemelner, sondern auch Menschen aus der Gemeinde Weserteil und dem Bereich Uslar. „Ich habe Verständnis dafür, dass der Hang jetzt zunächst untersucht werden muss, aber das muss effizient ablaufen für die Bevölkerung.“

Eine Brücke als feste Querung über die Weser, wie sie seit Langem diskutiert wird, sei zwar gerade für solche Fälle wünschenswert, aber aus seiner Sicht nicht realistisch. „Weder Münden noch Reinhardshagen haben Geld dafür und ob Land und Bund welches zur Verfügung stellen würden, ist auch fraglich“, so Baake.

Ursache des Hangrutsches sei seiner Meinung nach der wochenlange Dauerregen, der die Böden vielerorts aufgeweicht habe. Das sei aber auch in der Vergangenheit immer wieder mal vorgekommen, bestätigte Baake. 

Thomas Baake Ortsbürgermeister Hemeln Archiv Foto: Petra Siebert

Pressebericht HNA 10.02.2024

Samstag, 10. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Straße nach Hangrutsch dicht

Sperrung zwischen Gimte und Hemeln auch nächste Woche

VON THOMAS SCHLENZ UND KIRA MÜLLER

Hann. Münden – Zwischen den beiden Mündener Ortsteilen Gimte und Hemeln hat gestern Morgen ein Hangrutsch die Landesstraße überdeckt und unpassierbar gemacht.

Wie Gimtes Ortsbrandmeister Carsten Dorner berichtet, wurde die Feuerwehr gegen 6.30 Uhr wegen eines auf die Straße gestürzten Baumes alarmiert. Als die Feuerwehrleute eintrafen, stellten sie fest, dass ein Teil des Hanges abgerutscht war und dieser beide Fahrbahnen komplett überdeckt hatte.

Die Stelle befindet sich von Gimte aus gesehen hinter dem Parkplatz Lumbach. Laut Feuerwehr wurde bei dem Hangrutsch niemand verschüttet oder verletzt. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Göttingen und der Niedersächsischen Landesforsten, zu deren Fläche der Hang gehört, begannen gestern damit, die Geröllmassen von der Straße zu räumen.

Ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erklärte, dass die Straße bis in die kommende Woche hinein gesperrt bleiben müsse, da der Hang teilweise unterspült worden sei und damit die Gefahr für ein weiteres Nachrutschen zu groß sei, auch wenn die Straße von Bäumen und Erde befreit worden sei. Wann genau die Sperrung aufgehoben werden könne, sei unklar. Da die Straße unpassierbar ist, wurde eine Umleitung eingerichtet. Sie führt aus Richtung Hemeln auf der Landesstraße über Ellershausen und Varlosen und der B3 über Scheden beziehungsweise von Gimte aus in umgekehrter Richtung (Grafik). Die Fähre zwischen Hemeln und Veckerhagen kann derzeit wegen des Hochwassers der Weser nicht für eine Umfahrung der Unglücksstelle genutzt werden. Laut Stadt Hann. Münden kann aber das Kieswerk an der Ballertasche weiterhin angefahren werden.

Wegen des Hangrutsches kommt es auch zu Fahrplanänderungen der Buslinie 195 zwischen Gieselwerder und Hann. Münden. In Fahrtrichtung Münden fahren die Busse von Gieselwerder bis Hemeln, Sandweg, und wenden dort. Der Abschnitt ab der Haltestelle Alte Mühle bis Münden wird nicht bedient. In Fahrtrichtung Gieselwerder fahren die Busse von Hann. Münden bis Gimte, Berliner Straße, und wenden dort. Die Schulbusse fahren morgens und mittags einen Umweg abseits der Sperrung. Es kann zu Verspätungen kommen, die Schulen wurden informiert, teilt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) mit.

DRK Blutspende-Termin am 21. Februar 2024

Blutspendetermin am 21. Februar 2024 in Hemeln
von 16.00 – 19.30 Uhr
in der Walter-Kühne-Halle am Sandweg

