Pressebericht HNA 24.02.2024

Samstag, 24. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Bewusstsein für Klimaschutz

Grundschule Hemeln bei „Klima macht Schule“ dabei

Auch Hemeln ist dabei: Grundschule ist nun Teil des Projektes „Klima macht Schule“ der Energieagentur Göttingen. Foto: Selma Teichmann/nh

Hemeln – Auch die Grundschule Hemeln beteiligt sich an dem von der Stadt Hann. Münden unterstützten Projekt „Klima macht Schule“ der Energieagentur Göttingen. Die Schülerinnen und Schüler sollen unter dem Slogan „Klima retten! Schule checken!“ lernen, wie sie gemeinsam mit den Lehrkräften und dem gesamten Team der Schule CO2 einsparen und zum Klimaschutz beitragen können.

Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg und der Ortsbürgermeister von Hemeln, Thomas Baake, nahmen an der Auftaktveranstaltung in der Grundschule Hemeln ebenfalls teil. Isabelle Galda von der Energieagentur Göttingen führte durch die Veranstaltung, bei der das Projekt den Kindern spielerisch vorgestellt wurde.

An einzelnen Projekttagen in den nächsten Schuljahren werden Mitarbeiterinnen der Energieagentur den Dritt- und Viertklässlern der Kombiklasse die Themen „Energie schlau nutzen“, „Klimawandel lokal und global“ sowie „Ernährung regional und fair“ vermitteln. Zudem werden Energieteams gegründet, die als Energiedetektive herausfinden, wie in der Schule Energie eingespart werden kann. Das Ziel ist es, das Bewusstsein für den Klimaschutz bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zu schärfen und die Schulen zu einem Ort zu machen, an dem Klimaschutz aktiv gelebt wird. Gefördert wird das Projekt „Klima macht Schule“ von der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.  kir

Infos: energieagentur-goettingen.de/klima-macht-schule

Pressebericht HNA 23.02.2024

Freitag, 23. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Verbau nicht notwendig

Mündener Forstamtsleiter spricht über Hangsicherung

VON THOMAS SCHLENZ

So sahen die Folgen des Hangrutsches zwischen Gimte und Hemeln aus. Hemelns Ortsbürgermeister Thomas Baake hat kürzlich eine bessere Absicherung des Hangs gefordert. ArchivFoto: Kira Müller

Hann. Münden – Die Ursache des Hangrutsches zwischen Gimte und Hemeln sei eindeutig die Witterung, die seit Oktober 2023 als extrem einzustufen sei, weil erheblich mehr Niederschlag gefallen sei, als sonst in diesem Zeitraum üblich, sagt nun auch Hann. Mündens Forstamtsleiter Dr. Christof Oldenburg als Reaktion auf die von Hemelns Ortsbürgermeister Thomas Baake geäußerte Kritik.

In steilen Geländepartien wie im Wesertal seien deshalb unter den gegebenen geologischen Bedingungen – Verwitterungsböden des Buntsandsteins mit naturbedingt lehmigen Bodenpartien – bei solchen Niederschlägen natürliche Erdbewegungen nie ganz auszuschließen.

Auf den konkreten Fall bezogen erklärte Oldenburg, dass aus dem Oberhang etwas oberhalb der Rutschung ein natürlicher Bachlauf bergab fließe.

Dieser habe bei Starkregen die Wassermassen nicht mehr vollständig aufnehmen beziehungsweise ableiten können, sodass das Wasser einen anderen Weg genommen habe.

Oberhalb der Hangrutschung hätten seit mehreren Jahren keine Forstarbeiten stattgefunden. Der Bereich sei außerdem als Naturwald ausgewiesen, weshalb alle Arbeiten mit besonderem Augenmerk auf den Naturschutz auszuführen seien.

Es verlaufe dort hangparallel mit leichtem Anstieg ein sogenannter Maschinenweg, der es dem Forstamt ermögliche, im Hang Gefahrenbäume, die in der Standsicherheit gefährdet seien, mit Maschinenunterstützung, beispielsweise Anseilen bei der Fällung zu fällen, damit sie nicht unkontrolliert auf die Straße stürzen.

Dieser Weg sei durch das Forstamt nach dem Rutschen des Hanges wieder instand gesetzt worden. Gleichzeitig sei am Weg der hangseitige Graben optimiert und zum Teil vertieft worden. Das diene der Aufnahme von größeren Wassermengen.

Im unteren Teil des Maschinenweges sei zudem ein sogenannter Abschlag eingebaut worden, damit Wasser aus dem hangseitigen Graben in ein zwischen Hang und Straße liegendes Erlengehölz abfließen könne, das deutlich unterhalb des Straßenniveaus liege. Somit sei die Wasserableitung im Bereich des Hanges gesichert.