Liebe Hemelnerinnen, liebe Hemelner,
zu unserem Blutspendetermin am 21. Februar 2024 möchten wir Euch herzlich einladen.
Es wäre ein guter Start ins neuen Jahr, wenn recht viele Mitbürgerinnen und Mitbürger unseres Ortes diese Aktion unterstützen, entweder zum
wiederholten Mal oder als Erstspender.
Eine Blutspende ist eine ganz besondere Spende, die durch nichts zu ersetzen ist. Sie finden in wichtigen Bereichen wie Unfallchirurgie und
Krebstherapie Verwendung. Jede Blutspende kann somit Leben retten.
Zum Termin bitte unbedingt einen gültigen Ausweis und falls bereits vorhanden, den Blutspendepass mitbringen. Eine Terminreservierung
über die Blutspende-App ist vorab möglich – Probier es aus.
Übrigens, diesmal gibt es etwas zu gewinnen!
Der Verein, der die meisten Spenderinnen oder Spender auf sich vereinigen kann, gewinnt einen Überraschungsgutschein. Also, trau Dich!
Natürlich bieten wieder einen warmen Imbiss, haben alles vorbereitet und freuen uns auf Eure rege Teilnahme.
Viele Grüße
DRK-Ortsverein Hemeln

Pressebericht HNA 03.02.2024

Samstag, 3. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Traumberuf Erzieherin

Andrea Jahnke geht nach 31 Jahren in der Kita Hemeln in den Ruhestand

VON PETRA SIEBERT

Andrea Jahnke ist auch nach ihrem Eintritt in den Ruhestand ein gern gesehener Gast bei Kindern und den ehemaligen Kolleginnen. Foto: petra siebert

Hemeln – „Den Beruf Erzieherin zu lernen war schon von Kindheit an mein Traum“, erzählt Andrea Jahnke, die nun nach 31 Jahren als Erzieherin in der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Hemeln in den Ruhestand getreten ist. „Weil mir Kinder schon immer am Herzen lagen, habe ich mich vor meiner Ausbildung in meiner Freizeit mit Babysitting beschäftigt“.

Eigentlich war die Stelle der Kita zunächst nur für drei Jahre geplant. Doch dann wurde eine zweite Gruppe eröffnet. „So wurden aus drei Jahren drei Jahrzehnte“, stellt Jahnke fest. Für sie war es optimal, denn die eigenen Drillinge waren mit in der Gruppe.

Sie erzählt, dass ihr die Anliegen der Kinder sehr wichtig waren, ebenso die Kinder mit religiösen und biblischen Erzählungen zu versorgen. Da kam ihr die Gabe spontan Geschichten erzählen zu können, zu Gute. „Gerne habe ich auch Andachten für Kinder in der Kirche und im Wald im Beisein eines Försters gestaltet“, schwärmt sie.

In den drei Jahrzehnten haben sich Betreuung, Erziehung, Bildung und Öffnungszeiten kontinuierlich verändert und weiterentwickelt. Anfangs wurden die Kinder von 8 bis 12 Uhr betreut, nun können sie von 7.30 bis 15 Uhr in der Einrichtung bleiben. Die Einführung des Mittagessens in der Kita, die Waldtage und das wöchentliche Turnen habe sie in den Jahren begleitet. Auch die Aufnahme von Wickelkindern fiel in ihre Zeit, denn seit 2003 werden Kinder ab zwei Jahren betreut. Auch erinnert sie sich an ganz spontane Aktionen. So beispielsweise haben die Erzieherinnen morgens erfahren, dass bei einem Landwirt im Stall ein Kälbchen geboren ist, schnell machten sich alle auf den Weg, um das Ereignis miteinander zu erleben. Spannend fand Jahnke die jährliche Fastenzeit, da wurden die Spielsachen weggepackt, die Mädchen und Jungen konnten ihre eigene Kreativität entwickeln.

Früher wurden die Erzieherinnen mit Tante angeredet heute nur mit Vornamen. Kinder sind nach Darstellung von Jahnke im Laufe der Jahre auch selbstbewusster geworden, möchten ihr eigenes Tempo einbringen. Es werden nicht die Schwächen hervorgehoben, sondern die Stärken der Kleinen unterstützt, sie werden motiviert. Kinder sind immer vorrangig. „Man muss Kindern Wichtigkeit geben, aber immer darauf achten, dass das Sozialverhalten untereinander stimmt“, berichtet Andrea Jahnke. Nach wie vor würden die Kinder ihre Vorbilder und Helden leben und das habe sich nicht verändert.

Der Arbeitsaufwand der Erzieherinnen ist aufwendiger geworden. Es sind nicht nur die Fortbildungen, vieles wird digital abgewickelt und es muss mehr dokumentiert werden.

„Der offizielle Abschied in der Marienkirche war sehr emotional, da fiel zunächst das Loslassen schwer“, so Andrea Jahnke. „Aber ich sehe es nun als Chance für einen neuen Lebensabschnitt“. Nun habe sie mehr Zeit für Hobbys und ihre vier Enkelkinder, da freuen sich auch ihre vier Kinder. Außerdem ist sie noch ehrenamtlich im Familienzentrum tätig.