Die Rutschfläche selbst sei zudem in der vergangenen Woche von der Firma Erdbaulabor Göttingen durch einen Diplom Geologen in Augenschein genommen worden. Dieser habe dem Forstamt empfohlen, an der Fläche keine technischen Mittel zu ergreifen, da vom Wasser bereits die Feinerde abgespült worden sei und somit kein Schlamm mehr auf die Straße gelangen könne. Einen technischen Verbau der Fläche, wie von Hemelns Ortsbürgermeister Thomas Baake jüngst im Gespräch mit unserer Zeitung angeregt, halte er nicht für notwendig.

Eine mögliche Befestigung mit Kunststoff- oder Stahlmatten sei an der Stelle auch nur schwer möglich, da das Gestein dann mit aufwendigen Eisenankern armiert werden müsse.

„Für derartige Arbeiten wäre die Landesstraße meiner Einschätzung nach außerdem wieder voll zu sperren, und zwar wahrscheinlich für mehrere Wochen“, so Oldenburg weiter.

Das Forstamt werde noch in dieser Woche im Bereich unmittelbar vor dem abgerutschten Hang zwei Baumstämme ablegen, die dafür sorgen sollen, dass eventuell noch abrutschende Steine nicht auf die Straße gelangen können, teilte Oldenburg abschließend mit.

Pressebericht HNA 22.02.2024

Donnerstag, 22. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Weiter Diskussion nach Hangrutsch in Hemeln

Hemeln – Nach dem Hangrutsch zwischen den Hann. Mündener Ortsteilen Gimte und Hemeln ist die Straße wieder einseitig befahrbar. Aus dem Hemelner Ortsrat und von Ortsbürgermeister Thomas Baake (SPD) wird inzwischen Kritik ob der langen Sperrzeit laut.

Außerdem wünscht man sich Maßnahmen, um künftig Erdrutsche bestmöglich von vornerein verhindern zu können. So verweist Baake auf Netze, wie sie entlang der Bundesstraße 80 eingesetzt würden. Der Sprecher der Landesforsten erklärt, dass man sich für weitere Sicherungsmaßnahmen in Abstimmung mit der Straßenbaubehörde befinde. tsz

Donnerstag, 22. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Kritik an langer Sperrung

Ortsbürgermeister wünscht sich Maßnahmen gegen künftige Hangrutsche

VON THOMAS SCHLENZ

Wegen des Hangrutsches zwischen Gimte und Hemeln ist die Straße nur einseitig befahrbar. Foto: Petra Siebert

Hann. Münden – Der Ortsbürgermeister von Hemeln, Thomas Baake (SPD), kritisiert die Behörden für die lange Sperrung der Landesstraße zwischen Gimte und Hemeln und die Kommunikationspolitik. Die Sicherheit von Mensch und Material habe oberste Priorität, so Baake in seinen Ausführungen zu diesem Thema. Deshalb müssten auch erst alle notwendigen Prüfungen und Untersuchungen von Fachleuten ausgewertet, abgewartet und bewertet werden, damit keinerlei Risiko mehr beim Befahren der Straße und des Radweges bestehe.

Jedoch hätte er sich zum Wohle der vielen Hemelner, die diese Verkehrsführung täglich dringend benötigten und somit auch nutzten, und, auch aufgrund der ruhenden Fährverbindung über die Weser nach Reinhardshagen, einen langen Umweg über die Nachbardörfer jenseits des Bramwalds nach Hann. Münden hätten in Kauf nehmen müssen, ein schnelleres Handeln und mehr Sensibilität bei der Abwägung einer schnellstmöglichen Öffnung der Vollsperrung gewünscht, betonte der Ortsbürgermeister.

Es sei nicht angebracht, eine direkte Schuldzuweisung für den Hangrutsch an die Adresse der für den Steilhang zuständigen Behörde zu richten, da es sich hier auch um eine Folge der extremen Niederschläge seit dem Oktober des vergangenen Jahres handele. Jedoch müsse auch hinterfragt werden, ob im Vorfeld bei der Infrastruktur im Hangbereich alles richtig gehandhabt worden sei.

So stelle sich bei vielen ortskundigen Hemelnern, aufgrund des eingetretenen Ereignisses die Frage, ob die im oberen Bereich des Steilhangs vorhandenen Entwässerungsgräben, die bereits von den Vorvorderen angelegt worden seien, um eine zielgerichtete Entwässerung vom oberen Bereich des Berghanges hinunter zur Weser zu gewährleisten, auch aktuell in dem Instandhaltungszustand seien, wie sie für eine ordnungsgemäße Entwässerung sein sollten.

Der Ortsrat habe sich deswegen mit der Bitte an die Verwaltung gewandt, mit der zuständigen Behörde in Kontakt zutreten, um zu prüfen, welche Hangsicherungsmaßnahmen hier möglich und machbar seien, um bei einem erneuten Eintreten eines solchen Hangrutsches möglichst eine Weiternutzung der Landstraße und somit eine Fahrt nach beziehungsweise von Hann. Münden, zu ermöglichen.

Ihm schwebe hier als eine mögliche Lösung einer Hangsicherung, das Anbringen von Stahlnetzen vor, ähnlich wie auf der gegenüberliegenden Seite in Hessen (B 80) oder an der B 80 Richtung Hedemünden bereits vorhanden, so Baake.

Thomas Baake Ortsbürgermeister Hemeln

Der zuständige Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten, Michael Rudolph, teilte hierzu auf Anfrage unserer Zeitung mit, dass man sich zusammen mit der Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim ein Bild machen müsse, um dann bezüglich möglicher weiterer Sicherungsmaßnahmen zu einer Entscheidung zu kommen.

Er verwies nochmals darauf, dass die Ursache für den Hangrutsch ein in seinen Ausmaßen einmaliges Regenereignis in der Region gewesen sei. Weitere Sicherungsmaßnahmen, auch für die Zukunft, könnten kurzfristig noch nicht genannt werden. Foto: Privat/NH

Pressebericht HNA 21.02.2024

Mittwoch, 21. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Lokales

Hang unter regelmäßiger Kontrolle

Dauer der halbseitigen Sperrung zwischen Hemeln und Gimte noch nicht absehbar

Vollsperrung aufgehoben: Seit Montag ist die Straße zwischen Hemeln und Gimte wieder befahrbar. An der Stelle des Erdrutsches ist die Straße halbseitig gesperrt. Foto: Petra Siebert

Hann.Münden – Nach dem Hangrutsch zwischen den Mündener Ortsteilen Gimte und Hemeln bleibt die Landesstraße zwischen den beiden Dörfern vorerst halbseitig am Hang in Fahrtrichtung Hemeln auf einer Länge von circa 80 Metern gesperrt. Eine Sicherheitsmaßnahme, weil Steine und Geröll auf die Straße fallen können. Eine provisorische Ampelanlage gibt den Fahrstreifen Richtung Hann. Münden abwechselnd für den Verkehr Richtung Hemeln beziehungsweise Hann. Münden frei.

Wie lange diese Regelung gilt, sei noch nicht absehbar, teilte ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. „Der Hang muss an der Stelle vor allem in den kommenden Monaten bis zum erneuten Bewuchs regelmäßig besichtigt werden und die Grabenmulde nach Erfordernis geräumt werden“, so der Sprecher. Die halbseitige Sperrung könne erst „nach wesentlicher Abtrocknung des Hanges und nach dem dauerhaften Abklingen des Geröllabgangs aufgehoben werden.“

Nach dem Hangrutsch am Freitag, 9. Februar, war die Straße bis Montagabend voll gesperrt gewesen. Nach starken Regenfällen war ein Teil des Hanges in Höhe des Parkplatzes Lumbach abgerutscht. Erde und Geröll hatte beide Fahrbahnen komplett überdeckt. Verletzt wurde niemand.  ems

Pressebericht HNA 20.02.2024

Dienstag, 20. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Titelseite

Straße zwischen Gimte und Hemeln seit gestern wieder befahrbar

Die Landesstraße zwischen Gimte und Hemeln ist seit gestern Nachmittag wieder halbseitig mit Ampelregelung befahrbar. Wegen eines Erdrutsches war die Straße in der Nähe des Parkplatz Lumbach seit Freitag, 9. Februar, gesperrt. Die ursprünglich für Ende vergangener Woche angesetzte Wiedereröffnung der Straße verzögerte sich bis nach dem Wochenende. Geologen mussten die Stabilität des Hangs untersuchen. Anwohner aus Hemeln und den umliegenden Ortschaften mussten teils lange Umwege fahren, um nach Münden zu kommen. Da auch die Weserfähre wegen Hochwassers nicht fuhr, führte die Umleitung über Ellershausen und Scheden. tsz Foto: Petra Siebert

Pressebericht HNA 17.02.2024

Samstag, 17. Februar 2024, Mündener Allgemeine / Titelseite

Straße an der Weser doch bis Montag dicht

Die Landesstraße zwischen den Weserorten Gimte und Hemeln soll nun doch erst am Montag, 19. Februar, wieder freigegeben werden. Das teilten die Niedersächsischen Landesforsten mit. Das Forstamt Münden habe in dieser Woche intensiv an der Beseitigung der Folgen des Hangrutsches an der Straße gearbeitet, heißt es von der Behörde. Zudem sei die Wasserführung oberhalb des Hanges verbessert worden. In einer ersten Mitteilung der Behörde hieß es, dass die wichtige Straße am Freitagmittag wieder passierbar sein wird. Seit einem Hangrutsch am 9. Februar ist die Straße bereits gesperrt. Bei dem Hangrutsch kamen keine Menschen zu Schaden. jed Foto: jens döll